Spaichingen in alten Ansichten

Spaichingen in alten Ansichten

Auteur
:   Angelika Feldes
Gemeente
:   Spaichingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5775-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spaichingen in alten Ansichten'

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29. Der Holzsäger Josef Merkt fuhr mit seiner mobilen Säge zu seinen Kunden, um dort das Brennholz zu sägen. Die Säge wurde durch einen Benzinmotor angetrieben. Im Hintergrund sind das Café 'Ratstub' und die Buchbinderei Bühler zu sehen. Die Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren.

30. Allein von der Herstellung der Sättel und Kummets konnte ein Sattler in den zwanziger Jahren kaum mehr leben. Nur ein erweitertes Warenangebot im Ladengeschäft sicherte die Existenz: Wie die Aufschrift zeigt, führte der Sattler Christian Weiss auch Möbel, möglicherweise von Spaichinger Herstellern. Skier, Schulranzen und ein Kummet sind zu Werbezwecken auf der Straße ausgestellt. Ein EmailschiJd weist darauf hin, daß in diesem Haus sogar 'Cigarren' zu erhalten waren. Rechts neben dem Gebäude befand sich ein Laden für Weißwaren und Modeartikel, der Friedrich Schuhmacher gehörte. Diesen (inzwischen abgerissenen) Gebäuden gegenüber befindet sich heute der Spaichinger Marktplatz.

31. In den Gewerbeverzeichnissen Spaichingens waren schon lange bevor man Spaichingen die 'Möbelstadt' nannte, überdurchschnittlich viele selbständige Schreinermeister aufgeführt. Eine der ältesten noch bestehenden Werkstätten ist die bis in das Jahr 1775 zurückreichende Schreinerei Braun. Eugen Braun (links im Bild), der Vater des damaligen Inhabers Josef Braun, war bereits der Ururenkel des Begründers der Schreinerfamilie. Die Aufnahme entstand um 1910.

32. Im Jahr 1896 brannte die Schreinerei Braun in der Hauptstraße ab. Das Gebäude wurde als Wohngebäude mit landwirtschaftlicher Nutzung wieder aufgebaut und ein Werkstattgebäude in der Charlottenstraße errichtet. Die neue Werkstatt war mit Maschinen und mehreren Gehilfen offenbar so gut ausgestattet, daß JosefBraun seinen Betrieb nicht nur als 'Mechanische Schreinerei', sondernzeitweise sogar als 'Möbe1fabrik' bezeichnete, wie auf alten Briefbögen abzulesen ist. Aufnahme 1920er Jahre.

33. Die Oberamtsbeschreibung von 1876 verzeichnet sechs Schmiede und Hufschmiede, dazu je ein Kupfer-, Nagel- und Messerschmid. 1955 waren in Spaichingen nur noch zwei Schmiede ansässig. Ältere Leute erinnern sich jedoch noch an drei Schmiede:

Der 'Ochsen-Schmid' Merkt gegenüber dem Gasthaus 'Ochsen', der 'Vrenen-Schrnid' Hagen an der Ecke zur Dreifaltigkeitsbergstraße und der Schmied Merz neben der Hofener Kirche. Das Bild zeigt den 'VrenenSchmid' Josef Hagen mit seinen Kindern Josef, Emmy und Anna. Er arbeitete als Hufschmied, stellte aber auch die Eisenteile her, die der Wagner zur Herstellung der Heuwagen benötigte. Wie die Heuwagen zeigen, betrieb auch der Schmied nebenher noch eine Landwirtschaft. Hagen gehörte zu den vermögenderen Handwerkern in der Stadt, denn die Familie besaß mehrere Äcker, Wiesen und Waldststücke. Durch die allgemeine Motorisierung und dem Rückgang der Landwirtschaft wurde das Schmiedehandwerk fast vollständig zurückgedrängt und die Nachkommen wandten sich anderen Berufen zu.

34. In der Hauptstraße 15 befand sich die Uhrenfabrik des Blasius Winker. Die Uhrenfertigung kam ursprünglich von Schwenningen her - die dortigen Uhrenhersteller beschäftigten in Spaichingen Heimarbeiter, die Teilprodukte für die Schwenninger Uhrenindustrie fertigten. Manch einer erlernte das Handwerk und machte sich selbständig. Die Fabrikanten produzierten oft nur in einem kleinen Werkstattraum mit wenigen Gehilfen. Die Grenze zum Handwerk war fließend, doch der 'Fabrikant' machte sich in der Zeit der aufblühenden Industrialisierung gut auf dem Briefkopf der Geschäftskorrespondenz.

35. An der Straße, die zum Dreifaltigkeitsberg hinaufführt, kann man auf halber Höhe heute noch auf der linken Seite den ehemaligen Steinbruch erkennen. Diesen Steinbruch, in dem Kalkstein abgebaut wurde, betrieb das Baugeschäft Reger. Die undatierte Aufnahme zeigt die Arbeiter vermutlich um das Jahr 1910.

36. In Spaichingen gab es um 1870 neun Brauereien, von denen die Engel-Brauerei 1983 als letzte die Produktion einstellte. Die Brauereien waren alle mit einer Gastwirtschaft verbunden. in denen das Bier ausgeschenkt und über die Straße verkauft wurde. Nur wenige Brauereien fanden auch über den Ort hinaus einen größeren Absatz. Neben 'Engel' und 'Schlüssel' gehörte auch die Waldhornbrauerei zu den größeren Brauereien. Vom Braumeister und Brauereibesitzer Ernst Hagen (2. von rechts) war dieses Foto aus dem Jahr 1887 möglicherweise als Aufnahme zu Werbezwecken gedacht: Die typischen Gefäße und Geräte waren, zusammen mit seinen Mitarbeitern, auf einem Feld zu einer eindrucksvollen Pyramide aufgebaut worden.

37. Durch die hohe Qualität des Bieres und das Bestreben, sich den aktuellen technischen Standards bei der Produktion anzupassen, konnte sich die Waldhornbrauerei ständig vcrgrößern. Zum Betrieb gehörten in den 1920er Jahren auch Lastwagen, die das Bier an andere Gaststätten, vor allern auch auf den Heuberg und zu Kunden im Umkreis bis zu 50 km weit, auslieferten. Das Foto zeigt den Bierfahrer Max Beek im Jahre 1925.

38. In der ersten Industrialisierungswelle in den 1880er Jahren begannen einige Betriebe neue Fabrikgebäude 'auf der grünen Wiese' am Ortsrand zu erstellen. In Spaichingen begann man damals, die Lücke zwischen Hofen und Spaichingen zu füllen. Außer der Möbelfabrik Blessing entstand dort 1908 bereits als zweite Spaichinger Zigarrenfabrik der Betrieb Winker und Reiber. Die beiden Teilhaber des Zigarrenherstellers Butsch hatten sich selbständig gemacht. Im selben Jahr wie Butsch gaben sie 1928 die Produktion auf. In diesem Jahr kam der Schweizer Stumpenhersteller Burger nach Spaichingen und begarm seine Produktion zunächst in dem ehemaligen Winker & Reiber-Gebäude.

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