Schwelm in alten Ansichten Band 1

Schwelm in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gerhard Kleinhempel
Gemeente
:   Schwelm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2898-8
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schwelm in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Oberstadt,

59. Die Oberstadt in Schwelm. Auch hier hat die Kölner Straße ihr Gesicht stark gewandelt. Das Haus (in der Mitte der Ansichtskarte) wurde nach dem Stadtbrand 1722 erbaut und in den zwanziger Jahren abgebrochen. Hier wohnte der Gerichtsfrone Peter Andreas Meyer (1738), Ab 1746 war er als königlicher preußischer Landmesser in der Grafschaft Mark bezeugt, Hier noch einige Namen der Bewohner dieses Hauses: 1759: Fuselbrenner Johann Heinrich Kielmann, 1785: Bäcker Kaspar David Wolf, 1816: Schmied Joharm Heinrich KettIer, 1849: Handelsmann Anselm Leopold Herz, 1863:

Spezereihändler Anton Anthe, 1881: Bäcker August Mertens.

Schwelm

60. Hier am Märkischen Gymnasium, das 1912 seiner Bestimmung übergeben wurde, hat sich in den letzten Jahren vieles geändert, Links an das Gebäude schließt sich jetzt ein moderner Erweiterungsbau (mit Atrium) an, auf dem Gelände rechts neben dem Schulgebäude erhebt sich eine Großturnhalle modernster Bauart. Bereits 1909 hatten die städtischen Körperschaften den Neubau eines Realgymnasiums an der Präsidentcnstraße beschlossen. Der erste Spatenstich erfolgte aber erst am 4. Mai 1911. Planmäßiger Bezug fand am 18. Oktober 1912 statt. Dreihundert Schüler zogen damals ein. Heute sind es über eintausend. Genau wie damals herrscht auch heute wieder Raumnot. Ihren jetzigen Namen 'Märkisches Gymnasiums' erhielt die Schule erst 1955 auf Vorschlag des Vereins für Heimatkunde.

61. Die Südstrafse im Jahre 1906. Das alte Fachwerkhaus rechts im Bild wurde abgebrochen. Hier parken jetzt Kraftfahrzeuge. Links der Baum und Vorgarten an der Schule Südstraße sind verschwunden. Das Haus wurde 1903 als Kindergarten gebaut, nahm die Schulzahnklinik auf, diente nach dem Kriege als katholischer Kindergarten, bis zum Neubau des katholischen Kinderheimes. Hier an der Schulstraße nahm der damalige Direktor Herbert vom Hofe die ersten Realschüler auf und erteilte ihnen mit seinen Kollegen den ersten Unterricht bis zur Vollendung des eigenen Schulgebäudes am Ländchen. Diese dreiundsiebzig Jahre alte Gebäude diente auch der Pestalozzischule "als Ausweichquartier: hier hatte die benachbarte 'Frauenoberschule' ihre Oberklassen bis zum Abitur ausquartiert und neuerdings wurde diese vielseitige 'Schule' Sitz der Volkshochschule.

Schwelm

Blick vom evangel. Vereinshaus

Schuielm

Srädr, Schlachthof

62. Vor siebzig Jahren wurde nach anderthalbjähriger Bauzeit der neue Schlachthof in Schwelm seiner Bestimmung übergeben. Es war ein Festtag für weite Kreise der Stadt Schwelm. Die Ansichtskarte zeigt den Schlachthof in den Anfangsjahren, In den letzten Jahren hat sich hier einiges verandert.

Der Bau des Schlachthofes war bereits 1904 beschlossen worden. Die damaligen Stadtväter bauten weitsichtig. Sie schufen vor siebzig Jahren ein Werk, das weit über die Grenzen der Stadt als vorbildlich anerkannt wurde. Als man den Schlachthof errichtet, zählte die Stadt nach den Feststellungen der Volkszählungen am 1. Dezernber 1905 rund 18000 Einwohner; im Oktober 1910 waren es bereits über 20000 Menschen. Man baute aber damals auf ein Wachstum bis 40000. Eine halbe Million Goldmark kostete der Bau damals, 700000 DM mußte die Stadt nach 1948 aufbringen, um Kriegsschäden zu beseitigen und zu modernisieren.

63. So fügte sich das Kindererholungsheirn Harzeek (1914 bis 1945) in die Landschaft ein. Dieser Bliek von Süden belegt, warum das Haus werben konnte mit der Lage: 'Reichbewaldete Berge, Wiesen und Felder umgeben das Heim'. Das Kindererholungsheim am Harzeek sollte vor zweiundsechzig Jahren feierlich eingeweiht werden, aber der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vereitelte dieses Plan. Es wurde in aller Stille in Betrieb genommen. Der damalige Landrat Ludwig Harz hatte sich intensiv fiir diesen Neubau eingesetzt. Wegen seiner Verdienste um den Bau erhielt dieser seinen Namen: Harzeck. 1923 - aus dieser Zeit etwa stammt diescs Ansichtskarte - übernahm die Deutsche Geselischaft für Kaufrnanns-Erholungsheime e.V., Sitz Wiesbaden, das Haus, Das harmonisch in die Landschaft eingefügte Gebäude wurde 1945 von Bomben zerstört, Es wurde nicht wieder aufgebaut. An seiner Stelle steht jetzt ein modernes Schulungszentrum der Berufsgenossenschaft Düsseldorf.

