Spaichingen in alten Ansichten

Spaichingen in alten Ansichten

Auteur
:   Angelika Feldes
Gemeente
:   Spaichingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5775-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spaichingen in alten Ansichten'

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9. Wie ein Gemälde in Passepartout und kostbarem Rahmen wurde 1913 dieser Bliek auf den Bahnhof mit Bahnhofshotel und Bühler-Werkstatt verschickt. Offensichtlich war dem Absender die Empfängerin der Karte ebenso kostbar, denn er bittet um die Verschiebung eines Rendez-vous und grüßt nicht nur die Angebetete in Tuttlingen herzlichst, sondern auch den 'Postillion de Amour'.

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10. Wie die BahnhofstraBe, entstand auch die Charlottenstraßc vor allem nach der Jahrhundertwende von der EisenbahnstraBe aus. An der Ecke zur Wilhelmstraße wurde 1905 die evangelische Kirche gebaut, da die Gemeinde inzwischen so gewachsen war, daß sie nicht mehr von Hausen ob Verena aus mitbetreut werden konnte. Der erste Zigarrenhersteller Spaichingens siedelte sich in der Charlottenstraße mit einem Fabrikgebäude an, nachdem die Produktionsräume an der Hauptstraße zu klein geworden waren. Die Fabrik Butsch ist auf der rechten Straßenseite zu sehen. Nach mehreren anderen Nutzungen ist heute ein Teil der Metallwarenfabrik Forschner darin untergebracht.

Spaichingen.

Haupfsfrasse.

11. Der obere Teil der Hauptstraße Richtung Balgheim zeigt den Zustand der Straße um 1910. Die Straße ist noch unbefestigt, aber gekandelt. Gaslaternen sorgen für die Straßenbeleuchtung, die Strommasten zeigen. daß Spaichingen seit 1896 (ab 1919 städtisch) über ein elektrisches Netz verfügte. Die meisten Gebäude entlang der Hauptstraße waren Bauernhäuser oder gehörten Handwerkern mit landwirtschaftlichem Nebenerwerb. Seit dem Anschluß Spaichingens an das Eisenbahnnetz mischten sich jedoch immer mehr Ladengeschäfte mit städtischer Architektur unter die meist zweigeschossigen Bauernhäuser. F.J. Kupferschmid (die beiden Gebäude rechts) betrieb einen Groß- und Einzelhandel mit verschiedenartigen Waren.

Spaichingen i. Württ.

Hauptstraße

12. Die Spaichinger Hauptstraße war bis auf die Kandeln unbefestigt. Die Steinhaufen auf der Straße lassen aber darauf schließen, daß gerade der Anfang gemacht wurde, die Straße zu pflastern. Der Bliek auf den unteren Teil der Hauptstraße hat sich kaum verändert, jedoch wurde manches Haus abgerissen und neugebaut oder renoviert und neu genutzt. An Stelle des Rathauses am linken Bildrand steht heute eine Apotheke. Am rechten Bildrand stand das Doppelhaus, in dessen rechter Hälfte das Café Mayer ('Ratstub') und in der linken Hälfte die Buchbinderei Bühler war. Bühler druckte nicht nur das Lokalblatt 'Heuberger Bote', sondern trat auch als Verleger Spaichinger Ansichtskarten auf. Wie der Rückseite dieser Karte zu entnehmen ist, firmierte Bühler zu dieser Zeit aber als Schreibwarenhandlung.

13. Der Fotograf dieser Aufnahme befindet sich direkt neben der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul- diese beliebte Perspektive auf die Unterstadt zeigt das ehemalige Rathaus, an dem linkerhand die Angerstraße abgeht. Der Straßenname ist alt, denn er bezeichnet die einzige früh bebaute Abzweigung des ehemaligen Straßendorfes: sie führte zum Dorfanger , zum Friedhof. Fotografen waren etwas Besonderes zu dieser Zeit. Meist waren es reisende Fotografen, die ihre Aufnahmen an Privatpersonen, Buchhandlungen oder Postkartenverlage verkauften oder in deren Auftrag fotografierten. Die zufällig hinzukommenden Passanten oder Anwohner posierten gerne für eine Aufnahme. Der Besitz eines Fotoapparates war für Privatpersonen noch zu unerschwinglich und das Fotografieren zu aufwendig. Diese Aufnahme entstand um 1910.

