Schweinfurt in alten Ansichten

Schweinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Hertel
Gemeente
:   Schweinfurt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6225-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schweinfurt in alten Ansichten'

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Einleitung

Stadtgescbichte in Kürze

Wann sich die ersten Siedler in unserer Gegend niedergelassen haben, wissen wir nicht. In einer Urkunde vom 12. September 791 vermacht ein Ehepaar dem Kloster Fulda fast seinen gesamten Besitz in der 'Schweinfurter Mark'.

Die Siedlung 'suinuurde' wird erstmals im Codex Edelini des Klosters Weißenburg im Elsaß erwähnt. Darin sind alle Besitztümer des Klosters aufgezeichnet. Vermutlich um diese Zeit entsteht östlich der Siedlung Schweinfurt die Stammburg der Markgrafen von Schweinfurt.

Nach der Niederschlagung eines Aufstandes des Markgrafen Hezilo gegen Kaiser Heinrich Il., den Heiligen im Iahre 1002 stiftet Hezilos Mutter Eila im Burgbereich ein Frauenkloster. [enes wird noch im 12. Iahrhundert in ein Mönchskloster des Benediktinerordens umgewandelt. Sein Name: Stella Petri (= Peters Stern); daraus entsteht der noch heute gültige Namen 'Peterstirn' .

Die im Schutz der Burg angelegte Siedlung suinuurde, östlich des heutigen Stadtkerns gelegen, zwischen Höllenbach und Marienbach am Südhang des Kiliansberges, wird, inzwischen zur Reichsstadt geworden, irn zweiten Viertel des 13. [ahrhunderts erstmals zerstört (erstes Stadtverderben ). Der Wiederaufbau erfolgt noch 1259, aber westlich des Marienbachs.

Durch Erwerb von Oberndorf (1436), der Burg auf dem Peter-

stirnberg, der Dörfer Zell und Weipoltshausen (1437), sowie Madenhausens (1620) vergrößerte die Stadt ihrTerritorium auf 53 qkm. Die Einwohner der dazugekommenen Dörfer waren Untertanen des Stadtstaates ohne städtisches Bürgerrecht.

Seit 1542 wurde mit Einführung der Reformation und der Berufung des protestantischen Predigers Sutellius auch die Kirchenhoheit vom Inneren Rat ausgeübt.

Geistiges Zentrum war die Lateinschule (seit 1634 Gymnasium).Aus ihr gingen berühmte Humanisten hervor: Konrad Celtes (1459-1508), der 1493 zum ersten deutschen Dichterkönig gekrönt wurde, Iohann Cuspinian (1473-1529), 1500 Rektor derWiener Universität und Iohann Sinapius (1502-1560), 1534 Professor der Medizin an der Universität Ferrara, später Leibarzt des Würzburger Fürstbischofs. In Ferrara unterrichtete Sinapius auch Olympia Fulvia Morata (1526-1555), die dem Schweinfurter Stadtarzt Andreas Grundler als Ehefrau in dessen Heimat folgte, wo sie einen Kreis humanistisch gebildeter Freunde um sich scharte.

Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach überrumpelte in seinem furchtbaren Krieg gegen die Hochstifte Bamberg und Würzburg und die Reichsstadt Nürnberg unsere Stadt und führte das völlige (zweite) Stadtverderben herbei.

Aus Schutt und Trümmern wuchs eine neue Stadt mit repräsentativen Gebäuden: Rathaus (1 570-1572), Reichsvogtei (1577),

Altes Gymnasium (1581182) und Zeughaus (1589-1591). Im Dreißigjährigen Krieg wird die Stadt mehrmals von Gruppen der Kriegsparteien besetzt.

Vier jahre nach Ende des Krieges gründeten vier Schweinfurter Ärzte (Dr. [ohann Laurentius Bausch, Dr. [ohann Michael Fehr, Dr. Georg Balthasar Metzger und Dr. Georg Balthasar Wohlfahrt) die älteste europäische Naturforscher-Akadernie, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, die heute ihren Sitz in Halle/Saale hat. Mit der feierlichen Übergabe des Großherzogturns Würzburg an König Max 1. Ioseph (28. Juni 1814) fiel auch die ehemalige Reichsstadt Schweinfurt endgültig an Bayern.

Die ersten jahrzehnte der Schweinfurter Industriegeschichte sind gekennzeichnet durch die Werke der chemisehen Industrie sowie der Nahrungs- und Genußmittelbranche.

Relativ spät entstanden sind die Betriebe, die dem industriellen Leben der Stadt das Gepräge geben oder bis in unsere Zeit gegeben haben: Die metallverarbeitenden Unternehmen.

Der Zweite Weltkrieg brachte einschneidende Maßnahmen und seit 1943 schwere Zerstörungen durch Luftangriffe und Artilleriebeschuß in den letzten Kriegstagen. 40 Prozent der Wohnungen waren zerstört, 80 Prozent der Industrieanlagen. Nach diesem dritten Stadtverderben machten sich knapp 24 000 Einwohner (von vormals 50000) an den Wiederaufbau. Heute, fünfzig [ahre nach Kriegsende, können die Schweinfurter stolz auf viele Errungenschaften sein: Sommerbad (1958), Hafen, Gewerbegebiet Süd ('Sprung über den Main' 196 3), Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (1971), Leopoldina-Krankenhaus, GKS

(1988), Fußgängerzone, Altstadtsanierung, um nur einige zu nennen.

