Spaichingen in alten Ansichten

Spaichingen in alten Ansichten

Auteur
:   Angelika Feldes
Gemeente
:   Spaichingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5775-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spaichingen in alten Ansichten'

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19. Die Primiz - die erste Messe, die ein junger Priester abhielt - wurde in der Heimatstadt des angehenden Pfarrers feierlich mit einer Prozession begangen. Pfarrer, Fahnenträger, Bräutchen, Musikkapelle und die Kirchengemeinde holten Franz Effinger am 21. August 1927 von seiner elterlichen Wohnung über der Gärtnerei IIlig (Kreuzplatz) ab, um ihn zur Stadtpfarrkirche zu geleiten.

20. In Spaichingen und Hofen gab es mehrere Mühlen: die Verenamühle am Fuße des Zundelberges, die Stadtmühle, die Roßmühle und die Totenmühle, die Kassiermühle hinter Hofen, die Obere und die Untere Mühle und die Davidsmühle. Die Untere Mühle unterhalb des Gasthauses Sternen in Hofen wurde im Volksmund auch ironisch 'Hofemer Schlößle' genannt, denn die Gemeinde hatte das Gebäude erworben und verarmte Familien darin untergebracht. Heute steht an dieser Stelle ein Mehrfarnilienhaus, an dem die RobertKoch-Straße vorbeiführt.

21. Im Jahre 1924 entstand die Aufnahme des Kaufladens Link. Emailschilder werben für Schuhcreme, Waschpulver und Brühwürfel. Auch handwerkliche Produkte, wie die auf der Straße aufgestellten Besen, gehörten zum Sortiment. In den 'goldenen' zwanziger Jahren waren die kleinen Ladenbesitzer wohl nicht gerade wohlhabend, wie der Zustand des Hauses vermuten läßt. Der Schuhmacher Link hatte sich mit dem Ausfahren von Milch und einem kleinen Laden im Erdgeschoß ein zweites Standbein geschaffen. An der Stelle des inzwischen abgerissenen Hauses steht heute die Drogerie Bucher.

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22. In einer Zeit, in der noch keine Supermärkte mit einem riesigen Warenangebot die Bevölkerung versorgte, gab es in Spaichingen eine Vielzahl von Bäckereien, Metzgereien und Läden, die Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs anboten. Von vielen dieser kleinen Ladengeschäfte weiß man heute kaum noch, wie von dieser Bäckerei nahe der Brauerei Waldhorn. Albert Hauser führte neben seinen Backwaren noch andere Lebensmittel, aber auch eine Packung 'Persil' ist im Schaufenster zu entdecken. Zwei Emailschilder werben für 'Maggi'. Manche der damals gängigen Markenartikel sind heute allerdings kein Begriff mehr. Neben dem Briefträger stehen Großvater, Sohn und Enkel, die alle den gleichen Namen tragen: Albert Hauser.

23. In dem Haus an der Ecke Hindenburgstraße zur Andreas-Hofer-StraBe war einst ein 'Consum' untergebracht. Hinter dem Consum- Verein stand die genossenschaftliche Idee, die innerhalb der Arbeiterbewegung entstand, Waren in großen Mengen billiger einzukaufen und kostengünstig abzugeben. Mitglieder erhielten einen Rabatt in Form von Marken, deren Gegenwert später in Bargeld ausgezahlt wurde oder in Form von Waren, zum Beispiel eines Geschirrservices, eingetauscht werden konnte. Die Idee setzte sich schnell durch und so fand sich bald in jedem größeren Ort ein 'Consum'. In Spaichingen gab es diesen Laden seit 1904, unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurden die Consum- Vereine aufgelöst. Die Läden gab es allerdings weiterhin. Dieser Consum zog in den siebziger Jahren zum neuen Marktplatz hinunter. Aufnahme 1929.

24. Um 1910 dürfte die Aufnahme des Hauses von Friseur Stehle entstanden sein. Conrad Stehle hatte das Gebäude als Bauernhaus erworben und umgebaut. Der erste Stock beherbergte einmal vorübergehend die Polizeistation und auch das katholische Pfarramt. Wie andere Gewerbe, konnte auch der Friseur allein von seinen Dienstleistungen nicht leben. Der Verkauf von Schönheits- und Parfümerieartikeln brachte zusätzliche Einnahmen. Daß der Laden ein guter Ort war um auch Rauchwaren zu verkaufen, ergibt sich schon daraus, daß die Kundschaft damals in der Hauptsache aus Männern bestand, die sich regelmäßig Haare schneiden und rasieren ließen. Frauen trugen noch bis in die zwanziger Jahre hinein ihr langes Haar autgesteekt, Kurzhaarfrisuren und Dauerwellen brachte den Friseuren immer mehr auch weibliche Kundschaft.

25. Der erste Besitzer dieses Gebäudes an der Stelle der ehemaligen Möbelfabrik Frey an der Hauptstraße (heute neues KSK-Gebäude) war der Spaichinger Bildhauer Kar! Kuolt. In diesem Haus war einmal die Buchdruckerei Soland untergebracht, aber auch die Radio- und Musikalienhandlung Herrmann hatte das Ladengeschäft in diesem Gebäude. Pepper! Hermann, der Inhaber des Ladens, ist auf dieser Aufnahme an der Türe zu sehen.

26. Entlang der Hauptstraße entstanden auch elegante Geschäfte, die Stoffe, Kleider, Schmuck oder Hüte verkauften. C.F. Winker hatte sich auf Schuhe, Stoffe ('Manufakturwaren in allen Farben'), Knaben- und Herrenkleider , Aussteuerartikel und Bettfedern spezialisiert. Eines der Schaufenster diente der 'Spezialabteilung Cigarren, Cigaretten, Rauchtabake'. Hier ist das Haus für das Turnerfest im August 1924 festlich geschrnückt. Die Aufschrift 'Willkommen deutsche Turnerschar wurde aus fünfhundert Stoffblumen vermutlich von der ganzen Belegschaft - angefertigt.

27. In dem Gebäude in der Hauptstraße 126, in dem heute ein Naturkostladen untergebracht ist, war einmal das Schuhaus Mayer. Hier hatte sich nicht, wie so häufig, ein ehemaliger Schuhmacher dem Verkauf von Fabrikerzeugnissen gewidmet, sondern dieser Schuhladen wurde von der Ehefrau des Redakteurs Kar! Mayer und dessen Sohn berrieben.

28. Gegenüber der Stadtpfarrkirche in der Angerstraße stand das Haus des Holzsägers Josef Merkt. Der Brunnen vor dem Haus war einer von vielen Brunnen im Stadtgebiet, die im Laufe der Zeit aus dem Stadtbild verschwanden. 1888 wurden die Kanalisation und die allgemeine Wasserversorgung in Spaichingen cingeführt.

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