Simmern in alten Ansichten Band 2

Simmern in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Wagner
Gemeente
:   Simmern
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6447-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Simmern in alten Ansichten Band 2'

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59 Das Hauszeichen am Haus Reich in der Kirchberger Straße.

Als Dr. Friedrich Reich

192 9/30 sein Wohnhaus in der Kirchberger Straße errichtete, ließ er an der Giebelseite ein Hauszeichen anbringen. Zwei Ereignisse sind festgehalten: Am 13. Juli 1330 waren sechshundert [ahre seit der Stadtrechtsverleihung Simmerns vergangen. Der Turm aus der Stadtbefestigung und der pfälzische Husar weisen daraufhin. Ein Tag vor der Vollendung des Hauses zogen die Franzosen nach 12 jähriger Besatzung sich aus dem Hunsrück zurück. Daran erinnert der gallische Hahn mit seinem

Blick nach Westen. Die Konsole trägt die Inschrift:

'2. Sept. 1929 begonnen9. November 1929 gerichtet - 1. Juli 1930 vollendet.'

60 Der Einmarsch der Amerikaner am 15. März 1945.

Die Franzosen waren 1918 ohne schwere waffen gekommen. 26 [ahre später beim Einmarsch der Amerikaner sah es anders aus. Gegen Mittag hatten 18 Thunderbolts die Stadt mit Bomben belegt und zehn Menschen getötet. Am Nachmittag eroberten amerikanische Truppen der 4. Panzerdivision und der S. Infanteriedivision die Stadt; elf Menschen kamen während der Kampfhandlungen ums Leben. An mehreren Stellen brannte es. Das Eingreifen der Feuerwehrmänner, noch während die Panzereinheiten durch die Stadt rollten, verhinderte einen Großbrand. Unsere aus amerikanischen Archiven stammende Aufnahme zeigt den Einmarsch der Militärfahrzeuge der S.

US-Infanteriedivision in der Marktstraße. Das kurz vorher durch Bomben zerstörte Haus Wytzes ist in der Mitte zu sehen.

61 'Gouvernement Militaire' im Landratsamt Simmern 1945.

Vor dem Mittelbau des Landratsamtes weht die französische Trikolore, an der Ludwigstraße hält vor dem Schilderhaus ein französischer Soldat die Wache. Der Gartenzaun trägt die Aufschrift der Militärverwaltung. Am 1 1. Juli 1945 waren französische Einheiten der 1. Armee in Simmern eingezogen. Die 1. Kreisdelegierten belegten die Räume des Landratsamtes. Delegierte waren Leutnant H.P. Corra, Major Laumond, Administrateur Antoine und Administrateur Mercy. Der letzte Delegierte verabschiedete sich im Juni 1952 mit einemAppell zur deutschfranzösischen Verständigung: 'Darm werden wir wieder Vertrauen in unsere Zukunft haben.'

62 Simmern,den 2.0ktober 1902.

Die dekorative bunte Ansichtskarte von 1902, verlegt von F. Böhmer, zeigt die Stadt, wie wir sie von den Karten von 1897 und 1898 bereits kennen, Simmern von dem Thüringsberg aus gesehen. Im linken Teil sehen wir die in der Zeit des Jugendstils beliebten Schwertlilien, verziert mit Ranken, und zwei Wappen. Das obere Wappen ist das Simmerner Stadtwappen mit dem pfälzischen Löwen und den Wittelsbacher Rauten, wie es bereits in der 'Cosmographia' des Sebastian Münster von 1550 zu finden ist. Das untere Wappen zeigt den Reichsadler mit dem

preußischen Adler als Herzschild und darüber schwebend die Kaiserkrone des Deutschen Reiches. Die Karte spiegelt etwas von der nationalen Begeisterung jener [ahre wider, in der allenthal-

ben die Reiterstandbilder Wilhelms 1. und die Bismarcktürme entstanden. Simmern ehrte den Kaiser mit einer auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz aufgestellten Bronzebüste.

63 Die 600-Jahrfeier am Iü.Iull 1930.

Die Stadt Simmern feierte am 12. Juli 1930 in Anwesenheit der Vertreter verschiedener rheinischer Behörden und zahlreicher Gästen die 600jährige Wiederkehr der Stadtrechtverleihung. Der Festakt fand im Gymnasium statt. Anschließend wurde das im Schloß neu eingerichtete Heimatsmuseum eröffnet; in der Stephanskirche wurde ein Festspiel uraufgeführt. Ein imposanter Festzug mit einigen Tausend Teilnehmern bewegte sich durch die Straßen der Stadt. Um dieses Bild festzuhalten, knipste der Fotograf aus dem zweiten Stock der Fruchtmarktschule heraus in die Marktstraße. Vorweg marschierte die Musikkapelle mitTrommlern und Pfeifern, es folgten die zahlreichen Vereine:

die Deutsche Turnerschaft Gau Hunsrück, der Hunsrücker Sängerbund, der Kreiskriegerverband, der Kreisfeuerwehrverband, der Marineverein, die Sanitätskolonne, die Staats- und Gemeindeförster und der VfR-Simmern. Auf dem Festplatz wurden turnerische Übungen geboten, den Schlußakt nahm ein großes Feuerwerk ein.

