Spremberg in alten Ansichten

Spremberg in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Ihle
Gemeente
:   Spremberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5209-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Spremberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Neue Schloßbrûcke. Diese 1898 aufgenommene Ansicht zeigt Bauarbeiten an der neuen Schloßbrücke, dem unmittelbaren Nachfolger der alten Holzbrücke, deren Tragfähigkeit der zunehmenden Verkehrsdichte nicht mehr gewachsen war. Die neue Brücke wurde deshalb in Stahlkonstruktion ausgeführt und in westlicher Richtung etwa 20 Meter versctzt, um einen geraden Straßenverlauf nach Slamen zu schaffen. Diesem Projekt fiel 1902 die Alte Wache , ein Gebäude des 18. Jahrhunderts, zum Opfer. Aber auch diese Brückenkonstruktion wurde von der Entwicklung des Straßenverkehrs eingeholt und 1936 von einer Betonbrücke abgelöst.

30. Turnstraße. Ihren Namen erhielt sie nach der Städtischen Turnhalle an der Ecke Bautzener Straße. Um die Jahrhundertwende wirkten in Spremberg drei Turnvereine. Die Bildmitte zeigt die Herberge 'Zur Heimat', 1899 für wandernde Handwerksburschen und sonstige Reisende eingerichtet. 1915 diente sie als Lazarett. Die daneben befindlichen vierstöckigen Wohnhäuser sind Opfer des Zweiten Weltkrieges geworden. Der Herbergsverein, Besitzer der Herberge und des Grundstückes, gehörte zu den damals 13 religiösen Vereinen der Stadt. Unter dern Vorsitz von Pastor Lutze zählten noch zehn weitere Mitglieder zum Vorstand. Hauseltern der Herberge in der Turnstraße waren Herr Friedrich Weber und Frau, die gleichzeitig eine Leihbibliothek betrieben. Heute beherbergt das Gebäude ein evangelisches Altenheim.

31. Kaufhaus Wilhelm Hûbel. Das Hübelsche Kaufhaus war fast ein halbes Jahrhundert lang die größte Einkaufsstätte der Stadt Sprernberg. Zwischen 1905 und 1910 erbaut, brannte es im Zweiten Weltkrieg aus und wurde nach 1945 nicht wieder aufgebaut. An dessen Stelle steht heute ein Flachbau, der mit Lebensrnitteln des täglichen Bedarfs versorgt. Das Kaufhaus Hübel war ein bemerkenswerter Eckbau im Stil der Gründerzeit und stand der Stadt Spremberg gut zu Gesicht. Es bildete einen architektonischen Blickfang im niedrigcn Häusergewirr der Stadt. Die Firma Wil helm Hübel, die sich als bedeutendste und leistungsfähigste Manufaktur- und Modewarenbranche in der Lausitz empfahl, bestand seit 1886.

SPREMBERG (Lausilz).

Mädchenschule.

32. Mädchenschule. 1911 wurde diese Ansichtskarte gedruckt, die den imposanten Backsteinbau der 1905 errichteten Mädchenschule zeigt. Knappe 100 Jahre zuvor war mit dem Bau der Amalienschule 1809 am Kirchplatz Nr. 3 überhaupt erst öffentlicher Unterricht für Mädchen in Spremberg möglich geworden. Ihren Namen erhielt diese Schule damals von Prinzessin Amalie von Sachsen, die für den Bau 700 Taler zur Verfügung stellte. Am 20. April 1922 nahm die neue Mädchenschule auch das Städtische Lyzeum auf. Dieser Schulbau ist nahezu unverändert erhalten.

33. Wirthslraße. Die Turnhalle der 1905 erbauten Mädchenschule diente im Ersten Weltkrieg wie viele andere Gebäude der Stadt als Lazarett. Der Schulkomplex liegt an der Spree jenseits der alten Stadtmauer. Benannt wurde die Straße nach dem Bürgermeister Felix Wirth, der vom 22. Juni 1882 bis 24. November 1907 dieses Amt ausübte. Gegenüber der Mädchenschule befand sich in der Wirthstraßc der Gebäudekornplex der Braukommune, der im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört wurde und dessen Reste später abgerissen wurden. Unter der Straße ist noch der große Brauereibrunnen vorhanden, der nicht zugeschüttet sondern überbaut wurde. In alter Zeit befand sich hier auf dem Haag ein Friedhof.

