Schwelm in alten Ansichten Band 1

Schwelm in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gerhard Kleinhempel
Gemeente
:   Schwelm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2898-8
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwelm in alten Ansichten Band 1'

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49. Von der Kölner Straße aus bot sich vor einigen Jahrzehnten dieses Blickfeld: Auf der linken Seite die Wirtschaft und Bäckerei Küper, heute 'Eisbeinhaus', Unterhalb dieses Hause ist noch das 'Winkelswarengeschäft' von Plocks JuIchen (Julie Ploek) mit Gemüsestand zu sehen. Das kleine Schieferhäuschen ist längst verschwunden und hat dem Erweiterungsbau des Hotel 'Prinz von Preußen', damaliger Besitzer Jacob Theisen, Platz gemacht. Vor der Wirtschaft Reuter (rechts) hatte Heinrich Fedler einen Gemüsestand aufgebaut, der später von Scheers Louis (Luise Scheer) übernommen wurde. Als westlicher Pfeiler ragt die Adler-Apotheke, Schwelms älteste Apotheke, empor.

50. Östlicher Eckpfeiler des Altmarktes in Schwelm war das große Gebäude der Buch- und Schreibwarenhandlung der Gebrüder Voswinkel Gegenüber der Adler-Apotheke stand das große Geschäftshaus der Textilhandlung Stern, auf dieser alten Ansichtskarte gut zu erkennen (rechts). Links im Bild sieht man übrigens noch einen dieken Balken. Hier banden die Bauern, wenn sie zum Einkauf in die Stadt kamen, ihre Pferde fest. Diesc Karte stammt aus dem Jahre 1897, denn im Hintergrund auf der heutigen Hauptstraße - ist eine Straßenbahn mit Anhänger zu erkennen, die Mitte September auf der am 1. September 1897 eröffneten Strecke Barmen-Schwelm eingesetzt wurden und noch keinen Perronschutz hatten. Diese Einrichtung erhielten die Wagen erst im Dezernber.

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Xath. J(rankenhaus

51. Das Marienhospital in den ersten Jahren seines Bestehens. Die Gasstraße (heute August-BendlerStraße) war damals noch wenig bebaut. Erst später (1896) entstand auf der gegenüberliegenden Seite das Kolpinghaus und westlich vom katholischen Krankenhaus das Doppelhaus, das ehemals den Brüdern Betz gehörte, Nachbar war - doch in gebührendem Abstand - die auf der anderen Seite liegende Gasfabrik. 'Möge die Anstalt zum Heile und Segen vieler Menschen wirken', wünschte die Schwelmer Zeitung am 10. August 1893 zur Einweihung 'des in der Gasstraße erbauten katholischen Krankenhauses'. Dieser Wunsch ging in Erfüllung, Aus dem anfangs so bescheidenen Ziegelsteinbau, wie ihn diese Ansichtskarte darstellt, wurde ein stattliches Gebäude mit modernen Einrichtungen der Krankenpflege.

52. In den dreiundachtzig Jahren seines Bestehens wuchs das Marienhospital in verschiedenen Bauabschnitten. Der älteste Gebäudeteil mit dem Haupteingang, der unverändert blieb, hebt sich auf dieser Ansichtskarte aus dem Jahre 1916 noch deutlich vom den langgestreckten Anbau durch die überragende Spitze das Daches ab. In der Mitte der ersten Etage, in dem vorspringenden Gebäudeteil, befindet sich die Kapelle, über der das zweite Kreuz des Hauses thront. 1950 brachte die Schließung einer Baulücke eine erneute Vergrößerung. Heute zeigt sich das Marienhospital schmuck verputzt. Die Vincentinerinnen, deren Stammhaus in Paderborn steht, betreuen seit Erbauung das Hospital.

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Schwelm

53. Das Amtsgericht an der Schulstraße in Schwelrn wurde genau um die Jahrhundertwende fertig. Es erstand in den Jahren 1898/99 und wurde im Dezember 1899 vorn Bürgermeister dem Amtsgerichtsrat Fendel übergeben. Im Januar 1900 zogen noch Beamte ein und wurden die Gefangenen in ihr neues Asyl gebracht. 1956 siedelte das Personal zum alten Finanzarnt an der Bahnhofstraße um und wurde das Gebäude an der Schulstraße aufgestockt und umgebaut. Im Sommer 1957 konnten die Diener der Göttin Justitia wieder einziehen. Aber: zu einem Außenputz des strengen und nüchternen Gebäudes langte es bei der Eigentümerin, der Stadt, nicht. Die Steinsäulen und der Eisenzaun vor dem Gerichtsgebäude sind längst verschwunden.

