Seehausen in alten Ansichten Band 1

Seehausen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Kurt Maass
Gemeente
:   Seehausen
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5900-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Seehausen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. In der Mühlenstraße war die Niederlassung der Magdeburger Brauerei ansässig. Wir sehen, wie dieser Bierwagen, von zwei kräftigen Pferden gezogen, über den Kirchplatz rollt. Das Geschäft lohnte sich, denn um 1900 gab es in der Stadt mehrere Hotels, kleinere Wirtschaften und größere Gaststätten, die von dieser Niederlassung mit Faß- und Flaschenbier beliefert wurden.

40. Das ist ein Bild von einem Gewerbe, das inzwischen in der Stadt nicht mehr vorhanden ist. In der Beusterstraße besaß die Korbmacherei Thiem diesen Handwerksbetrieb über Jahrzehnte. Die Familie stellt auf dem Bild ihre Korbflechterprodukte vor. Es waren Kiepen und Körbe für Landwirte und Gartenbesitzer; aber auch Korbsessel, Wäschekörbe und Wäschetruhen für die Bevölkerung. Das verwendete Material waren Weidenruten und Rohr.

41. Im Hause Steinstraße 12 gab es seit 1885 die Druckerei für das Seehäuser Wochenblatt. Das Bild zeigt einen Bliek in die Handsetzerei. Dahinter befand sich der Maschinenraum; bis 1881 ebenfalls mit einer Handpresse für den Druck ausgestattet. Gegründet wurde die Zeitung von J.W. Semmler. Am 3. Mai 1858 erschien die erste Zeitung des laufenden Jahrgangs. Im Jahre 1912 wurde die Druckerei von Herrn Wilhelm Voigt übernommen. Sie war eine beliebte Tageszeitung für die Stadt Seehausen und Umgebung. Die letzte Ausgabe des Seehäuser Wochenblattes erschien am 11. April 1945.

42. Die Ziegelei Feldneuendorf produzierte seit 1830 Ziegelsteine für Baufirmen in Seehausen und Urngebung. Hinter der im Bild erkennbaren Transformatorenstation befanden sich die Lehm- und Tongruben, aus denen das Material mit einer kleinen Feldbahn in die Ziegelei befördert wurde. In der Vorderfront stehen Hallen, in denen die gepreßten Naßsteine getrocknet und danach in einem Ringofen gebrannt wurden. Die Ziegelei war bis 1945 im Besitz der Familie Haberland.

Se etje ufe n i. b. 7lftmarR in ber ÜIJerfcgwemmu'!!l 1909.

(Siiëfeite). '[He 7lrtftabt unter 1lJaJJer.

????

:;

43. Durch mehrere Deichbrüche der Elbe bei Berge kam es in Seehausen im Jahre 1909 zu großen Überschwemmungen. Ein Bliek vom Kirchturm zeigt das ganze Ausmaß dieser Überflutungen, von denen neben der Altstadt auch alle umliegenden Wiesen- und Ackerfiächen betroffen waren. Im Seehäuser Wochenblatt hieß es dazu wörtlich: 'Wohin das Auge blickt, ob nach Süd oder Nord, Ost oder West, nichts als Wasser und wieder Wasser'. Die Flutwelle kam am 18. Februar 1909 nach Seehausen. Der Aland stieg in kurzer Zeit um mehrere Meter.

44. Dieses Bild vermittelt einen Eindruck von der Überschwemmung des Jahres 1909 im Bereich der damaligen Osterburger Chaussee, der heutigen Lindenstraße. Mit Pferdefuhrwerken oder mit Booten erreichten die Bewohner ihre von Wasser umgebenen Häuser und Wohnungen. Viele Schaulustige versammeln sich vor dem Gasthaus Gädke und beobachten das stetige Steigen des Wassers in ihrer Stadt.

45. Das Wasser in der Osterburger Chaussee stieg weiter an, so daß mit Pferdefuhrwerken ein regelrechter Fährbetrieb zu den Häusern und Wohnungen eingerichtet wurde. Vor der Einfahrt zur Bahnstraße erkennt man Stege, die über dem etwa ein Meter hohen Wasserstand errichtet wurden und am linken Bildrand einen Kahn. Am 23. Februar 1909 war der Wasserstand in diesem Bereich unverändert. Die Häuser waren von Wasser eingeschlossen und die Keller überflutet. Ein Sinken des Wasserstandes war zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht in Sicht.

46. Am 18. Februar 1909 stand fast die gesamte Bahnstraße unter Wasser. Das Bild zeigt aber auch die noch geringe Bebauung in den tiefer gelegenen Stellen dieser Straße um diese Zeit. Der Teil zum Bahnhof hin lag höher und wies schon eine geschlossene Bebauung auf. Diese Häuser wurden aber auch vom Wasser erreicht. Am 27. Februar 1909 fuhren immer noch Kähne auf der Bahnstraße; erst am 2. März war sie wieder ungehindert passierbar.

47. Aus dem relativ schmalen Umflutgraben wurde bei der Überschwemmung im Jahre 1909 ein großer See. Die Jungfernwiese und der gesamte Jungfernstieg standen unter Wasser; ebenso die Keller der umliegenden Häuser. Die Holzbrücke über dem Umflutgraben am Schultor war gerade noch passierbar.

Die Kaiserin im Überschwemmungs~ebiet der Altmark.

Die Kaiserin in Seehausen-Attmark,

R J. G. ohct,

48. Am 2. März 1909 traf die Kaiserin mit einem Extrazug in Osterburg ein. Am 3. März besuchte sie die vom Hochwasser geplagte Stadt Seehausen und wurde vor dem Rathaus empfangen. Herr Bürgermeister Cain hielt die Begrüßungsansprache und die Schülerin Lia Kluth überreichte der Monarchin Maiblumen. Mit zwei Automobilen der kaiserlichen Hofhaltung fuhr sie anschließend durch die Beusterstraße bis zur Werbener Chaussee; weiter ließ es das Hochwasser nicht zu.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek