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Seehausen in alten Ansichten Band 2

Seehausen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Kurt Maass
Gemeente
:   Seehausen
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6116-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Seehausen in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Vorn Kirchturm und dem Turmwächter der St. -Petri-Kirche

Im Zeitraum von 1440 bis 1482 erhielten die beiden Türme anstelle des bisherigen niedrigen Walmdaches schlanke gotische Spitzdächer. In dieser Zeit hatte man an einen Turmwächter und an eine Wohnung für ihn nicht gedacht. Als 1563 die Spitze des Südturrnes durch einen Orkan herabgerissen wurde, erhielt dieser keine gotische Spitze wieder, sondern eine welsche Haube. Dabei kam erstmalig der Gedanke eines Turmwächters auf Er sollte aber nur die Sicherheit des Turmes ûberwachen. Im Iahre 1615 kam es dann zur Anstellung eines "I'ûrmers'. In einem mit ihm abgeschlossenen Vertrag stand, daß er oft den Turm besteigen müsse, um Schäden sofort zu erkennen.

Nachdem am 30. August 1 676 ein Blitz die Türme und einen Teil der St.-Petri-Kirche zerstörte, wurden bei den Reparaturen beide Türme mit einer welsehen Haube versehen. Nun sollte auch in einem Turm eine Wohnung eingerichtet werden. In dem Vertrag dazu hieß es:

' ... ein jederTurm mit einer welsehen Haube versehen und jede Haube mit vier Ecktürmchen bekleidet werden soll, so wie der eine vor dem Brande gewesen ist, sowie inwendig im Turme eine Stube und eine Kammer einzurichten'.

Im Iahre 1688 wurde dieTürmerwohnung im Nordturm in erwa fünfzig Meter Höhe erstmalig durch einen Türmer besetzt. Er hatte die Aufgabe, die Sicherheit der Stadt zu kontrollieren, bei Ausbruch eines Feuers die Glocke zu läuten und die Tätigkeit als Pulsant - Glockenläuter und Kalkant (Orgeltreter) - zu übernehmen.Als am Himmelfahrtstag des Iahres 1 722 zwischen zehn und elf Uhr vormittags ein Haus in Brand geriet und den ganzen Nordteil der Stadt einäscherte, konnte der Türmer nicht wachen und die Glocke läuten, weil er zu der

Zeit die Orgelbälge treten mußte. Von diesem Jahr an durfte am

Himmelfahrtstag die Orgel nicht ertönen.

Auf Anregung des Bürgermeisters Paalzow erhielt der Türmer zusätzliche Aufgaben. Die Bezahlung für diese umfangreiche und verantwortungsvolleTätigkeit wurde aufbreite Schultern verlagert. Die Besetzung derTurmwächtersteIle bereitete aber Schwierigkeiten, da sich aus der Stadt kaum einer fand, als Turmwächter zu arbeiten. Der erste Turmwächter von 1688 bis 1704 war Christian Schmidt. Ihm folgten Matthias Schmidt und Jürgen Christoph Schulze. Während seiner Zeit auf dem Turm schlug der Blitz ein und schleuderte ihn, seine Frau und Tochter gegen die Wand. Schlimmer erging es seinem Nachfolger Hans Eberstein. Er wurde 1752 in derTürmerwohnung vom Blitz tödlich getroffen.

Die nun folgenden Türmer waren ausgediente Soldaten, die jährlich 24 Taler für ihreTätigkeit erhielten. Die nachfolgenden Turmwächter waren dann vor allem Zimmerleute, die nebenbei Harken, Spatenstiele und Holzpantoffeln herstellten und einen zusätzlichen Nebenverdienst hatten.

Von 1806 bis 1819 war Peter Storbeck als Turmwächter tätig. Er hatte zusätzlich den Befehl, sofort ins Horn zu stoßen, wenn die Franzosen kämen. Dazu kam es aber nicht, da sie eine andere Richtung einschlugen. Dann sollte er die Schillsehen Husaren melden, verpaßte diese aber ebenso wie der Wärter am Viehtor. Sie preschten in die Stadt und standen plötzlich vor dem verdutzten Stadtdirektor Schroeck. Nachdem derTurmwächter Lüdecke beim Sturz von derTurmtreppe tödlich verunglückte, zog im August 1926 die Familie Würker auf den Turm. HerrWürker konnte aus gesundheitlichen Gründen seinen Zimmermannsberuf nicht mehr ausüben und besetzte die Stelle des Turmwächters. Dabei half ihm seine Frau, denn vielfältige Aufgaben waren zu erfüllen. So war derTurmwächter gleichzeitig Feuermelder. Tag und

Nacht mußte er stündlich einen Kontrollgang vornehmen. Bei Stadtbränden am Tage wurde eine rote Fahne, in der Nacht eine rote Laterne in Richtung Brandherd gezeigt und die kleine Glocke schlug Feueralarm; dazu wurde in ein Feuerhorn geblasen. Bei Waldbränden zeigte eine weiße Falme in die entsprechende Richtung. Die zweiteAufgabe desTurmwächters war das Glockenläuten. Dies geschah zu dieser Zeit teils elektrisch vom Glockenboden aus, teils aber auch per Hand. Eine dritteAufgabe, die derTurmwächter zu erfüllen hatte, war das tägliche Aufziehen der Turmuhr und bis zum [ahre I 943 das Balgtreten für die Orgel.

