Schwelm in alten Ansichten Band 2

Schwelm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gerhard Kleinhempel
Gemeente
:   Schwelm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0892-8
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwelm in alten Ansichten Band 2'

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van

Gerhard Kleinhempel

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

Zum Titelbild:

Bliek vom Altmarkt in Schwelm in die Bahnhofstraße. Verlag Max Wipperling, Elberfeld, brachte diese Ansichtskarte in den Jahren um 1900 heraus. Nur die drei Häuser links im Bild überstanden den Bombenkrieg: Hotel Theisen (heute 'Prinz von Preußen'), etwas zurückstehend das heutige Haus Altmarkt 6 (Friseursalon Coutelle), sowie die älteste Apotheke Schwelms, die Adler-Apotheke.

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REIHE

ISBNlO: 90 288 0892 2 ISBNI3: 978 90 28808928

© 1980 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2010 Reproduktion vom 3. Druck aus 1990

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EINLEITUNG

'Schwelm in alten Ansichten', eine liebe Erinnerung an 'frögger'. Wer diese 120 Bilder aufmerksam betrachtet und den instruktiven Text gelesen hat, der mehr als nur eine Bildunterschrift ist, der glaubt sich zurûckversetzt in seine Kindheit ... Der Tagesjournalist und engagierte Schwelmer Gerhard Kleinhempel hat seiner neuen Heimat etn Erinnerungsstiick geschenkt gemäß seiner hier entdeckten Veranlagung: zu schreiben und zu fotografieren für die Gemeinschaft in der er lebt ...

So heißt es unter anderem in einer Besprechung zu Band I 'Schwelm in alten Ansichten', die der Journalist und damalige Geschäftsführer des Verkehrsvereins Schwelm, Günther Gedat, schrieb. Die Westfälische Rundschau schrieb: Wie war es vordem doch so schön! Das wäre das passende Motto für ein ansehnlich gestaltetes und geschriebenes kleines Buch, das auf dem Schreibtisch der Redaktion landete. Da blättert man Seite um Seite, insgesamt 120 mal, je ein Postkartenmotiv aus Schwelms alten Tagen auf. Vom Beginn der Fotografie bis um 1930 herum sind erstaunlich scharf reproduzierte Schnappschilsse zusammengestellt, die alle festgehalten haben, wie Schwelm zu Großmutters Zeiten aussah ... Ein ken ntnisreicher Text kommentiert die Bilder.

Die Gevelsberger/Ennepetaler Zeitung berichtete: Wer

sich für das alte Schwelm interessiert und etwas in Nostalgie senwelgen möchte, filr den hat der Verlag Europäische Bücherei das Richtige bereit: Den Band 'Schwelm in alten Ansichten'. Die Bilder, die meistens Postkartenmotive zeigen, sammelte Kleinhempel größtenteils im Gespräch mit alten Schwelmer Bûrgern. Gespiekt mit vielen Einzelheiten aus der Stadtund Familiengeschichte Schwelms sind die Kommentare zu jedem der Bilder.

Daß Band I besonders großen Anklang bei jenen Schwelmern fand, die seit vielen Jahren im Ausland leben, beweisen zahlreiche Briefe, die mich erreichten, und in denen mir Dank und Anerkennung für das Buch zum Ausdruck gebracht wird. Dafür möchte ich allen Schwelmern an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Stellvertretend für alle, soll hier auszugsweise den Brief von Paul Mündelein, Stockton, zitiert werden: Dank an den Schöpfer des Buches 'Schwelm in alten Ansichten'. Nun ist es da, worum ich bat. Ich mußte lange darauf warten, ein Buch von meiner Heimatstadt: Mein 'Schwelm in alten Ansichtskarten'. Der Schöpfer hat nun Stiick für Stück so liebevoll drin eingetragen, so daß man auf den ersten Bliek gleich alles weiß, ohne zu [ragen. Die Bilder zeigen rein und klar die Heimatstadt, wo ich geboren; mit Bauten zwei-, dreihundert Jahr, von denen viele ging'n ver-

loren. Die schönen Häuser, alten Stätten, wo ich gelebt, wo ich geschafft, sie sind, denn niemand konnt' sie retten, durch Krieg und Alter weggerafft. Die Kirche zeigt sich wunderbar, wo ich getauft und konfirmiert, und später dann zum Traualtar meine geliebte Braut gefiihrt. Gott segne meine Heimatstadt und alle Biirger, die drin leben. Dem, der das Buch geschaffen hat, sei Lob und Dank von mir gegeben.