Spalchlnqen

14. Spaichingen hat eine für eine Kleinstadt ungewöhnlich breite Hauptstraße. Auf diesem Bild wird dieser Eindruck optisch noch verstärkt, denn rechts beim Kreuzplatz teilte sich noch eine Straße in Richtung Alleenstraße ab. Der Bereich der Abzweigung rechterhand ist heute mit dem Spaichinger Marktplatz überbaut. Auf der immer noch unbefestigten Straße zeigt sich das nebeneinander der alten und neuen Fortbewegungsund Transportmittel: vor dem Gasthof Kreuz parkt ein Automobil, gegenüber steht die Zapfsäule einer Tankstelle, doch neben der Zapfsäule ist ein Handkarren abgestellt worden. Pferde- und Ochsenkarren. aber auch Handwagen, waren noch bis in die fünfziger Jahre im Straßenbild Spaichingens nichts Ungewöhnliches.

15. Gegenüber der Schlüsselbrauerei in der Bahnhofstraße baute der Notar Krebs ein schönes Wohnhaus, das sich bestens in das Bild der Bahnhofstraße einfügte. Der Giebel ist reich verziert; das linke Fenster irn Erdgeschoß zeigt hinter den Fensterflügeln ein weiteres Fenster mit floralen Jugendstilornamenten - dahinter verbarg sich offensichtlich die 'gute Stube'. Die Familie zeigt sich stolz vor dem Haus. Später erwarb die Familie Schmid, Besitzer der Schlüsselbrauerei, das Haus.

16. Der Bliek auf die alte Stadtpfarrkirche ist eines der ältesten fotografischen Motive Spaichingens; es dürfte um 1890 entstanden sein. 1898 wurde diese Kirche bis auf den untersten Teil des Turmes abgerissen und weit größer in neogotischem Stil erbaut. Im Bereich hinter der Kirche , zwischen Bahnhofstraße und Angerstraße gelegen, lagen früher die Wiesen und Äcker, die der Kirche gehörten. Auch heute noch nennt sich das inzwischen bebaute Gebiet 'Kirchwiesen'. Trotz bereits aufblühender Industrialisierung vor der Jahrhundertwende strahlt die Stadt Spaichingen im Ortskern mit Kirche und Rathaus einen noch deutlich dörflichen Charakter aus.

17. Das Wahrzeichen Spaichingens ragt 982 m über dem Meeresspiegel hoch über der Stadt auf dem Dreifaltigkeitsberg. Die Erhebung heißt eigentlich Baldenberg. Die Sage berichtet über einen Hirten, der urn 1450 auf der Suche nach seiner Herde in einem Busch einen Bildstock entdeckte. Daraufhin soll er an dieser Stelle eine Holzkapelle erbaut haben, die der Dreifaltigkeit geweiht wurde. Die Kapelle wurde zum Wallfahrtsort. Die Dreifaltigkeitsbergkirche, wie wir sie heute kennen, wurde in barockern Stil zwischen 1666 und 1676 durch eine private Stiftung erbaut. Das Mesnerhaus, seit 1924 von der Bruderschaft der Claretiner bewohnt, wurde 1967 durch einen Neubau erweitert.

18. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde an der Stadtpfarrkirche ein Reiterstandbild aufgestellt, das den Heiligen Georg darstellt. Eine Gedenktafel an dessen Fuß sollte an die Gefallenen des Krieges erinnern. Mit großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde das Denkmal am 29. Oktober 1922 feierlich eingeweiht. Der Spaichinger Bildhauer Kar! Kuolt war der Schöpfer der Statue. 1969 fand das Kunstwerk auf dem Spaichinger Friedhof einen neuen Platz.

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