Seehausen in alten Ansichten Band 2

Seehausen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Kurt Maass
Gemeente
:   Seehausen
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6116-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Seehausen in alten Ansichten Band 2'

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69 DieseAufnahme zeigt die Schützengilde beim Festumzug im [ahre 1928 in der Steinstraße. Angeführt von einem Musikkorps formierten sich die Schützen in einem langen Zug durch die Stadt. Das Schützenfest fand in der Woche vom 3D.Juni bis 8. Juli statt mit folgendem Programm: Eröffnet wurde es am Sonnabend mit einern Fackelzug und Zapfenstreich. Der Sonntag begann mit einem Kirchgang; diesem schloß sich der Umzug durch die mit Girlanden geschmückten Straßen an und endete am Abend mit einem Feuerwerk. Der Montag gehörte den Kindern mit dem Kinderfest. Am Dienstag und Mittwoch fanden das Königsschießen und

das Ausschießen der Ritterwürde statt.Am darauffolgenden Sonntag endete das Fest rnit der Preisverleihung auf dem Schützenplatz.

70 Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt, der 1905 den Höhepunkt erreichte, bemühte man sich, die Stadt zum Ziel von Touristen zu entwickeln. In Werbeschriften wurde sie als 'Stadt der Gärten, Wiesen und Wälder' betitelt. Auf dem Bild sieht man das Kurhaus Schillerhain. Schon viel früher entstand hier ein Lokal, das von Gastwirt Nagel gebaut und später verkauft wurde. Ursprünglich harte das Lokal den Namen 'Eldorado', das bedeutet Geldland; denn der Wirt machte hier an der Chaussee von Seehausen nach Osterburg gute Geschäfte. Erst um 1900 wurde es Kurhaus. Es lud die Gäste in den angrenzenden Kurpark ein.

Auch Übernachtungsmöglichkeiten wurden geschaffen. Nach dem Ersten Weltkrieg und der folgenden Inflationszeit verlor das Kurhaus an Bedeutung.

71 Am 22.März 1861 wurde die neue Anlage zwischen dem Schillerham undTurnplatz zum 'Wilhelmplatz' geweiht. König Wilhelm 1. dankte dem Verschönerungsverein der Stadt persönlich dafür. Das KrönungsfestWilhelm 1. wurde am 18. Oktober 1 86 1 in Seehausen festlich begangen. Auf dem Programm standen ein Festgottesdienst mit anschließendem Umzug, ein Festessen und den Abschluß bildete am Abend ein Festball.

Die Eiche in der Mitte des Platzes wurde am 13. November 1861 als Friedenseiche gepflanzt unter dem Weihespruch: 'Priede im Land!

Nachbarn die friedliche Hand; Gottes Wille den Menschen als Band.'

72 Auf dem Waldweg von Seehausen zum Forsthaus Barsberge überquert man einen kleinen, sandigen Hügel, der im Volksmund als Chimborazo bekannt ist.

Das Bild zeigt einen Blick von diesem Hügel in die waldreiche Umgebung. Rund um den Chimborazo bestimmen vor allem Kiefernwälder das Landschaftsbild. Erst vor dem Aufstieg zum Forsthaus Barsberge verändert sich der Baumbestand. Von dem reinen Kiefernwald gelangt man jetzt in abwechslungsreiche Laubmischwaldbestände mit Eichen und Buchen.

Noch heute ist der Weg über den Chimborazo ein beliebter Wanderweg zum Forsthaus Barsberge.

73 Dieses Bild vom Forsthaus Barsberge stammt aus dem [ahre 1895. Ein Turmbauverein hatte von der Stadtverordnetenversammlung die Genehmigung erhalten, diesen Aussichtsturm auf Barsberge zu errichten. Inmitten derWald- und Parkanlage erhob sich der hölzerneTurm, der arn 15. Juli 1894 eingeweiht wurde. Von hier konnte man die gesamte Wischelandschaft übersehen und bei klarem Wetter blickte man bis in die Prignitz und auf die jenseits der Blbe gelegenen Kamernschen Berge und den Havelberger Dom.

Am Stiftungsfest im [ahre

1 898 wurde dieser Turm bei einem schweren Gewittersturm umgeworfen und nicht

wieder errichtet. Es gab noch einmal die Anregung, einen 'Bismarckturrn' anläßlich des 100. Geburtstages am 1. April 1 91 5 zu bauen. Es kam aber aus finanziellen Gründen nicht zur Ausführung.

74 Der erste Revierförster aufBarsberge war Förster Hahn. Ihm wurde im Iahre 1873 sein Antrag bewilligt, einen Begräbnisplatz in der Nähe des Forsthauses anzulegen, auf dem die Bewohner von Barsberge beerdigt werden. So entstand der Försterfriedhof. Porster Hahn pflanzte auf dem Begräbnisplatz eine Eiche und legte seine Familiengrabstelle neben dieser Eiche fest, Auf dem Bild sieht man in der Mitte die Eiche; unmittelbar links daneben die Gräber der Familie Hahn. Auf dem leider zerstörten Grabstein stand neben den Lebensdaten folgender Spruch: 'In diesem Wald, den ich über 30 [ahre treu gehegt und gepflegt, móchte ich gern ru-

hen. Fragt die Wälder, wie sie erzogen sein wollen, sie werden es euch besser lehren als Bücher es tun,'

Nachfolgende Förster fanden hier ebenfalls ihre letzte Ruhestätte,

75 In den Rossower Bergen wurden auf dem Weg zur Wolfsschlucht um 1900 eine Gruppe von zwölfLinden gepflanzt, von denen noch heute acht Linden erhalten sind. Die Aufnahme zeigt dieses Rondell im unbelaubten Zustand. In der Nähe befand sich ein Braunkohlentagebau. Im Iahre 1876 wurde die Braunkohlengrube 'August Frledrich' eröffnet. Im November des [ahres 1886 brachen Wassermassen in die Grube ein, und der Abbau mußte eingestellt werden.

1 91 6 wurde ein weiterer Versuch der Kohleförderung unternommen. Durch eine zu geringe Ausbeute wurde die Förderung wieder eingestellt.

76 Eine Sensation für unsere Kleinstadt war die unfreiwillige Landung eines Flugzeuges in der Friedenseiche auf dem Wilhelmplatz. Auf dem Bild ist der Doppeldek ker nach seinem Absturz zu sehen. Viele Bürger der Stadt eilten neugierig und belustigt in den Schillerhain zum Wilhelmplatz.

Der Pilot verließ unverletzt das Flugzeug. Zur Bergung der beschädigten Maschine mußte ein Ast der Eiche abgesägt werden.

Über die näheren Umstände dieses Ereignisses können nur ältere Seehäuser Bürger Auskunft geben.

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