Die kleine Türmerwohnung bestand aus einem Wohnzimmer, das gleichzeitig Dienstzimmer war, aus einem kleinen Schlafraum und einer Küche. Erst l 935 wurde ein weiterer Raum geschaffen. Das Dienstzimmer war ausgestattet mit einem Feuerhorn, einem Fernglas auf einem Stativ, einem Gästebuch und einem zusätzlichen Feldstecher. Im [ahre I 934 erhielt derTürmer für das Dienstzimmer ein Telefon und ein Rundfunkgerät.

Im Iahre 1943 gab die Familie Würker die Turmwächtertätigkeit auf Herr Fuhr übernahm kurz diese Aufgabe bis] 944. Die letzte Familie, die alsTurmwächter tätig war und in derTürmerwohnung wohnte, war die Familie Lausch von ] 945 bis ] 958. Bei ihnen verringerten sich die Aufgaben dadurch, daß seit l 955 die Tätigkeit als Feuermelder eingestellt wurde und der Türmer nur noch die Aufgabe hatte, als Glöckner tätig zu sein und die Turmuhr regelmäßig aufzuziehen. Auf einem Zwischenboden haben die Familien Lüdecke, Würker und Lausch sogar Vieh gehalten. Hühner, Kaninchen und eine Ziege wurden hier gefüttert und gepflegt. Das war eine zusätzlicheArbeit zu den Erschwemissen, die die Türmerwohnung mit sich brachte. Lebensmittel, Heizmaterial und Trinkwasser mußten von unten bis zur Wohnung transportiert

werden. Nur in einem Wasserfaß wurde Regenwasser aufgefangen. 270 Iahre war dieTürmerwohnung in der St.-Petri-Kirche von einem Turmwächter besetzt.Von 1958 bis 1962 wurde dieWohnung nur noch von Einzelpersonen als Wohnraum genutzt.

Ursprünglich erreichte man die Türmerwohnung durch eine Spindeltreppe, die im Nordturm nach oben führte. Bald war diese ausgetreten und man verlegte den Aufstieg in den Südturm. Von außen führte eine Holztreppe bis in das erste Schlitzfenster. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Treppe abgenommen und ] 642 wieder erneuert. Die heutige Außentür in dem Sûdturm, über die man die Türmerwohnung erreicht, gibt es erst seit 1870.

Viele Besucher konnten die Türmer im Laufe ihrer Tätigkeit begrüßen. Über ein Drahtseil an der Außentür war eine Klingel mit der Türrnerwohnung verbunden. So kam es zur Verständigung zwischen Besucher undTürmer; erst ab 1934 war eine telefonische Anmeldung möglich. DerTurmwächter mußte dann die 165 Stufen hinabsteigen, um dem Besucher Einlaß zu gewähren. Die Besucher trugen sich in das Gästebuch ein, und der Türmer kassierte einen Obulus von I 0 Pfennig für die Turmbesteigung.

Von der Türmerwohnung hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Bei guter Sicht kann man die Elblandschaft mit der Wische gut erkennen und darüber hinaus bis in die Prignitz und ins Havelland schauen. Nach der anderen Seite reicht der Blick über die altmärkische Höhe bis nachArendsee und insWendland. Die Besreigung des Südturmes bis zurTürmerwohnung ist jetzt wieder möglich.

Auch für den zweiten Band stellten mir viele Bürger unserer Stadt historischeAnsichten zurVerfügung. Dafür danke ich ihnen.

1 Ein alter Stadtplan aus der Zeit um 1700. Im Mittelpunkt ist der Stadtkern markiert mit den vier Stadttoren. Auffallig dabei ist die Bezeichnung Osterburgisches Tor anstelle des Viehtores. Tatsache ist, daß der Weg nach Osterburg aus diesem Tor führte mit einer Abzweigung nach Vielbaum. Gut zu erkennen ist derVerlauf des Alands im Norden der Stadt mit den beiden Alandarmen vor dem Mûhlentor. Zu dieser Zeit bestand noch der Schützenwall vor demViehtor. In dem Schûtzengraben des Walles fand noch bis 1790 das FreischieBen der Schützen start. Auf dem Stadtplan sind noch ins-

gesamt sieben Windmühlen auBerhalb der Stadtmauer eingezeichnet.

L:>EEHAUSEN.