6russ aus Schwelm i ~W.

"

~r.rhl(r IJ. rllt',t a- lb.WJlld lliL s rr-r., e-r-uwehu i.

64. Die Ostenstraße in Schwelm im Jahre 1902. Die Barmer Straßenbahn fährt seit fünf Jahren durch die Stadt. 1m zweiten Haus links wurde Altbundespräsident Gustav Heinernann geboren. Daneben das Schwelmer Rathaus Nummer 3 (Straßenbahn davor). Die Stadt erwarb diese ehemalige Strackbein/ Schneidersche Besitzung irn September 1888 für 47 600 Mark auf einer Zwangsversteigerung und baute sie zum Rathaus um. Dort war auch die Polizeiwache untergebracht, unterstand doch diese damals dem Bürgerrneister als dem 'Leiter der Ortspolizei'. Das Haus diente fast fünfundzwanzig Jahre als Rathaus (bis zum 31. März 1913). Dann zog die Stadtverwaltung in das damalige Realgyrnnasium an der Moltkestraße um. Das ehemalige Rathaus wurde 1936 abgerissen, an seiner Stelle befindet sich heute das Geschäftshaus von Fritz Thielmann (jetzt Porcher Büro-Organisation).

rslenstrass;.

Schwelm

/

/

/

65. Bereits 1906 hat sich das Bild im Bereich OstenstraßejWilhelmstraße gewandelt: Die beiden Altbauten (Mitte der Ansichtskarte) machten zwei dreigeschossigen Geschäftshäusern Platz. In dem Haus links im Vordergrunde befand sich bis 1879 die Post. Über der hohen Steintreppe war bis zum Umbau des Hauses ein aufgernaltes Posthom mit der Jahreszahl 1743 zu sehen, Zwar dürfte das Haus im angegebenen Jahr erbaut worden sein, aber für den Postdienst wurde es erst 1825 übernommen.

Die alte Steintreppe ist längst verschwundeu, das Gebäude selbst wurde 1960 in ein Geschäftshaus (Metzgerei Wonnenberg) umgebaut.

Schwelm i. W.

Schwelrner Freibad.

66. Der Drang und Ruf der Schwelmer Burger nach einem Freibad ist eigentlich schon alt. Bereits vor über hundert Jahren tummelten sich Badelustige im Schmermunds Teich im Möllenkotten. Der Eigentümer warb durch Anzeigen in der Schwelmer Zeitung im Jahre 1861 für sein Freibad mit Urnkleidekabinen. Nach dem Ersten Weltkriege setzten Bestrebungen zum Bau eines Bades auf Schwelmer Stadtgebiet ein. Man wählte Schmermunds Teich dafür aus, Als es Eigentum der Firma Falkenroth und Kleine geworden war, verpachtete man dieses Gelände für zehn Jahre an die Stadt. Mitglieder des Schwelmer Schwimmvereins und die produktive Arbeitslosenfürsorge halfen tatkräftig an den Erdarbeiten und der Entfernung des vielen Schlammes mit.

67. Das Schwimmbecken des ersten Schwelmer Freibades im Möllenkotten wurde mit einer drei Meter hohen Rheinkies-Schicht ausgestattet und das Nichtschwimmerbecken betonierte man aus. Eine Kläranlage wurde oberhalb des Bades gebaut. In trockenen Sommern wurde der Wasserinhalt der Becken durch Leitungswasser ergänzt. Das städtische Wohlfahrtsamt verwaltete die Anlage, die anfangs dreizehn Zellen und eine große Urnkleidekabine hatte. Am ersten Sonntag im Eröffnungsjahr 1921 tummelten sich zweitausend Besucher auf der früheren Kuhwiese. An heißen Sommertagen war das Freibad an der Oelkinghauser Straße gefüllt wie eine 'Sardinenbüchse', Leider war keine Ausdehnungsmöglichkeit gegeben, so daß der Ruf nach einem größeren Freibad auftauchte. Es dauert aber noch einige Jahre, bis das 'Alte Strandbad', dank des Einsatzes von Ernst Homberg (t), vom heutigen modernen Schwelmebad abgelöst wurde.

68. Am 3. Juni 1861 wurde die ehemalige 'Knabenschule' an der Schulstraße eingeweiht. Die Schwelmer Zeitung schrieb in ihrer Ausgabe vom 5. Juni 1861: Um 9 Uhr versammelten sich die Mitglieder der Schul-Cammission des Magistrats und der Stadtverordneten, die Pfarrer und der Burgermeister am alten Schulhofe au] dem Fronhofe, wo die Kinder zunächst unter Posaunenbegleitung den Choral 'Allein Gott in der Hoh' sei Ehr' anstimmeten. Die Madehen trugen Blumensträuße, die Knaben Kränze. Vor der neuen Schule sangen etwa 800 Schulkinder begleiter von Posaunen.

Aus den vier Klassen wurden bald sechs. 1918 beendete das Haus an der heutigen Schulstraße seine Dienstzeit als Schule. 1937 schlug das Heimatmuseum in den Räumen seine 'Zelte auf. Jetzt befindet sich die Städtische Volksbücherei in diesem Gebäude, das sich inzwischen baulich stark veränderte.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek