Schweidnitz in alten Ansichten

Schweidnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Adler
Gemeente
:   Schweidnitz
Provincie
:   Polen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4962-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schweidnitz in alten Ansichten'

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49. Wie in allen Kolonisationsstädten war auch in Schweidnitz Zentrum der Stadtanlage der Markt, in Schlesien 'Ring' genannt. In seiner Mitte wurde das Rathaus errichtet, in dem sich auch das Kaufhaus befand. Die neben dem Theater liegende 'Königl. privilegieere Hof- und Stadtapetheke' kann ihren Ursprung bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Rathauskornplex wuchs durch die Jahrhunderte, wurde in Feuersbrünsten und Kriegsläuften zerstört, erneuert, erweitert. Die Theaterseite des Rings hieß seit alters 'Getreidernarkt' , die Ostseite 'Buttermarkt' .

50. Ein wahrhaft geschichtsträchtiges Bild! Von der Südwestecke blieken wir zurück in Richtung Langstraße (Nr. 125 ff.), deren Beginn ein türmchenbewehrtes Bürgerhaus des späten 19. Jahrhunderts bezeichnet. Die Marktstände - zeitlose Zeugen von Handel und Wandel - werden 'behütet' von zwei barocken Kunstdenkmälern der vorpreußischen Zeit: dem Atlasbrunnen und der Nepomuk-Statue des Schweidnitzer Bildhauers Georg Leonhard Weber. Das Gebäude am rechten Bildrand (Markt 25) mit seiner Barockfassade gehörte den Grafen Hochberg auf Fürstenstein und beherbergte 1741 und später noch mehrmals Friedrich 11. von Preußen. Deshalb führte es den Namen 'Zum Alten Fritz'.

51. Auch das an der Nordwestecke des Rathauses stehende, barock bewegte Standbild des Nothelfers gegen Feuersbrünste, des Heiligen Florian, ist ein Werk Webers. Es entstand nach dem großen Stadtbrand von 1716, dem auch das Rathaus zum Opfer fiel. Stifter der Figur war wohl der damalige Landeshauptmann Hans Anton von Schaffgotsch, dessen Wappen am Sockel sichtbar ist. Die 1854 angebrachte Gedenktafel auf der Nordseite erinnert an Carl Gottlieb Suarez, den 1746 in Schweidnitz geborenen Schöpfer des Preußischen Allgemeinen Landrechts.

52. Die Westseite des Rings, der 'Paradeplatz' . Rechts steht vor der Rathausfront das Denkmal Friedrichs des Großen. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Portal Markt 34, das zum Verlag Ludwig Heege führt. Am Ende der Rathausfront, vor dessen barocken Haupteingang, findet der aufmerksame Besucher noch heute einige Pflastersteine mit eingehauenen Kreuzen und Initialen. Sie bezeichnen die Stellen, an denen 1848 Schweidnitzer Bürger in aufruhrähnlicher Situation unter Schüssen einer Militäreinheit fielen. Ihre Namen kündet der Gedenkstein an ihrem gemeinsamen Grab auf dem Friedenskirchhof.

53. Das Denkmal Friedrichs 11. nach einem Entwurf von Prof. Uphues (Berlin) wurde 1908 vor der Westfront des Rathauses aufgestellt. Es sollte an die Bedeutung des groBen Königs für die Schweidnitzer Geschichte erinnern. Der Besucher findet es nicht mehr (wie andere im Buch gezeigte Denkmäler wurde es nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört). Geblieben sind die vier über der Hauptfront des Rathauses stehenden Figuren der Bolkonen (Bolkos 1., Bernhards, Bolkos Il.) und ihres Erben, des Böhmenkönigs und deutschen Kaisers Karls IV.

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54. Etwas von Preußens Glanz bei der Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen am 29. November 1908 'in Gegenwart Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Eitel Friedrich'. Der Chronist bemerkt: 'Echtes Hohenzollernwetter erhöhte noch die festliche Stimmung, und die Schweidnitzer bewährten wieder ihre oft gezeigte ausgezeichnete Haltung, so daß keinerlei Störungen vorkamen.'

55. Das barocke Rathausportal wurde wie die Floriansstatue (Nr. SI) 1720 neu geschaffen. An der Balkonbrüstung finden wir das quadrierte Wappen, das die Stadt seit etwa 1500 führte, nachdem Ladislaus Postumus 1452 zu Greif und Eber die böhmische Königskrone gefügt hatte.

56. Im ersten Stock des Rathauses führt ein gotisches Portal in die mittelalterliche Ratsstube, die später Ratskapelle wurde. Links und rechts ist jeweils ein ChristusMonogramm angebracht; die Inschrift über der Tür lautet aufgelöst: 'Felix civitas quae tempore pacis timet bella' (Glücklich die Stadt, die in Friedenszeiten den Krieg fürchtet).

57. Der Obstmarkt, mit Bliek in die Hohstraße, zeigt links die Hotels 'Zum Goldenen Zepter' und 'Zur Goldenen Krone', Letzteres beherbergte vier preußische Könige, Die Rathausseite prägt mit dem Dreiklang Neptunbrunnen, Dreifaltigkeitssäule, Ratskapelle ein ähnlich eindrucksvolles Ensemble wie das der Südwestecke, Im Hintergrund ragt der Pfarrkirchturm auf.

58. Wohl schon seit dem 13. Jahrhundert bestand eine Kapelle im Rathauskomplex, doch lag sie bis 1716 an der Nordostecke. Nach dem Brand wurde die alte Ratsstube (Nr. 56) zum Sakralraum; für den Altar baute man einen halbrunden Erker vor.

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