Spaichingen in alten Ansichten

Spaichingen in alten Ansichten

Auteur
:   Angelika Feldes
Gemeente
:   Spaichingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5775-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spaichingen in alten Ansichten'

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39. Spaichingen galt einst als eine Möbelstadt. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es ganze 22 selbständige Schreinermeister in der kleinen Stadt. Einige der Söhne und Enkel wagten den Schritt zur industriellen Produktion. die der technische Fortschritt und ein aufnahmefähiger Markt auch in Spaichingen möglich machten. Einer dieser Spaichinger Pioniere war Conrad Braun in Hofen. Zeitgemäß wirbt der Betrieb mit den verzierten Lettern des Jugendstils. Der Neubau an der Hauptstraße wurde 1912 fotografiert, eine Erinnerung auch für die gesamte Belegschaft.

40. Die Klavierfabrik Sauter nahrn ihren Anfang in der Hauptstraße neben dem Gasthaus Ochsen. Das als Handwerksbetrieb gegründete Unternehmen bestand zur Zeit dieser Aufnahme schon über neunzig Jahre lang. Die Klavierbauer stellten sich um 1914 dem Fotografen. Urn einen lustigen Effekt nicht verlegen, hatte man dem Hund die Pfeife eines der Arbeiter in das Maul gesteckt. ..

41. Die Spaichinger Klavierfabrik Sauter geht auf die Gründung einer Werkstatt des Klavier- und Orgelbauers Anton Braun und des Klavierbauers Johann Grimm im Jahre 1819 zurück. Seit Grimms Neffe Carl Sauter 1845 den Betrieb übernahm, ist die Fabrik im Besitz der Familie geblieben. Das Bild zeigt den im Ersten Weltkrieg gefallenen Bruder Erwin des damaligen Besitzers Carl Sauter. Auch er war selbstverständlich Klavierbauer und setzte sich für den Fotografen in die Pose des Klavierstimmers. Das Foto wurde vermutlich in den Räumen der ersten Werkstart an der Hauptstraße neben dem Gasthans 'Ochsen' um 1910 aufgenommen.

42. Die Produkte der Klavierfabrik Sauter waren bereits um die Jahrhundertwende überregional bekannt. Die großen Industriemessen, wie zum Beispiel die Leipziger Messe, wurden beschickt, aber auch auf der regional bedeutenden Messe in Villingen stellte man aus. Carl Sauter (rechts) präsentiert sich stolz neben seinen mit einer Goldmedaille ausgezeichneten Klaviere auf der Industrieausstellung in Villingen im Jahr 1907.

43. Eine der ältesten Möbelfabriken war die von B. Blessing in Hofen. Die Handwerker stellen sich stolz mit ihren typischen Arbeitsgeräten dar: auf kaum einem Belegschaftsfoto fehlen Hobel und Säge. Selbst als Handwerker in einem Fabrikbetrieb identifizierte man sich mit der noch nicht vollständig arbeitsteiligen Produktion und den Produkten. Der Schreiner in der Möbelfabrik fühlte sich in erster Linie als Handwerker und nicht als Arbeiter. Auch waren die Verhältnisse noch familiär. Chefs und Arbeiter und deren Familien kannten sich, weil man zusammen aufgewachsen war, und so fühlen sich auch die Frauen auf dem Belegschaftsfoto als dazugehörig.

44. Hinter dem ersten Wohn- und Werkstattgebäude Gustav Bühlers in der Bahnhofstraße 22, entstanden in den Jahren zwischen 1902 und 1912 mehrere An- und Neubauten, bis ein Feuer am 12. Juli 1912 fast alle Gebäude in Schutt und Asche legte. Bereits im Februar 1913 konnte die imposante neue Möbelfabrik bezogen werden. Die Belegschaft zeigt sich vor dem noch unverputzten Gebäude.

45. Der Großbrand der Möbelfabrik Bühler und der benachbarten Trikotfabrik Manz & Haller am 12. Juli 1912 zog Fotografen und Schaulustige an. Am Tag nach dem Brand posierten Arbeiterinnen der Zigarrenfabrik Butsch (Charlottenstraße) für den Fotografen. Die Brandruine hatte auch die Neugier der Nachbarskinder geweckt.

46. Eine Vesperpause nutzten die Schreiner der Möbelfabrik Bühler für ein Gruppenfoto. An den halbfertigen Schrank, um den sie sich versammelt haben, ist ein Zettel angebracht, auf dem geschrieben steht: 'Ein schöner Montag im Mai 1914.' Offensichtlich gab es etwas Besonderes zu feiern.

47. In den zwanziger Jahren lösten Lastkraftwagen langsam die Pferdefuhrwerke ab. Früher hatten Pferdefuhrwerke oder die Postkutschen Waren von und nach den umliegenden Ortschaften gebracht. Durch den Anschluß an das Eisenbahnnetz konnten größere Mengen und schwerere Lasten über weitere Entfernungen transportiert werden. Oft übernahmen die Fuhrunternehmen nur noch den Transport bis zum Bahnhof. Manche Fabrik hatte aber bereits eigene Fahrzeuge. Das Bild wurde um 1928 in der Eisenbahnstraße aufgenommen.

48. Einst war das Hotel Oswald in der Hauptstraße 77 eine Poststation. Die Familie Oswald baute an und um und verwandelte um die Jahrhundertwende den Gasthof in ein elegantes Hotel mit gehobenem Anspruch. Reisende erwarteten dort mit fließendem Wasser und Zentralheizung ausgestattete Zimmer, Garagen für die Automobile und ein Restaurant. 1982 wurden die Gebäude zugunsten eines Neubaus abgerissen.

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