Schwelm in alten Ansichten Band 1

Schwelm in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gerhard Kleinhempel
Gemeente
:   Schwelm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2898-8
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwelm in alten Ansichten Band 1'

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9. Erhebliche Geldaufwendungen waren für Umbauten, Wege und Mobilar nötig, um aus dem Kotten mit Bandweberei die Sommerwirtschaft 'Waldlust" zu gestalten. Dieses Ausflugslokal wurde aber in den vergangenen Jahrzehnten mehr als eine 'Sornmerwirtschaft'. Sofern gutes Wetter herrscht, loekt sie das ganze Jahr über die Gäste an - und erst recht bei Schnee. Dazu trug die frühere Rodelbahn in ihrer Nähe bei und seit einigen Jahren die Skiabfahrtsstrecke, die der Skic1ub Schwelm anlegte.

1955 ließ der Verschönerungsverein mit Hilfe des städtischen Bauamtes die 'Waldlust' gründlich renovieren und umbauen. Der damals immer noch fabrikmäßig wirkende Saal wurde unter anderem von den gußeisernen befreit und erhielt dafür großscheibige Dickglasfenster und eine schmucke Balkendecke. 1956 erhielt das Haus einen Anbau für WC's und Wohnräume des Gastwirtes.

10. Dieses Bild wird noch vielen älteren Schwelmern lieb und vertraut sein. Es ist die Ostseite des Altrnarkts mit den alten bergischen Schieferhäusern, hinter denen sich die zum Himmel ragenden Türme der Christuskirche recken. Nur eine ganz schmale Treppe führte damals zum großen Portal der Kirche. Links im Bild das Wohnhaus der Schnapsbrennerei Gogarten. Die Brennerei befand sich gleich nebenan mit einem kleinen Ausschank, in dem man 'einen Dicken' für 'nen Groschen bekam. Kürschner und Kappenmacher Heinrich Drebes, ein regsamer Handwerker und Geschäftsmann, hatte sein Haus und seinen Laden gleich neben der Kirchentreppe. Ein schmales Haus mit einem Winkelswarengeschäft und einer Gernüsehandlung von 'Drüken Eia' schloß sich an. Wo einst eine schmale Treppe zur Christuskirche hinaufführte, wurde 1955 eine breite Treppe und links und rechts moderne Wohnbauten erstellt.

.SCHWELM. eue Reicbsbank.

11. Verschwunden ist schon lange das Kaiser- und Kriegerdenkrnal, das am 15. Juni 1890 eingeweiht wurde. Viele Hindernisse mußten bis zu seiner Vollendung überwunden werden. Die Schwelmer Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom 16. August 1889 unter anderem: ... Mit bedeutender Stimmenmehrheit hat sich das Stadtverordneten-Kollegium dahin geeinigt, das Denkmal zur Erinnerung an die in den Feldziigen 1864, 1866 und 1870/71 gefallenen Söhne unserer Stadt und gleichzeitig ein Erinnerungszeichen an unseren in Gott ruhenden Kaiser Wilhelm 1. auf den Zipfel des zwischen der Bahnhof- und Schulstraße gelegenen Bollingschen Grundstücks zu bebauen. Auf einern Unterbau aus schwedischem Granit erhob sich die 3,10 m hohe Statue des Kaisers, Vor dem Denkmal stand eine Kanone, anno 1870. Das hinter dem Denkmal stehende Gebäude der Landeszentralbank wurde 1968 abgebrochen.

Gruss von der WilhelmshOhe, Schwelrn i. W., Teleten 296. - Inh. IDilly IDagener

12. Schonster Ausflugsort von Schwelm und Umgegend fur Vereine, Schulen etc. ft Kaffee m. Bauernstuten. Passende Lokalitäten fur Festlichkeiten etc. Grosser Saal fiir ca. 1200 Personen, schone Geseltschaftszimmer mit Piano, Grosser Garten, Veranda und Stallung fûr 20 Pferde. So steht auf der Anschriftenseite dieser Ansicbtskarte geschrieben.

Im Juni 1904 wurden auf dem Festplatz am Winterberg das große Krieger- und Volksfest, verbunden mit der Grundsteinlegung zur Festhalle 'Wilhelmshöhe', durch Kanonendonner gefeiert. Die gute alte 'Wilhelrnshöhe' bewährte sich in einigen Jahrzehnten als Mehrzweckhalle: Erst Ausflugslokal und FesthalIe des Kriegervereins; dann 'Stadthalle' für große Konzerte und Theateraufführungen; nach dem Zweiten Weltkrieg Obdachlosenheim und schließlich Sporthalle. Die Halle wurde 1969 abgerissen,

Sç.hwellT - lirch- u. Neustrasse

13. Das Haus 'Hirsch-Apotheke' wurde im Jahre 1767 von dem 'Plüschfabrikanten' Kaspar Mund anstelle eines alten Hauses neu erbaut. 1815 war der Apotheker Karl Gottlieb Petersen Besitzer, Ein erneuter Abbruch und Neubau erfolgte um etwa 1900. Der jetzige Apotheker Hugo Schmidt, der seit 1950 in Schwelm ist und die Apotheke von Apotheker EmU Voerste übernahm, ließ die 'HirschApotheke' modern gestalten. Der erste Apotheker erschien übrigens urkundlich schon ums Jahr 1683 in Schwelrn. Sein Name war ArnoJd Sybel, Er war aus dem Bergischen Lande hierher gezogen und hatte einen Streit mit dem Magistrat wegen einer ZahJung für Erwerbung des Bürgerrechts. J 738 lebten in Schwelrn bereits zwei Apotheker, Kappel und Weyershaus. Georg Daniel Kappel war verheiratet, Georg David Weyershaus dagegen Junggeselle.

