Spremberg in alten Ansichten

Spremberg in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Ihle
Gemeente
:   Spremberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5209-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spremberg in alten Ansichten'

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19. Badergasse. Typische Spremberger Altstadratmosphäre ist mit diesem Foto von 1927 eingefangen worden. Diesen geschlossenen harmonischen Charakter besaß die Stadt bis April 1945. Nachdem 70 Prozent des Stadtinneren im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren, erhielt die Stadt nie ihr eigenes unverwechselbares Antlitz zurück. Sie ist bis heute eine zerstörte Stadt. Der Durchblick durch die Gasse, in welcher auch Gebäude des 18. Jahrhunderts standen, gewährt die Sicht auf den Rathausturm. Zwischen 1880 und 1930 war in der Badergasse Nr. 9 der Kupferschmied Paul Kaulfuß ansässig, dessen Handwerksschild, ein an einem schmiedeeisernen Arm hängender Kupferkessel, in der Bildmitte sichtbar ist.

20. Der Kirchplatz, Diese romantische Ansicht um 1900 zeigt in der Bildmitte das Kantorenhaus. Links ein Ziegelbau des heutigen Pfarrhauskomplexes. Rechts im Bild befindet sich die Landkirche , heute Gemeindehaus der Kreuzkirchgemeinde, die nach Schinkelsenen Bauplänen ausgeführt sein soll. Ursprünglich stand an dieser Stelle, nachdem die Wendische Kirche durch den Brand vom 30. Juli 1705 vernichtet worden war, deren 1713 erbaute und aus Geldmangel erst 1735 eingerichtete Nachfolgekirche in Lehmfachwerk. Diese Kirche war knapp 100 Jahre später so baufällig, daß sie 1834 abgebrochen wurde und auf den gleichen Fundamenten das heutige Gemeindehaus entstand.

21. Herrsehaftsehor und Ratsstonde in der Kreuzkirehe. Während das untere Gestühl von den Ratsherren der Stadt während des Gottesdienstes eingenommen wurde , hatte die Herrschaft des Schlosses ihren Platz im über den Ratsständen liegenden Herrschaftschor. Über dcm Ratsherrengestühl befindet sich eine Justitia-Darstellung, eine Dekkenmalerei auf Holz, die auf die städtische Gerichtsbarkeit hinweist. Zur Innenausstattung der Kirche zählen außerdem Altäre der Renaissance wie auch Schnitzplastik und Gemälde des 15. bis 18. Jahrhunderts. Die Spremberger evangelische Hauptkirche ist eine dreischiffige, spätgotische Hallenkirche in Backsteinbauweise , die in ihren ältesten Bauteilen in das 12. Jahrhundert weist. Der gewaltige Kirchenbau bildet den architektonischen Mittelpunkt der Altstadt.

Sprernberg

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22. Gartenstraße. Das am linken Bildrand mit seinern prächtig geschnitzten Giebel sichtbare Gebäude Gartenstraße 9 beherbergt seit 1974 das Museum, das 1911 gegründet wurde und zunächst in der alten Amalienschule und dann im Schloßturm sein Domizil hatte. 1882 bis 1883 von Richard Mittag erbaut, zählt diese Villa, die ab 1912 dem Tuchfabrikanten Gustav Schmidt gehört, zu den interessantesten Wohnbauten der Gründerzeit in Spremberg. Es ist ein Zeugnis solider Spremberger Handwerkskunst. Das historische Parkett ist in drei Räumen erhalten, ebenso Reste von Jugendstilmalerei im Eingangsbereich. Von den fünf Giebeln des Hauses sind drei mit Schnitzwerk versehen und zwei aus Balken gefügt. Die Ansicht zeigt die Straße 1908.

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23. Mittelpunkt vom Deutschen Reiche. Nach den Berechnungen von Prof. Matzat. kurze Zeit Lehrer am Gymnasium in Spremberg, lag der Mittelpunkt des Deutschen Reiches von 1871 just in der Spremberger Gartenstraße. Ein behauener Sandstein, in welchen neben dem Reichsadler der Text: Mittelpunkt vom Deutschen Reiche. Nach dem berühmten Geographen Matzat. eingemeißelt und mit schwarzer Farbe ausgelegt war, bezeichnete diesen Punkt. 1947 wurden Adler und Schrift als 'Denkrnal des Militarismus und Faschismus' aus dem Stein entfernt. Durch späteres Eingießen in einen Betonzaunsockel wurde er fast völlig zerstört. Vor Baumaßnahmen gerettet, steht der Reststein im Museum. Am 19. Januar 1991 wurde in unmittelbarer Nähe des einstigen Standortes eine Kopie enthüllt.