Literatur:

Saffert, Erich: Schweinfurt Stadtführer 1963.

Stadt Schweinfurt (Hrsg.); 1200 [ahre Schweinfurt, [ubiläumsbegleiter 1991.

Zu den Ansichtskarten:

Es ist erstaunlich, welche Vielfalt von Ansichtskarten für eine relativ kleine Stadt wie Schweinfurt erschienen ist. Wir haben bewußt auf eine zeitliche oder thematische Gliederung verzichter und die Ansichtskarten als das behandelt, was ihr Name bedeutet: Karten zumAnschauen.

An dieser Stelle sei dem Stadtarchiv Schweinfurt mit dessen Leiter, Dr. Uwe Müller, sowie dem Historischen Verein Schweinfurt e.V und dessen I.Vorsitzenden Wilhelm Böhm herzlich für die Überlassung der nachfolgend abgebildeten Ansichtspostkarten gedankt.

Der Brauch, Grüße und Glückwünsche mit Bildern zu verzieren, stammt aus dem Fernen Osten und ist bereits im 10. jahrhundert nachweisbar. Ihre Geltung erlangte die Ansichtskarte erst mit der offiziellen Einführung der Postkarte: Am 25. Juni 1870, also vor 125 jahren, wurde die 'Correspondenz-Karte' zugelassen. Der Weg zur Ansichtspostkarte war nicht weit. Auslösendes Moment war der Deutsch-Franzósische Krieg 1870/71.Am l ó.juli 1870 wurde die erste bedruckte Ansichtskarte hergestellt...

Postkarte mit der berühmten Stadtansicht von Süden, wie sie in Matthäus Merians 1648 erschienener 'Topographia Franconiae' abgedruckt ist, Die Zeichnung zu diesem Stich stammt von Johan Herman. Auf dem Schriftband am unteren Bildrand sind achtzehn markante Bauten aufgeführt, die man allerdings nur bei optimaler Sehstärke (sonst mit Hilfe einer Lupe) den Zahlen auf der Stadtansicht zuordnen kann. Heute noch so wie auf dem Bild zu sehen sind lediglich die Nr. 1 (St.-Johannis-Kir-

. che), Nr. 2 (Rathaus), Nr. 10 (Ebracher Hof) und Nr. 12 (Zeughaus) .

Schweinfurt am Main im Jabre 1650. Nach Merian.

2 Auf Postkarten sind uns auch die Ansichten der Stadttore erhalten. Dem wachsenden Verkehr im Wege, fielen sie dem 'Portschrittsdenken' im vorigen Iahrhundert zum Opfer. Das Spitaltor (hier von innen gesehen), zwischen Pfarramr Hl. Geist und Musikschule in der Schultesstraße 1555 erbaut, war stadrauswärts halbrund, die Stadtseite flach. 1870 wurde es abgerissen.

3 Im Osten bildete das Mühltor den Abschluß der Mühlgasse (heute Rückertstraße) und führte diese durch den hohen Erdwall, der die Stadt hier schützte, über Mainberg, Schonungen, Haßfurt nach Bamberg. Nach dem Wiederaufbau des Tores

1 564-1 566 wurde der barokke Turm auf der Wallkrone 1682 erneuert. Über dem Scheitelstein des Torgewölbes sieht man den kaiserlichen Doppeladler. 1876 wurde das Mühltor abgetragen.

4 Am nordwestlichen Ende des Kornmarktes neben dem Fichtel'schen Haus (heute Kornmarkt 1 7) stand das 1564 nach dem zweiten Stadtverderben wiedererbaute Obertor bis zum Iahre 1872, als es im September abgebrochen wurde.

5 Die Brückentore am Südende der Brückenstraße wurden 1556 (äußeres) und 1568 (inneres) erbaut. Die Straße von und nach Sennfeld bzw Gerolzhofen führte durch sie. Wegen des Baues einer neuen Mainbrücke an Stelle der Staubbrücke wurde das äußere Brückentor 1832 abgerissen, das innere folgte ein [ahr später.

6 Die im Fischerrain gelegene Fischerpforte, deren Entstehungszeit uns nicht bekannt ist. Die Fischer durften dieses Tor jederzeit passieren, aber keine Waren mit sich nehmen, da hier (im Gegensatz zu den anderen Stadttoren) hier kein Zoll erhoben wurde, 1853 mußte das Tor wegen des Baues der Eisenbalmstrecke Bamberg-Wiirzburg abgerissen werden.

7 Eine im Iahre 1913 verschickte Postkarte mit der 'Skyline' Schweinfurts von Süden. In den wolkenlosen Himmel ragen neben einigen Fabrikschloten (von links) :

Turm der Heilig-Geist-Kirche, Schrotturm, Turm von St. Johannis und derTurm von St. Salvator. In der Bildmitte rechts neben der Maxbrücke das Harmoniegebäude.

Schweinfurt

8 Am 3.Januar 1898 wurde diese Neujahrsgrußkarte abgestempelt. Sie zeigt das rechte Mainufer flußaufwärts Richtung Mainberg in einer Vollmondnacht!

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