64 Das Festspiel zur 600Jahrfeier.

Die Stadtrechte waren arn 10. Juli 1330 durch Kaiser Ludwig den Bayern verbrieft worden. Aus diesem Anlaß wurde am Samstag nachmit tag (12.Juli 1930) das Festspiel von Walter Bloem 'Einigkeit und Recht und Freiheit' in der Stephanskirche uraufgeführt. Den Stoff seines Theaterstücks hatte der Dichter der Geschichte Simmerns entnommen. Das erste Bild ließ die Zuschauer an der Übergabe des Stadtrechtsbriefs teilnehmen, das zweite versetzte sie in die Zeit der Reformation, das dritte ließ sie die Not der Simmerner Bürger am Morgen des 17.

September 1689 miterleben, den Unglückstag, an dem die ganze Stadt von französischen Soldaten in einen rauchenden

Trümmerhaufen verwandelt wurde. Die BerufsschauspieIer wurden durch tüchtige Laienspieler aus der Bürger-

schaft unterstützt. Das Bild zeigt van links Ruth Düring, Maria di Bene, Elisabeth Düring und Hedda Meckel.

6S Zuhörergruppe beim Platzkonzert,1930.

Das Bild läßt eine Zuhörergruppe beim Platzkonzert vor der Stephanskirche erkennen. Anläßlich der 600-Jahrfeier wurde am Sonntag, dem 13. Juli 1930, nach dem Festgottesdienst auf dem Fruchtmarktplatz vor der Stephanskirche ein Platzkonzert gegeben. Wir sehen von links: Studienrat Mayer-Dassing, Fräulein Agnes Seibert, unbekannt, Fräulein Adele Emmanuel, unbekannt, Fräulein Klötzer, Studienassessor Gubisch, unbekannt. Hans Mayer-Dassing war damals als Zeichenlehrer am Gymnasium tätig. Zahlreiche Hunsrücker Gemälde sind von ihm

angefertigt, einige sind im Hunsrückmuseum zu sehen. Dr. Gubisch war Englischlehrer an den Gymnasien in Simmern und Trarbach.

66 Feier des Hunsriickvereins, 1893.

Vom 2S. bis 27.Juni 1893 feierte der Hunsrückverein in Simmern seine [ahreshaupt versammlung. Mit den damals schon bestehenden 26 Ortsgruppen mit rund 2 000 Mitgliedern waren zahlreiche Gäste nach Simmern gekommen. Unter den Festgästen weilten unter anderen der Oberpräsident der Rheinprovinz von Nasse, der Regierungspräsident von Itzenplitz, der Landrat, der Bürgermeister und die Behördenleiter. Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen fanden die Vorstandssitzungen statt. Das von Präparandendirektor Weyrauch verfaßte Hunsrück-

lied wurde erstmals vorgetragen, ein Hunsrückführer vorgestellt. Die Festveranstaltungen begannen mit einem Festzug zum Festzelt in der Gemündener Straße. An der Spitze marschierte ein Musikzug aus Mainz. Bei dem Ausflug des Hunsrückvereins in den Soonwald wurde auf seine Bedeutung als Wandergebiet und auf die Errichtung von Aussichtstürmen hingewiesen, deren Bau im gleichen [ahr in Angriff genommen wurde (Hochsteinehen und Alteburg) .

67 Das 1 9. Gauturnfest in Simmern 1904.

Zur Erinnerung an dieses Fest verlegte G. Usinger aus St. Goarshausen diese Ansichtskarte. 'Ein großes und in jeder Beziehung gelungenes Turnfest des unteren Nahegaus fand in Simmern auf dem Schloßplatz start' , heißt es in der Presse. Zur Ausschmückung der Straßen und Häuser war eigens ein Ausschmückungsausschuß des Turnvereins gebildet worden. Es begann mit einem Festkommers, bei dem die Regimentsmusik, der MGV Frohsinn, der Turnverein Simmern durch Konzerte und Gesangstücke sowie durch turnerische Vorführungen mitwirk-

ten. Am Sonntag fanden das Einzelwetturnen und am Nachmittag der große Festumzug statt, am Abend der Festball in dem auf dem Schloßplatz errichteten Festzelt. Daß die Sieger im Turnen

Preise erhielten, war selbstverständlich, daß aber auch für turnerisches Verhalten im Festzug Auszeichnungen verliehen wurden, hören wir zum erstenmal. Die mit einer Auszeichnung bedachten

Turnvereine waren: Aspisheim, Kirn, Weiler, Büdesheim, Dietersheim, Langenlonsheim, Horrweiler, Dromersheim und Kastellaun.

Zur Erinnerunj an d,as J9. ~ a u t urn f ~ s t des 12. ~aues Uniere Nahe in $ i mme rn am 2.-4. Juli J904

8034 Verlag: G. Usinger, St. Goarshausen

68 Gauturnfest in Simmern 1912.

Bei dem 27. Gauturnfest des Gaues Untere Nahe der Deutschen Turnerschaft, verbunden mit dem 2Sjährigen Stiftungsfest des Turnvereins Simmern am 12.]uli 1912 hatten die Hausbesitzer ihre liebe Not, genügend Tannengrün zu beschaffen. Doch die Ehrentore und -bogen gediehen so, daß sich Simmern nicht zu schämen brauchte. Nach ihrem Wahlspruch 'Erisch, fromm, fröhlich, frei' boten die Turner beachtliche Leistungen, auch die der Präparanden und der Mädchenriegen fanden lebhaften Beifall. Ein prächtiges Bild bot am Nachmittag der Festzug mit seinen etwa siebzig Vereinen und dreißig Fahnen, angeführt vom Trompe-

terkorps des Feldartillerieregiments aus Koblenz. Unsere Aufnahme zeigt einen geschmückten Wagen des Festzuges in der Schloßstraße. Auf dem mitgeführten Bild Turnvater [ahn.

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