24. Forster Straße 1900. Als Geschäftsstraße in Marktnähe hatte die Forster Straße bis 1945 innerstädtische Bedeutung. Gaststätten und zahlreiche Geschäfte sorgten für ein pulsierendes Leben. Fotografien und Ansichtskarten dieser Straße sind deshalb zahlreich. 1945 wurde sie durch Luftangriffe nahezu gänzlich zerstört. Heute hat sie ihren Charakter als Geschäftsstraße eingebüßt. Sie führte aus der Stadt hinaus zum auf dem Berg liegenden Städtischen Friedhof, der ab 1828 belegt wurde , wegen der begrcnzten Möglichkeiten seiner Ausdehnung aber um die Mitte des 19. Jahrhunderts wieder geschlossen werden mußte.

25. Forster Brücke. Die Forster Brücke überspannte die Spree vor dem nördlichen Stadttor. In östlicher Richtung führten hier entlang die Straßen aus der Stadt hinaus. Mit dem Bau der Georgenbergschluchtstraße 1833 war ein Anwachsen des Verkehrsstroms verbunden, wodurch die Brücke höheren Belastungen ausgesetzt war. 1883 wurde die Forster Brücke neu gebaut. Die Ansicht zeigt die Brücke um 1900 mit einem Eisengeländer und einem Holzbohlenbelag. Hinter dem Forster Stadttor soll sich im Mirtelalter ein Siechenhospital befunden haben.

26. Postamt. Das Kaiserliche Postamt, in Höhe des westlichen Stadttores gelegen, wurde 1882 erbaut und 1883 seiner Bestimmung übergeben. Die abgebildete Ansicht wurde 1914 aufgenommen. Das Postgebäude ist noch heute architektonisch ein markanter Punkt in der Altstadt. In seiner weithin leuchtenden roten Ziegelbauweise verfehlte das Gebäude nie seine dekorative Wirkung. Schon vor dem Ersten Weltkrieg wetteiferten die Verlage mit Ansichtskarten aus den verschiedensten Perspektiven, die deshalb zahlreich bei privaten Sammlern und auch in der Sammlung des Museums bis heute erhalten blieben.

27. Lange Brücke. Diese Spreebrücke liegt vor dem ehemaligen westlichen Stadttor und war bis 1873 ein reiner Holzbau. Sie ist tatsächlich die längste der acht Brücken im Stadtbereich und hat wohl auch daher ihrerr Namen. 1873 erhielt sie eine Eisenunterkonstruktion und ein eisernes Brückengeländer. Beirn Ausheben des Grundes für diesen Bau stieß man damals auf eine beachtlièhe Schicht Braunkohle, was die Schachtarbeiten erschwerte. Das Bild zeigt Bauarbeiten an der Brücke 1926, als die Fußgängerzonen noch mit Bohlen ausgelegt waren. Der Schutzmann regelt auf dem ersten Verkehrsturm der Stadt den Straßenverkehr auf der einseitig gesperrten Fahrbahn.

28. Alte Schloßbrûcke. Die alte Schloßbrücke , eigentlich der in gerader Linie vom südlichen Stadttor über die Schloßstraße bis zur Schloßeinfahrt führende Spreeübergang, war bis um die Jahrhundertwende ein Holzbau und der einzigc Überweg über die Sp ree in diesem Gebiet. Sie bestand so lange, bis der Bau der neuen, daneben liegenden Brücke beendet war. Der Platz zwischen dieser alten Brücke und dem Schloß trägt die Bezeichnung Schloßbezirk und umfaßte Ende des 19. Jahrhunderts alle dort befindlichen Häuser, die hauptsächlich den Schloßbediensteten als Wohnung dienten. Mit dem Ausbau des Ostf1ügels des Schlosses und mehrerer dieser Häuser als Verwaltungszentrum, wurde dieses Gebiet 1885 in städtische Verwaltung genommen.

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