34. Real-Gymnasium. Die Jungwehr-Kompanie 557 lieB sich 1915 zu diesem Gruppenfoto auf den Sp reewiesen vor dem Bau des Reform-Realgymnasiums nieder. Der Bau des Gymnasiums war 1910 vollendet worden und wurde gern als Kulisse nicht nur für Klassenfotos gewählt. Im Juli 1909 war auf dem Gelände MittelstraBe 1 mit der Errichtung des neuen Schulgebäudes begonnen worden. Die feierliche Einweihung am 30. September 1910 fiel mit dem fünfzigjährigen Jubiläum der Schulgründung, zunächst als Höhere Privatschule am Markt Nr. 6, zusammen. Im ersten Jahr des neuen Gymnasiums betrug die Gesamtschülerzahl 204. An Schulgeld waren 130 bis ISO Mark zu zahlen, 10 Prozent der Schüler hatte Freistellen.

35. Aula des Realgymnasiums 1912. Die Aula des Realgymnasiums ist bis heute ein in der Stadt begehrter Veranstaltungssaal, wenn auch Umbauten und Veränderungen des Gestühls die einstige Schönheit dieses bis ins Detail aufeinander abgestimmten Schulbaues der Architekten Köhler und Kranz nur noch ahnen lassen. Von der Straßengeräusche abhaltenden Umfriedungsmauer bis zum Trinkwasserbrunnen auf dern Schulhof bildete dieser Bau einst ein harmonisches Ganzes. Die Lehrer-Logen rechts im Bild wurden erst 1971/72 zugemauert. Die Porträts an der Stirnwand zeigen das deutsche Kaiserpaar. Die Glasfenster mit den Symbolen der Wissenschaften sind erhalten geblieben.

36. Friedhofskapelle St. Georg. Jutta von Kittlitz, dem Geschlecht zugehörig, das die längste Zeit Besitzer der Herrschaft Spremberg war, soll den Bau 1139 veranlaßt haben. Das Gebäude hatte einen polygonalen Ostabschluß, der Dachreiter maß sechs Meter. Die Ansicht zeigt den die Kapelle umgebenden Kirchhof 1893 mit Grabmalen des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Bestattungsplatz wurde später beseitigt und die Kapelle 1974 abgerissen. Erhalten sind neben der Wetterfahne von 1669 und einern Dachziegel mit Kreuzrnotiv vier Figuren des Mittelschreins eines gotischen Flügelaltars. Neben der Mondsichelmadonna als Mittelfigur zeigte der Altar links oben Johannes den Evangelisten, rechts oben Johannes den Täufer mit Larnm, links unten die gekrönte Heilige Barbara rnit Turm und rechts unten die gekrönte Heilige Margarethe mit Drache und Kreuz. Die erhaltenen Figuren befinden sich in der Kreuzkirche.

37. Jutta von Kittlitz gründet die Kapelle St. Georg. Die Geschichte um Jutta von Kittlitz und ihren Verlobten Seyfried von Loeben, dessen glücklicher Heimkehr von den Kreuzzügen die Stadt Sprernberg die Stiftung der Kapelle St. Georg verdankt. ist die bedeutendste Heirnatsage der Region. Geschichtliches und Erdachtes sind eng miteinander verknüpft. Der Lehrer Arthur Grollmitz faßte 1931 die Sage in Spielszenen für 43 Mitwirkende. Nebenstehende Kapelle samt Jutta und Gefolge war Bestandteil des Festumzuges von 1893, wo auch die fotografische Aufnahme entstand. Die Darstellerinnen sind, von links nach rechts: Clara und Martha Wissinger, Elise Felisch, Fräulein Selko und Frieda Schwetasch.

38. Loebenscher Grabstein. Eines der prunkvollsten Grabmale des Kirchhofs St. Georg ist der Loebensche Grabstein, ein Kulturdenkmal des Barock. Er gedenkt des Caspar Ernst von Loeben, verstorben aus Altersgründen 1745, und Caspar Siegfried von Loeben, verstorben 1761 an den Folgen einer Kriegsverletzung, beide angehörig einem in und um Spremberg ansässigen weit verzweigten Adelsgeschlecht. Um die Jahrhundertwende wurde der Grabstein häuftig fotografiert und publiziert. Sind auch viele Grabsteine aus alter Zeit zerstört worden bzw. verlorengegangen, der Loebensche Grabstein jedoch ist im heutigen Stadtpark auf dem Georgenberg. unweit des ehemaligen Standplatzes der Kapelle, erhalten geblieben.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek