Seehausen in alten Ansichten Band 1

Seehausen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Kurt Maass
Gemeente
:   Seehausen
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5900-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Seehausen in alten Ansichten Band 1'

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49. Weithin sichtbar aus westlicher Richtung die Kirchtürme der St.-Petri-Kirche. Diese Zeichnung entstand in der Zeit um 1900. Im Vordergrund ist zu erkennen, daß die Kiefernbestände bis fast an die Bahngleise reichten; auch innerhalb der Stadt und in der Umgebung war um diese Zeit noch viel Grün vorhanden. Später wurde der Wald immer mehr verdrängt und dafür Spargelbeete angelegt. Am linken Bildrand sieht man den Schornstein der Konservenfabrik. Diese wurde 1900 gebaut und war ein Saisonbetrieb, der vor allem Spargel, Erbsen und Bohnen verarbeitete. Rechts von diesem Schornstein erkennt man das Beustertor mit der Turmspitze und den Rathausturm.

Schillerbain- Bingang

50. Der 1852 gegründete Verschönerungsverein erhielt im gleichen Jahr von der Stadt das Armeleuteland vor dem Neuen Tor und schufhierinmühevoller Arbeit eine Parkanlage. Zum 100. Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller wurde diese Anlage am 10. November 1859 eingeweiht als Schillerhain. Am Eingang des Parkes steht ein Gedenkstein, der aus diesem Anlaß aufgestellt wurde. Auf der Rückseite dieses Steines wird an den 100. Todestag, den 9. Mai 1905, erinnert. Die Straße zum Schillerhain wurde zur gleichen Zeit mit jungen Linden bepflanzt.

51. In der weiteren Gestaltung des Schillerhaines wurde im Rahmen der Flußbettverlegung die Steingrotte im Jahre 1865 errichtet. Eine Bankgruppe vor der Grotte wurde geschaffen. Von hier aus hatte man einen schönen Ausblick auf den Aland und das Land jenseits des Alands, dem Kuckhorning. Ein weiter Bliek in die Wischelandschaft rundete das Bild von diesem Ruheplatz ab. Mit dem Bau des Waldbades im Jahre 1937 wurde die Grotte mit der Bankgruppe beseitigt.

52. Der Karpfenteich im Schillerhain entstand durch eine Alandregulierung im Jahre 1865. Diese war notwendig geworden, da der Aland unmittelbar an dem 1861 geschaffenen Wilhelmplatz sein Flußbett hatte. Zur weiteren Ausgestaltung des Schillerhaines als Parkanlage ließ man diesen ursprünglichen Alandabschnitt als Gewässer bestehen. Eine Holzbrücke führte über den Karpfenteich. Sie stürzte 1877 ein und wurde abgerissen. Eine neue Brücke wurde nicht wieder errichtet.

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Das neue motorboot "Seehausen- RItmar h"

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53. Um die Jahrhundertwende warb die Stadt Seehausen in einem Prospekt um Gäste unter dem Titel:

Seehausen -Stadt der Gärten, Wälder, Wiesen und Felder. Als eine Attraktion wurde am 18. April 1909 die Motorschiffahrt auf dem Aland eingerichtet mit einem Boot, das die Passagiere von der Steintorbrücke bis zum Schillerhain in Höhe des Kurhauses und zurück beförderte. Auf diesem Bild sieht man das große Interesse der Einwohner und Gäste an dieser feierlichen Einweihung. Gleichzeitig erhielt das neue Motorboot den Namen: Seehausen-Altmark.

54. Nach dem Schillerhain wurde im Jahre 1870 durch den Verschönerungsverein der Kaiserplatz mit dem Goldfischteich angelegt. In diesem kleinen Teich waren Goldfische ausgesetzt. Bei dem Hochwasser im Jahre 1909 war der Kaiserplatz überschwemmt und der Goldfischteich über seine Ufer getreten. Viele Goldfische waren danach verschwunden und mußten ersetzt werden. Auf dem Weg zum Forsthaus Barsberge war diese Anlage immer wieder Anzîehungspunkt für die Einwohner und Gäste. Allein 150 verschiedene Straucharten wurden um den Goldfischteich gepflanzt. Im Jahre 1939 wurde dieser kleine Teich zugeschüttet. Von dem Kaiserplatz ist nur noch die im Jahre 1871 gepflanzte Kaisereiche und ein Gedenkstein erhalten.

55. Ein beliebtes Ausfiugsziel für Einheimische und Gäste ist seit 1894 das Forsthaus Barsberge. Der Wanderweg nach Barsberge führte schon vor dem Bahnübergang durch Waldgebiete bergan bis zu diesem Ziel. Es ist eine Anhöhe zu überwinden, denn Barsberge liegt 56 Meter, die Stadt Seehausen nur 19 Meter über dem Meeresspiegel. Beim Aufstieg zum Forsthaus gingen die Kiefembestände immer mehr in Mischwaldbestände über. Um das Forsthaus selbst sind es vor allem Eichen undBuchen.

Seehausen in der Altmark.

Aufstieg zum Forsthaus Baarsberge.

Baarsberge, Telephon Nr.377, Seehausen i. Ä.

56. Seit dem Jahre 1899 ist Barsberge ein Ausflugslokal. Zur damaligen Zeit bestand das Forsthaus Barsberge aus dem auf dem Bild sichtbaren Gebäudekomplex mit einem davor liegenden Nutzgarten. Im Jahre 1894 wurde durch einen Förderverein ein hölzerner Aussichtsturm gebaut. Bei seiner Einweihung bestiegen etwa 600 Menschen diesen Turm und erfreuten sich an dem weiten Bliek in die Wischeniederung. Leider wurde dieser Turm im Jahre 1898 durch einen Blitz getroffen und brannte ab. Er wurde nicht wieder neu errichtet.

57. Das Forsthaus Barsberge wurde im Jahre 1900 für die Bewirtung der Gäste um einen kleinen Saalanbau erweitert, der dem Fachwerkbau des Forsthauses angeglichen war. Eine kleine bescheidene Parkanlage um die Fünf-Brüder-Eiche lud zum Verweilen bei einem Besuch ein. Bei gutem Wetter standen um den Saalanbau Gartentische und -stühle, Hier saßen die Gäste gern und ließen sich bewirten.

aarsberge bei Seebausen i. Altm.

Im Park

58. Ein beliebtes Ausflugsziel an den Sonn- und Feiertagen für die Seehäuser Bürger war das Forsthaus Warthe. Es diente nicht nur als Forsthaus, sondern hier wurden die Besucher von der Försterfamilie bewirtet. Im Vordergrund sieht man die Gartentische und -stühle, die zu einer Rast einluden. Der Warthesteig von Seehausen bis zu diesem Forsthaus führte durch Wiesen, Felder und Wälder. Das Forsthaus verdankt seinen Namen einem im Mittelalter errichteten Außenfort, einst 'Blumenwarthe' genannt. Letzte Reste dieses Wachturmes vor dem jetzigen Forsthaus waren noch bis zum Jahre 1930 erhalten.

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