Sonneberg in alten Ansichten

Sonneberg in alten Ansichten

Auteur
:   Jürgen Luthardt
Gemeente
:   Sonneberg
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5232-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sonneberg in alten Ansichten'

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39. Die Geschichte des Deutschen Spielzeugmuseums beginnt mit dem Neubau der städtischen Industrieschule im Jahre 1901. Der Neubau, ein massiver Barockbau mit schön gegliedeter Fassade und reichem architektonischem Schmuck, wurde von Prof. Albert Schmidt in München erbaut. Albert Schmidt war in Sonneberg geboren und besaß hier ein Baugeschäft. Die Büste über den Eingang stellt Herzog Georg den Il. von Meiningen dar (1826-1914), den Förderer der Künste und Wissenschaften. 1901 als Industrie- und Gewerbemuseum gegründet, die damaligen Erzeugnisse des Meininger Oberlandes und speziell des Sonneberger Industriebezirkes zeigend, bestand es in dieser Form ungefähr 25 Jahre. Da sich das Interesse der Besucher vor allem auf die Spielzeugsammlung konzentrierte, und damals der Sonneberger Bezirk der exportmächtigste deutsche Spielwarenerzeuger war, so wurde das Museum zum Deutschen Spielzeugmuseum ausgebaut. Vermehrt durch Spielwaren aus aller Welt besteht es noch heute und ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten von Sonneberg. Das Sonneberger Spielzeugmuseum, im Hintergrund die evangelische Stadtkirche. (Aufnahme um 1910.)

40. Schätze des Deutschen Spielzeugmuseums. 'Gulliver in Liliput' - eine Arbeit aus Brotteig um 1851. Dieses Material war sehr anfällig, schimmelte leicht, wurde oft von Ungeziefer zerstört und war für lange Transporte ungeeignet. Es wurde später von Wachs und Papiermaché abgelöst.

41. Eine sehr wichtige und wirkungsvolle Reklame für Sonnebergs Industrie bedeutete die Beteiligung an den internationalen Weltausstellungen. Professor Möller, der verdienstvolle Leiter der damaligen Sonneberger Industrieschule, schuf mit seinen Mitarbeitern packende Ausstellungsgruppen, welche die zahlreichen Einzelzweige der Spielwarenindustrie zur Geltung brachten und doch wie ein einheitliches Ganzes wirkten. Für die Weltausstellung Chicago 1894 war es ein Prunkwagen mit lebensgroßen Pferd bespannt, auf dem der Sonneberger Weihnachtsmann mit Christbaum inmitten von Puppen und den verschiedensten Spielsachen thronte, für Paris 1900 war eine Winterlandschaft in Thüringens Bergen dargestellt, im Vordergrund ein Schlitten von zwei prachtvoll geschirrten Hirschen gezogen, die Fracht des Schlittens ebenfalls glitzerndes, buntes Spielzeug. Die Gruppe für St. Louis 1904, ein Teil einer Spielzeug befördernden Karawane, sollte zum Ausdruck bringen, wie das Sonneberger Handelsgut sich auch Eingang in die entferntesten Wüstendörfer zu verschaffen weiß.

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Sonneberqer Gruppe für die Weltausstellung in Brüssel 1910

42. Zur Brüsseler Weltausstellung 1910 wurde eine Thüringer Kirmes mit Karussell, Schießbude, Würfelbude, Verkaufsstände, ein aufziehender Wanderzirkus und dazwischen ein bunter, fröhlicher Menschenschwarm dargestellt. Diese Kombination ergab ein äußerst fesselndes Gesamtbild. Dieses Schaubild ist heute noch im Deutschen Spielzeugmuseum zu besichtigen. Alle diese großen Schaugruppen wurden mit dem ersten Preis ausgezeichnet und trugen sehr viel dazu bei, Sonnebergs Ruhm als Puppen- und Spielwarenstadt zu festigen und in alle Welt zu tragen.

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43. Bürger- und Marktschule genügten den Anforderungen längst nicht mehr, und so entstand 1906 an der Peripherie der Stadt im Süden ein weiteres, zur damaligen Zeit hochmodernes Schulhaus. Es wurde nach dem Kunstsinnigen und schulfreundlichen Landesvater Georg den Il., Georgschule genannt. Seit 1920 trug sie den Namen Lohauschule nach der alten Flurbezeichnung jenes Stadtgebietes. Der Erbauer der Schule, Prof. Albert Schmidt, ein geborener Sonneberger, hat ein schönes, lichtes Schulhaus errichtet. Das prächtige Gebaude im ehemaligen Flurteil Loh wurde am 15. Oktober 1906 feierlich eingeweiht und wird auch heute noch als Schule genutzt.

44. Die Souneberger Feuerwehr wurde im Jahre 1850 gegründet. Wie in anderen deutschen Städten hatte sich auch bei uns die Notwendigkeit der Gründung einer ausgebildeten Feuerwehr in den Vordergrund gedrängt. Dies ergab sich aus dem raschen Wachsen der Stadt und dem schnellen Aufschwung der Industrie. Immerhin dauerte es bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts, bis dies erkannt wurde. 1874 wurde das Steigerhaus fertiggestellt; an ihm wurde, nachdem auch die Steiger vollständig ausgerüstet worden waren, fleißig geübt. Im Jahre 1882 bestand die Feuerwehr aus 36 Steigern, 128 Rettungsleuten, 95 Wachtleuten, 24 Pionieren, 16 Hydrantenbediensteten und 555 Leuten als Spritzenmannschaft, im ganzen 854. Auf dieser Höhe, um 900 herum, erhielt sich die Stärke der Feuerwehr lange Jahre. Hier das Steigerkorps der Sonneberger Feuerwehr um 1890.

45. Das Jahr 1900 brachte unserer Feuerwehr ein schönes Fest, die Jubiläumsfeier des 50jährigen Bestehens. Da unsere Feuerwehr zu einer der besten Wehren im Herzogtum Meiningen gehörte, waren viele Gäste anwesend, und das ganze gesellschaftliche Leben war auf dieses Ereignis ausgerichtet. Vier Jahre zuvor, am 6. Dezember 1896, feierte die Turnerfeuerwehr ihr zehnjähriges Bestehen. Zu diesem Anlaß wurden Burgermeister Liman und Bezirksbrandrneister Bischoff zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr ernannt.

46. Am FuB des Eichberges steht das alte ehrwürdige Forsthaus, das bis 1926 eine Forstschule enthielt, an welcher Förster für das ehemalige meiningische Gebiet ausgebildet wurden,

47. Bliek vorn Schönberg aus auf den südlichen, in die Ebene hinausgewachsenen Teil von Senneberg. (Aufnahme um 1910.)

48. Die Lehrmittelanstalt von Markus Sommer wurde 1876 gegründet. Die Sommorsehen Werkstätten stellten außer anatomischen und zoologischen Modellen auch künstliche Früchte und Pilze in überraschender Naturtreue, Statuetten von Rassetieren sowie veterinärwissenschattliche und landwirtschaftliche Lehrmittel her. Hier sehen wir die Herstellung von anatomischen Modellen in der Lehrrnittelanstalt von Marcus Sommer (um 1890).

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