Im April 1979 erhielt ich dann einen Brief vom Verlag in dem es heißt: Soeben ist der 2. Druck des Buches 'Schwelm in alten Ansichten' erschienen. .. Es freut uns sehr, daß dieser neue Druck erscheinen konnte, und wir glauben, daß Ihre Arbeit den Einwohnern und Alt-Eingessenen von Schwelm gut gefallen hat. Und schließlich wird mir in einem zweiten Brief geschrieben: Wie Ihnen selbstverstänäticb bekannt ist, hat Ihr Bildband 'Schwelm in alten Ansichten' bei der Bevölkerung einen guten Anklang gefunden. Auch wir waren iiber die Zusammenstellung des ersten Bandes sehr zufrieden. Dieserhalb erlauben wir uns, Sie wieder um Ihre Mithilfe zu bitten, und wir würden es sehr zu schätzen wissen, von Ihnen zu erfahren, ob Sie bereit sind fiir uns einen zweiten Bildband zusammenzustellen.

Nun, ich war bereit und habe die Arbeit aufgenommen. Das Ergebnis liegt nun mit 'Schwelm in

alten Ansichten' Band 2 vor. Ich hoffe, daß auch dieses Buch Anklang bei allen Schwelmer Bürgern findet. Diesmal habe ich mich bewußt nicht ausschließlich auf die Schwelmer Stadtlandschaft konzentriert, sondern auch einige der ältesten Schwelmer Unternehmen und Vereine mit hineingenommen. Die Geschichte einer Stadt ergibt sich nicht nur aus bedeutenden Ereignissen und Vorgängen, sondern vor allem aus der Industrieentwicklung sowie aus der Farnilien- und Vereinsgeschichte. Sie formen in erster Linie das Gesamtleben in einer Stadt. Dazu gehören auch Verbände wie Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz und andere Hilfsorganisationen.

Für Schwelm war die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Elberfeld-Schwelm im Jahre 1847 der Anbruch einer neuen Zeit. Vorher - im Jahre 1846 - war die Stadtsparkasse Schwelm gegründet worden. Es folgten 1847 die Gründung des Christlichen Vereins junger Männer, der Turngemeinde 'Zur roten Erde' und 1862 die Anfänge der heutigen Kolpingfamilie.

Die Fabrik wurde zum Symbol der neuen Zeit. Das Leben in Schwelm bekam ein andersartiges Gesicht. Aus dem Ackerstädtchen Schwelm entwickelte sich die Fabrikstadt mit einer bedeutenden Textil- und Eisenindustrie. Die Entwicklung Schwelms zeigt sich deutlich in ihrer Bevölkerungszahl: Von 1817 bis

1849 stieg die Zahl der Einwohner von 2 891 auf 4288; bis 1900 waren es bereits 16890. Heute hat die Kreisstadt Schwelm über 32 300 Einwohner. Eine Anzahl der alten Firmen existiert nicht mehr, aber viele haben sich bis in unsere Zeit hinein behaupten können und geben zahlreichen Schwelmern Arbeit und Brot. Nicht alle über 100jährigen Schwelmer Unternehmen können in diesem Buch erwähnt werden, da mir einige kein Material zur Verfügung stellen konnten. Vielleicht kann das in einem weiteren Band nachgeholt werden.

Bedanken möchte ich mich aber bei all jenen Unternehmen, die mir Bild- und Informationsmaterial zukommen ließen. Großen Dank schulde ich auch Herrn Detlev Weinreich, der mich ebenfalls mit Informationen und alten Fotos bei der Zusammenstellung des Buches unterstützte. Fotos vom alten Schwelm stellten mir ferner zur Verfügung: Frau Alma-Luise Franz, Tochter des Schwelmer Fotografen Ewald Grüterich (1855 bis 1938), Friedrich Steinbrink, Karl-Friedrich Küpper, Frau Dr. Emilie Kiep-Altenloh (Hamburg), Guido Korff, die Brauerei Schwelm, Hans Reichmann (Deutsches Rotes Kreuz), Ehrenhauptbrandmeister Herbert Sauerland (Freiwillige Feuerwehr Schwelm) und Apotheker Heinz Dicke. Eine wahre Fundgrube waren für mich das Archiv und die alten Zeitungs-

bände der Schwelmer Zeitung, der ich über siebzehn Jahre als Redakteur angehörte. Mein ehemaliger Kollege Herbert Bergmann baute in über fünfundzwanzig Jahren ein Archivauf (zu dessen Bereicherung auch ich beitrug), das sich sehen lassen kann.