2 Das ist ein Bliek auf die St.-Petri-Kirche von Nordwesten her. Im Vordergrund ist noch die alte Holzbrücke als Fußgängerübergang über den Alandumfluter zu sehen. Diese Brücke zwischen dem alten und neuen Friedhof wurde von den Friedhofsbesuchern gern genutzt. Der Alandumfluter führte zu dieser Zeit noch viel Wasser; hervorgerufen durch ein Wehr zwischen der Stein- und Beustertorbrücke. Eine Vielzahl unterschiedlich blühender pflanzen zu beiden Seiten des Umfluters waren charakteristisch.

Die Holzbrücke ist inzwischen abgerissen worden.

3 Dieses Bild zeigt eine Aufnahme von der Turmreparatur des Nordturmes der St-PetriKirche irn Iahre 1930. Die Reparatur wurde von der hier ansässigen Firma des Dachdeckermeisters Paasche ausgeführt. Interessiert schaut der Turmwächter mit seinen beiden Kindern den Arbeiten

zu.

Die Turmreparaturen wurden regelmäßig in Abständen von etwa fünfzig [ahren durchgeführt. Dabei wurden in größeren Abständen die Turmknöpfe abgenommen und geöffnet. Die darin enthaltenen Dokumente wurden von der Kirche archiviert. Neue Dokumente der jeweiligen Zeit wurden in dieTurmknöpfe eingelagert.

Die letzte Reparatur der Tûrme der St-Petri-Kirche fand indenjahren 1977/78 start.

4 Diese Aufnahme zeigt das Dienstzimmer des Turmwächters, das gleichzeitig Wohnzimmer der Familie war. Es war mit wenigen Möbeln eingerichtet. Im Dienstzimmer befanden sich das Feuerhorn und ein Fernglas. Erst im Iahre 1934 wurde die Tûrmerwohnung mit einem Telefon ausgestattet. Ein mit Holz und Kohle zu heizender Kachelofen spendete die Wänne im Winter.

Ein Gästebuch lag im Dienstzimmer aus und viele Besucher, die den Turm bestiegen, trugen sich ein; darunter findet man auch Namen von Gästen aus anderen Erdteilen. Leider ist dieses wichtige Do-

kument mit den Eintragungen bis zum Iahre 1945 nicht mehr auffîndbar.

5 Durch die Abgabe der Bronzeglocken im Ersten Weltkrieg läutete nur noch eine Glocke das [ahr 1 918 ein.

Erst 1927 erhielt die St.-PetriKirche wieder eine neue Stahlglocke, die im gleichen [ahr eingeläutet wurde.

Auf dem Bild sieht man den Aufzug dieser Glocke. Mit einem Flaschenzug gelangte sie durch das im Nordturm befindliche Schalloch auf den Glockenboden. Sie wurde mit dem Plattenwagen des Spediteurs Stegemann zur Kirche transportiert.

6 Im August 1917 mußten die Bronzegloeken und die Zinnregister der Orgel für den Krieg geopfert werden. Auf dem Bild sind die beiden Glocken vom Nordturm zur Erde gebracht worden. Die große Glocke war gerade elf Iahre auf dem Turm, denn sie wurde 1906 in Apolda gegossen.

Im Hintergrund erkennt man die Fenster der Gedächtnishalle und eine Tûr, die in diese Halle fûhrte. Sie ist inzwischen zugemauert worden. Die Gedächtnishalle ist nur vom Haupteingang aus zu erreichen.

7 Das Bild zeigt den Innenraum der St.-Petri-Kirche.

Das Hauptportal ist gewölbt und steht auf acht Pfeilern. Im 17. und 18. [ahrhundert wurde die Orgel durch Blitzeinschläge mehrfach beschädigt. So erhielt die Kirche im jahre 1 867 die im Hintergrund sichtbare Lütkemüller-Orgel mit 44 Registern. Sie wurde im Zuge der Kirchenrestaurierung eingebaut und erklang erstmalig am 29. März 1868 bei der Einweihung der Kirche nach Beendigung der Renovierungsarbeiten. Über die Einweihungsfeier schrieb Bürgermeister Buch: .... die gewaltig, wohlklingenden Töne der OrgeL .. ' Im [ahre 1917 mußten die Zinnregister der Orgel für den Krieg

abgeliefert werden. Sie wurden nach dem Ersten Weltkrieg durch solche aus Zinkaluminium ersetzt.

8 Auf der rechten Seite ist die Kanzel zu sehen. Sie besteht aus einer Schnitzarbeit aus dem [ahre 1 71 0 und zeigt in ihrer Brüstung zwölf Apostelfiguren. Am Fuß ist Johannes derTäufer und auf dem Schalldeckel ist Christus dargestellt.

Im Hintergrund steht der Hochaltar. Es ist eine vergeldete Bildschnitzarbeit.

Im Mittelschiff hängen noch die kugelförmigen elektrischen Beleuchtungskörper. Sie sind bei Renovierungsarbeiten entfernt worden, ebenso die Bankreihen in den beiden Seitenschiffen und eine Empore.

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