Sdtwelm i. W. rernsprecfter 128

14. Genau wie das Verwaltungshaus der Brauerei Schwelm, ist das ehemalige AOK-Gebäude an der Untermauerstraße eins der wenigen Häuser im Stadtzentrum, das schon vor 1722 stand. Es wurde vor einigen Jahren abgebrochen und an seiner Stelle errichtete die Kaufhof AG ein modernes Warenhaus. Der bedeutendste Bcwohner dieses wohl ältesten Schwelmer Wohnhauses war Bürgermeister Theodor Sternenberg (1783-1852) Fabrikant, Sproß uralten Schwelmer Patriziats, Wer der Bauherr dieses Hauses war, und wann es gebaut wurde, weiß man nicht genau, Es hat viele Umbauten und Umgestaltungen mitmachen mussen. Es hat auch viele Bewohner gesehen, So auch den Weinhändler Siepmann, der im Erdgeschoß seine Geschäftsraume hatte. Als die AOK 1921 das Haus übernahm, herrschte große Wohnungsnot und es war mit Mietem bis unters Dach belegt. Auch Augenarzt Prof. Lohmann und Zahnarzt Pollrnann hatten hier ihre Praxis.

Platz an der Jnterrnauer-, Mittel-, Römer-, Neu- und Ostenstrasse

Gruss aus Schwe m i. 'vl.

15. Platz an der Untermauer-, Mittel-, Rörner-, Neu- und Ostenstraße. So ist auf dieser Ansichtskarte zu lesen. Wo heute das Haus Drogerie Brieden seinen Platz hat, stand früher das Haus Hünerkoch. Erbauer war der Gerichtsdiener Johannes Crarner, gestorben 1667. Das Haus war von 1710 bis etwa um 1900 im Besitz der Familie Hünerkoch. Der aus Minden stammende Sattler Johann Heinrich Hünerkoch wurde im Jahre 1685 Bürger der Stadt Schwelm. 1780 wurde das Haus als verfallen bezeichnet. Während die beiden Häuser (links im Bild), Verwaltungsgebäude Brauerei Schwelm und Tabakwarengeschäft noch stehen, wurde das Klein'sche Haus (rechts) im Jahre 1963 abgebrochen. Hier entsteht ein großes Verwaltungsgebäude der Stadtsparkasse Schwelm.

Schwelm

Ostenstrasse

J. T 2&<7

16. An der alten Straßengabelung Hauptstraße/Möllenkotter Straße stand das Haus Hauptstraße 128 (alte Bezeichnung: Ostenstraße 72). Laut Grundbuch der Bauernschaft Schwelm hatte Hermann Döinghaus das sogenannte Hüttenhoffs-Haus mit Hof, Garten und einem Kirchensitz laut Kontrakt vom November 1752 für 733 Reichstaler angekauft. Der Besitzer hieß vor Hermann Döinghaus Tilman Hüttenhoff, welcher 1742 starb. Nach einem gerichtlichen Vertrag vom 21. März 1794 war Johann Caspar Döinghaus das elterliche Haus samt Hof, Garten und Zubehör für 800 Reichstaler. Am 12. Oktober 1824 kaufte der Bäcker Heinrich Manger das Haus für 1700 Reichstaler. Bäcker Heinrich Wilhelm Manger jun., Besitzer des Reinhoffschen Kottens an der Postheide, übernahm 1852 das elterliche Haus im Möllenkotten, Der letzte Besitzer (seit 1933) hieß Friedrich Karl Frese,

17. Hier an der Möllenkotter Straße hat sich in den letzten Jahren vieles geändert, manches der alten Fachwerk- und Schieferhäuser, die hier auf der Ansichtskarte zu sehen sind, stehen nicht mehr oder haben ihr Äußeres verandert. Was den Ort Möllenkotten betrifft, so gehen die erhaltenen schriftlichen Überlieferungen nur bis in das 14. Jahrhundert. Eine Urkunde vom Jahre 1399 erwähnt 'durch welche der Herzog v. Berg dem Grafen Adolf v. Kleve und von der Mark unter anderm die Höfe Mühlenkotten und Bransel verpfändet hat',

Der vom Winterberg nach Möllenkotten führende Hohlweg, dessen Richtung der den ältesten Teil von Möllenkotten in der Richtung etwa von Süden nach Norden durchziehenden Straße entspricht, war ein Teil jener uralten Straïse, welche von Köln über Lennep, Beyenburg, über den Winterberg, den Strückerberg weiter nach Westfalen hineinführt.

18. So sah es in der alten St. Marienkirche zu Schwelm aus, Am 27. August 1865 wurde hier das Altarbild enthüllt. Die Schwelmer Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom 27. August 1865: Der heutige Tag war fûr die hiesige katholische Gemeinde ein feierlicher. An demselben wurde im Hauptgottesdienst das lang erwartete Altarbild enthüllt. Dasselbe stellt Christum, den Erlöser der Welt dar, und ist ein Original-Gemälde des Herrn Professor Deger in Düsseldorf Der Eindruck, den das Bild macht, ist ein gewaltiger und selbst der Laie in der Kunst sieht heraus, daß es der Meister im inneren Herzen gespürt, was er der Leinwand anvertraut hat. Das prachtvolle Bild repräsentiert den Wert von beinahe 2000 Taler. Dank Pfarrer Haselhorst, Professor Deger und der Pfennigsammlung der Gemeinde kam der Betrag zusammen.

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