Literaturhinweis:

Als Literaturquellen wären unter anderem zu nennen:

Jahresgaben des Vereins für Heimatkunde Schwelm, Schwelmer Heirnatbrief, 'Ut dä Nohberschaft', Sonderbeilage der WZ-Schwelmer Zeitung; 'Geschichte der Stadt Schwelm' von Dr. Emil Böhmer; 'Bilder aus der Geschichte van Schwelm' van Dr. Wilhelm Tobien; 'Kirchengeschichte van Schwelm' van DI. Tobien; Festschriften der Kolpingfamilie, des Kolpingchores, des CVJM Schwelm, der Freiwilligen Feuerwehr Schwelm, der SGV-Abteilung Schwelm; der Firmen Schwelmer Eisenwerk, Gebr. Betz, Friedrich Erfurt & Sohn, Schmidt GmbH & Co. KG., Schaumburg & Sieper, Robert Zassenhaus.

Die meisten der in diesem Buch veröffentlichten Ansichtskarten und Fotos stammen aus meiner Heirnatsammlung, die ich seit Ende des Zweiten Weltkrieges zusammengetragen, teilweise auch käuflich erworben habe.

1. Das massive Steinhaus Kirchstraße 5 blieb verschont von den beiden großen Stadtbränden (1722 und 1827). Es trug schon damals ein Schieferdach statt der noch vielfach üblichen Strohdecken. Das Haus gehörte bis 1765 der Familie Stock und bis 1824 der Familie Mund. Dr. med, Ferdinand Spitzbarth, der durch weibliche Erbfolge Eigentümer wurde, verkaufte das Haus im Jahre 1833 an Dr. med. Friedrich Klein. Von diesem kam es 1862 an den Kaufmann Herz Meyer, der es 1869 an den Bäcker und Gastwirt Carl Beecker veräußerte. Unser Foto stammt aus der Zeit, als Heinrich Schnütger die Restauration in diesem Haus betrieb. Im Fachwerkhaus Kirchstraße 3 (links im Bild) wohnte 1701 der Apotheker Johann Mircken, der 'die Chyrurgie mittreibet', Eigentümer war bis 1793 die Familie Stock.

2. Das Haus Südstraße 1 wurde von Steffen Mehler erbaut, der während des Dreißigjährigen Krieges Rentmeister war. Es folgte als Besitzer Christoph Martin Reckelmann, Prokurator des Hochgerichts Schwelm. Sein Vater, Dietrich Rechelmann, Rentmeister von Wetter und Richter zu Hamm, besaïs um 1625 ein Haus an der unteren Kölner Straße (heute Gaststatte Dittmar) welches dem Stadtbrand von 1722 zum Opfer fiel. Hier wurde 1655 die Schwelmer Reformierte Gemeinde gegründet. Steffen Mehler heiratete 1664 als Witwer Anna Margaretha Mähler, Tochter des verstorbenen Wilhelmi genannt Mähler. Im Jahre 1711 übernimmt Hans Wilhelm Tackenberg (gestorben 1724) das Haus. Sein Vater, Johannes Tackenberg, hatte das Haus von Rechelmann erworben, 1772 ersteigerte der Postbote Wilhelm Schneider das Haus für 150 Reichstaler.

3. Wie diese alte Postkarte zeigt, war der 'Rheinische Hof auch als Ausflugslokal angelegt. Sein Name könnte auch eine Anspielung auf die erwarteten Ausflügler sein, aus dem nahen Rheinland, so wie früher ja die unweit gelegene 'Schnupftabaksmühle' besonders viele Barmer und EIberfelder anlockte. Der 'Rheinische Hof war lange Jahre ein kultiviertes 'Etablissement'. In seinem Saal gab das Langenbach'sche Orchester aus Wuppertal, Vorgänger des Städtischen Orchesters, seine Abonnementskonzerte mit niveauvollen Programmen. Das war vor dem Ersten Weltkrieg. Die damalige Barmer Bergund Straßenbahn hatte direkt vor der Haustür eine Haltestelle.

4. Das im Zweiten Weltkriege zerstörte Fachwerkhaus Kölner Straße 49 (links im Bild) war seit 1834 im Besitz der Familie Nolte, die es 1979 an den Bandwirker Wilhelm Franzmann verkaufte. Das Haus Kölner Straße 51 (rechts daneben) ließ der Schreiner Heinrich Spielfeld im Jahre 1802 erbauen; abgebrochen wurde es 1977. 'Im Rocho!Z' lautete die alte Katasterbezeichnung für das Haus Kölner Straße 56 (rechts im Bild). Der Branntweinbrenner Engelbert Dürholt ließ es im Jahre 1836 anstelle eines alten Hauses erbauen. Im Hintergrund sind einige Häuser der Weilenhäuschenstraße zu erkennen.

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