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54. Die Städtische höhere Töchterschule nach ihrem Umbau im Jahre 1911. 1829 wurde das Nachfolgegebäude der abgebrannten Bürgerschule an der Südstraße erbaut. Als 1876 die Bürgerschule Moltkestraße bezogen werden konnte, wurde das Gebäude an der Südstraße umgebaut, wozu 1 330 Taler bereitlagen. In die drei Unterrichtsräume kamen zwei evangelische und eine katholische Klasse. Dazu entstanden zwei Lehrerwohnungen. Später zog hier die höhere Töchterschule ein, die 1804 als Privatanstalt gegründet und 1881 von der Stadt übernommen worden war. Das äußerlich häßliche und innerlich unzweckmäßig verunstaltete Ziegelsteingebäude mit drei Treppenaufgängen wurde von Mai bis September 1911 völlig umgebaut.

SCHWELM

Wilhelmstrasse

55. Die Wilhehnstraße hat sich in den letzten Jahrzehnten - abgesehen von einigen Urn- und Ausbauten - wenig verandert, Die jetzige Grünanlage (links) war früher Begräbnisstätte. Die beiden evangelischen Gemeinden und die katholische benutzten von 1808 bis 1869 diesen 'Friedhof in der Ostenstadt', etwa zehn Ar groß. Dr. Wilhelm Tobien berichtet in seinem Buch 'Bilder aus der Geschichte von Schwelm', daß er noch 1870 auf dem Krankenhause gegeniiberliegenden, längst geschlossenen Kirchhof einen Stein aus den letzten Jahren des 16. Jahrhunderts sah, Derselbe ist, wie mancher andere, bei der Erweiterung zwischen dem Friedhof und dem Krankenhause gelegenen Straße verschwunden.

56. Ab 1843 bestattet die lutherische und reformierte Gemeinde ihre Toten auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße. 1844 kam die katholische Gemeinde hinzu. Der evangelische Teil der Begräbnisstätte an der Bahnhofstraße war 1,01 und der katholische 0,54 Hektare groß. Aus amtlichen Angaben ist zu erschließen, daß die reformierte und katholische Gemeinde um 1880 nur auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße bestatteten. Dort wurden noch vor einigen Jahren Erdgruftrechte geltend gemacht. Die alten Friedhöfe zwischen Bahnhof- und Döinghauser Straße wurden in Grünanlagen umgewandelt. Nur der Ehrenfriedhof und die Gedenkstätten der Toten der beiden letzten Kriege befinden sich noch dort. Allerdings hat sich das Bild des Ehrenfriedhofes, wie es hier auf der Ansichtskarte zu sehen ist, stark gewandelt.

57. Eckhaus der unteren Kölner Straße, seit 1722 wiederaufgebaut. In diesem Haus starb 1831 der verdiente Konrektor Holthaus. Hier handelt es sich um einen altwestfälischen Fachwerkbau mit ausladendem Obergeschoß (50 cm). Die Streben der Langwand bilden eine dreizinkige, eckige Gabel. Was das Feuer hat genommen, laß in Segen wieder kommen! Anno 1723 d.I Z.May - Wilhelm Lange Anna Margeretha Tacke. Diese Inschrift ließ Wilhelm Lange 1723 im Türsturz einschneiden. 1748 bekam Schuster Heinrich Simon vom Schee das Haus durch Heirat. 1815 kaufte es Friedrich Dürholt (Winkelier) und 1859 ging es in den Besitz des Handelsmannes Theodor Kürten über.

58. Häuser der Kö!ner Straße in den zwanziger Jahren. Die meisten von ihnen sind bereits verschwunden. Das Haus ganz rechts auf dieser Ansichtskarte mußte dem Ausbau der Obermauerstraße weichen. Es wurde 1723 vom Schlächter Johannes Noltze erbaut. 1796 übernahm es Schlächter Johann Peter Noltze. Eine Aktennotiz besagt: Dem Joh. Pet. Nolzen ist das Haus vorm Collnischen Thore von seinem Oheim Caspar Georg Prume und von seiner Schwester Anna Christina Nolzen fûr 500 Rtlr. Altgeld erblich übertragen, laut gerichtl. Documents vom 29. Juny 1796. 1849 wird Schreiner Friedrich Beeker und 1880 Metzger Wilhelm Heek als Besitzer angeben. Das obere Stadttor, die 'Cöllnische Pforte', wurde 1815 abgebrochen.

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