Sebnitz und Umgebung in alten Ansichten

Sebnitz und Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Schober
Gemeente
:   Sebnitz und Umgebung
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6307-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sebnitz und Umgebung in alten Ansichten'

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Sebnitz und Umgebung in alten Ansichten

von Manfred Schober

Die Originale der Bildvorlagen befinden sich im Besitz des Sebnitzer Kunstblumen- und Heimatmuseums 'Prof. Alfred Meiche' bezie-

hungsweise in Privatbesitz.

Meiner Mutter zum 80. Geburtstag

15BNIO: 90 288 6307 9 15BN13: 978 90 288 6307 I

© 1996 Europäische Bibliothek - ZaltbommeliNiederlande © 2011 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1996

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Einleitung

Das vorliegende Bändchen ist eine Fortsetzung des im [ahre 1991 in der gleichen Reihe erschienenen Titels 'Sebnitz in alten Ansichten' . Es bringt ergänzend dazu eine weitere Folge alter Ansichten von Sebnitz und Fotos von festlichen und wichtigen Höhepunkten und Ereignissen im Leben der Stadt im Zeitraum von etwa 1850 bis 1951. Außerdem werden die nach Sebnitz eingemeindeten Dörfer Hertigswalde, Hof- und Amtshainersdorf sowie Schönbach und von den Sebnitzern gerne besuchte Ortschaften und Ausflugsziele im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet in Bildern und kurzen erklärenden Texten vorgestellt. Obwohl Sebnitz bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nie Verwaltungsmittelpunkt war, besaß es als Marktort von jeher eine gewisse Anziehungskraft für die Bewohner des umliegenden Gebietes. Wenn in der Stadt [ahrmarkt war (ab 1 61 7 wurden jährlich vier und ab 1822 jährlich fünfjahrmärkte abgehalten), dann war das für die Dorfleute ein Anlaß, die Stadt zu besuchen, um hier aus dem vielfältigeren Marktangebot herauszusuchen und zu kaufen, was man benötigte und was es auf den Dörfern nicht zu kaufen gab. Der Erfolg des Jahrmarktgeschäftes war allerdings erst dann gesichert, wenn sich auch zahlreiche Besucher aus dem nordböhmischen Niederlande einfanden. Deshalb gestattete der sächsische Landesherr im [ahre 1 748 dem Rat zu Sebnitz, die Märkte auf solche Tage zu legen, 'an denen Besuch aus Böhmen zu erhoffen' sei. Gleicher Beliebtheit wie das [ahr-

marktstreiben erfreuten sich ebenso die in der Stadt abgehaltenen Feste, besonders aber die alljährlich durchgeführten Schützenfeste.

Als im Laufe des 19. [ahrhunderts in Sebnitz zahlreiche Fabriken entstanden, die Papier, Webwaren, Petroleumlampen, Knöpfe und vor allem Kunstblumen herstellten, wurde die Stadt für die Bewohner der umliegenden OrtschaftenArbeitsort.

Natürlich gingen auch die Sebnitzer gerne in die umliegenden Gemeinden, um Verwandte und Bekannte zu besuchen, oder um einen Ausflug zu machen. Viel durfte ein solches Vergnügen nicht kosten. Eine Sebnitzerin schreibt in ihren Erinnerungen über einen Ausflug, den sie zusammen mit den Eltern und Großeltern um das [ahr 1870 unternahm: 'Diese Tagespartie war sehr billig; auf dem Winterberg und Kuhstall je eine Flasche Bier gemeinsam, das war die Zeche. Frühstück, Mittag- undVesperbrot bildeten das große Fuder Butterbemmen, das von zu Hause mitgenommen war. Alle aber waren zufrieden damit, denn keins wußte, daß man üppiger leben könnte.'

Wohlhabende Leute fuhren am Sonntag mit der Kutsche zu einem der zahlreichen Gasthöfe in der Umgebung. Die Fleischer- und Bäckermeister trachteten jedoch darauf, daß entweder jemand daheim blieb oder daß sie am späten Nachmittag wieder zurück waren, um Kunden bedienen zu können, die Kuchen bzw. Fleischund Wurstwaren benötigten.

Großer Beliebtheit erfreuten sich Ausflüge in das nahe nordböhmische Niederland. Zu den mit Vorliebe besuchten Volksfesten gehörten das 'Einsiedler Schießen', das Annafest in Lobendau und das Börnelfest in Wölmsdorf

In Böhmen war manches anders als in Sachsen. Manche Lebensmittel waren billiger. Deshalb wurdc ' gepascht', das heißt heimlich und unter Umgehung der Zollgesetze über die Grenze gebracht. Verständigungsschwierigkeiten bestanden nicht, denn der größte Teil der hier lebenden Menschen waren Deutsche.

Manfred Schober

Am 15. September 1854 brach in der Hainersdorfer Gasse (heute Schandauer Straße) ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete und das

Stadtzentrum mit dem Rathaus, dem Malzhaus, der Schule, 72 Wohnhäusern sowie 42 Scheunen und Hintergebäuden zerstörte. 733 Ein-

wohner wurden obdachlos und verloren fast alle Habe. Die Lithographie zeigt die Marktgegend am Tage nach dem Brande.

2 Blick auf Sebnitz von der Bergstraße. Das Foto entstand um das [ahr 1900. Damals begann man mit der Bebauung des Knöchels und des Geländes am Finkenberg.

3 An der Hertigswalder Straße haben sich einige Häuser erhalten, die vor dem 19. Jahrhundert erbaut wurden. Im Hause Hertigswalder Straße 26 befand sich bereits am Ende des 17. Jahrhunderts eine Schmiede. Sie gehörte damals einem Schmied ChristoffPeschke. Unter dem Schauer erledigte der Schmied auf der Straße solche Arbeiten wie den Hufbeschlag der pferde. (Aquarellierte Zeichnung, Mitte des 19. Jahrhunderts.)

4 Die Häuser übergasse 33 (links) und übergasse 3S (rechts) um das Iahr 1890. Beide Häuser wurden inzwischen wegen Baufälligkeit abgebrochen.Vor diesen Häusern befand sich auf der Straße noch am Anfang des 19. Jahrhunderts ein Schlagbaum. An ihm mußten Fuhrwerke, die von außerhalb kamen, einen Pflasterzoll entrichten.

5 Im Iahre 1904 wurde das dem Schlossermeister Wenzel gehörige Haus Hertigswalder Straße 3 abgetragen. An dieser Stelle entstand die Blumenfabrik von Vollmann.

6 Alte Häuser an der Langenstraße auf einem Foto aus der Zeit um 1900. Ihre Dächer waren damals noch mit Holzschindeln gedeckt.

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