Seehausen in alten Ansichten Band 1

Seehausen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Kurt Maass
Gemeente
:   Seehausen
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5900-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Seehausen in alten Ansichten Band 1'

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29. Die Wasserversorgung der Bevölkerung erfolgte über Jahrzehnte aus öffentlichen Brunnen. Die auf dem Bild noch funktionierende Pumpe in der Grabenstraße war für gutes Trinkwasser bekannt. In Eimern wurde das Wasser von den Bewohnern geholt. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es die ersten separaten Hauswasserversorgungen; zunächst mit Hand-, später mit Motorpumpen. Eine zentrale Wasserversorgung aus dem öffentlichen Netz gibt es erst seit 1984.

Seehausen in der Altmark Neubau der Neuen Torbrücke 1909

30. Das Neue Tor unterschied sich von den vier anderen Toren der Stadt dadurch, daß es kein Torbau im herkömmlichen Sinne war. Es führte nur eine hölzerne Brücke für Fußgänger über den Aland. Erst mit dem Bau der Fahrstraße nach Osterburg entstand hier eine breite Brücke für Fuhrwerke. Diese hölzerne Brücke wurde 1909, wie das Bild zeigt, durch eine Steinbrücke ersetzt. Umfangreiche Arbeiten waren beim Brückenneubau notwendig.

31. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1928 und zeigt Arbeiter bei der Verbreiterung und Vertiefung des Alandarmes im Bereich der Petristraße. Man hat alle kleinen Krümmungen im Rahmen dieser Maßnahme begradigt. Gleichzeitig hat man die Schlick- und Schlammassen aus dem Flußbett beseitigt und die Böschungen neu angelegt. Im Hintergrund sieht man die Obstbäume des Pfarrgartens. Das herausragende Gebäude ist der Speicher der Firma I.C. Schulze.

32. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts führte über den Umflutgraben eine breite Holzbrücke. Diese wurde irn Zusammenhang mit der neuen Straßenführung in Richtung Osterburg im Jahre 1844 gebaut. Sie ruhte auf gemauerten Pfeilern. Zu erkennen ist auch das ursprünglich wesentlich breitere Flußbett des Umfluters. Rechts von der Brücke ist das Pfarrhaus in der Großen Brüderstraße. Eine GedächtsnistafeI erinnert an den Prediger Carl Wilhelm KIäden, der in diesem Hause geboren wurde und als Lehrer und Inspektor des Schindlerschen Waisenhauses in Berlin tätig war.

33. Im Jahre 1891 wurde das städtische Krankenhaus auf dem ehemaligen Tegtmeyerschen Holzplatz gebaut. Der ursprüngliche Teil ist auf der Abbildung am linken Bildrand als Backsteinbau erkennbar. Es lag inmitten eines Kiefernbestandes. 1919 forderte Dr. Steinert als Chirurg des Krankenhauses einen Neubau. 1924 wurde dieses Gebäude umgebaut und durch einen Anbau erweitert. Dieser mit Efeu bewachsene Erweiterungsbau ist im Vordergrund zu sehen. Bis 1937 war es städtisches Krankenhaus; danach Gauheilstube des Reichsarbeitsdienstes. 1945 wurde der Stadt das Krankenhaus wieder übergeben.

34. Mit dem städtischen Krankenhaus in Seehausen verbunden ist eine herausragende Persönlichkeit, Herr Dr. med. Albert Steinert. Er war von 1914 bis 1937 Chefarzt des Krankenhauses. Unabhängig davon hatte er eine Privatpraxis in der Beusterstraße. Am 14. April 1945 wurde er in Wittenberge von der Waffen SS erschossen. Durch seinen persönlichen Einsatz als Parlamentär verhinderte er im Jahre 1945 den Beschuß der Stadt. Das Krankenhaus trägt heute ihm zu Ehren seinen Namen.

35. Im Jahre 1900 wurde das Kaiserliche Postamt auf dem Gelände des ehemaligen Dominikanerklosters inmitten der Stadt gebaut. Die Postbeförderung in die umliegenden Dörfer erfolgte bis 1921 durch Postkutschen wie sie an der rechten Seite des Gebäudes zu erkennen ist. Auf dem Gebäude war bereits ein Aufbau für die Schaffung von Telefonanlagen installiert. 1903 gab es in der Stadt schon 34 Fernsprechanschlüsse; 1913 waren es bereits 110. 1927 wurde die Anlage vom Handauf den Wählbetrieb umgestellt. Im Postgebäude befand sich das Wählamt. Vor dem Postgebäude entstand eine Grünanlage mit Sträuchern durchsetzt. In dieser Anlage wurde am 9. September 1906 das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 eingeweiht.

Sechausen in der Altmark

36. Im Zeitraurn von 1921 bis 1931 wurden Briefe, Päckchen und Pakete von den Landbriefträgem mit Dienstfahrrädern in die umliegenden Orte gebracht und zugestellt. Vor ihrer Abfahrt sind die Landbriefträger vor dem Postamt aufgenommen worden. Es gab sechs Landbriefträgerbezirke. Mit dem Fahrrad wurde die Post in die Außenbereiche der Stadt bis in die Dörfer Schönberg, Falkenberg, Priemem, Krüden und Beuster befördert. Die Landbriefträger wurden in ihrer Tätigkeit abgelöst durch die am 1. März 1931 eingeführte Kraftpostbeförderung.

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37. Die Zentral-Molkerei bestand seit 1888 und wurde im Jahre 1900 umgebaut und mit Kühl- und Verarbeitungsmaschinen ausgestattet. Die Rampe vor dem Gebäude diente der Milchanfuhr und der Abfertigung der Milchwagen. Durch die vielen Grünlandflächen in der Wische war die Futtergrundlage für die Rinder vorhanden, so daß täglich viel Milch angeliefert und zu Milchprodukten verarbeitet werden konnte. Im Jahre 1912 verarbeitete die hiesige Molkerei insgesamt 959 OOG Liter Milch.

38. Der Milchwagen der Zentral-Molkerei wurde täglich von einem Pferd durch die Stadt gezogen. Eine Glocke an der Seite des Wagens läutete die Kunden heran. Die Milch wurde in einem großen Behälter im hinteren Teil des Wagens transportiert. Mit einem Meßbecher wurde die gewünschte Milchmenge in kleine Kannen oder Töpfe gefüllt. Diese Art der Belieferung mit Milch und Milchprodukten wurde bis nach dem Jahre 1945 von der Bevölkerung gut angenommen.

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