Spremberg in alten Ansichten

Spremberg in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Ihle
Gemeente
:   Spremberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5209-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spremberg in alten Ansichten'

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39. Windmühle au] dem Georgenberg. Die letzte Bockwindmühle im Gebiet um Spremberg arbeitete 1917 noch auf dem zu dieser Zeit weitgehend unbewaldeten Georgenberg. Sie wurde von dem 1870 in Spremberg gegründeten Foto-Atelier Bernhard Franke fotografiert, zu einer Zeit, als oftmals noch der Pinsel die Unzulänglichkeiten der Kamera korrigieren mußte. Der Windmühlenbesitzer von 1913, Gustav Hein, wohnte in der Georgenstraße 4, in welchem Haus 1878 bereits der Bockwindmüller Ernst Schelz gewohnt hatte. In diesem Jahr war noch Gottlieb Hartung Mühlenbesitzer , der am Markt 2 zu Hause war.

40. Bau der neuen Straße zum Bahnho]. Dieser Straßenbau ist der spektakulärste in der Geschichte Sprembergs. Er begann am 6. Mai 1926 und endete am 22. Dezember 1926, so die 'amtliche Auskunft' aus dem Jahre 1928. Tatsächlich aber wurde der Bau erst 1933 abgeschlossen. Diese großangelegte Notstandsarbeit gab 500 Erwerbslosen Arbeit und Brot. Mit dieser Straße wurde der Weg zum Bahnhof der 1866 eröffneten Berlin-Görlitzer Eisenbahnstrecke erheblich verkürzt. Während die Zufahrt durch die GeorgenbergschJucht 2 030 Meter beträgt, mißt die Strecke der neuen Straße ab Mitte Markt nur 1 250 Meter. 371 800 Kubikmeter Erde wurden bewegt und 3 000 Meter Wege und Treppenanlagen an den Böschungen und auf dem Geergenberg angelegt.

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41. Siedlungsbauten auf dem Georgenberg. In den zwanziger Jahren entstanden zahlreiche Sozialwohnungen. Mit der Erschließung des Georgenberges durch den Bau der beiden Straßen von 1833 und 1926 wurde eine großflächigere Bebauung des Berges möglich. Als der Dammaschkeplatz 1925 im Entstehen begriffen war und die ersten Mieter einzogen, trug die Umgebung noch ländlichen Charakter. Rings um die neuen Bauten dehnten sich noch Felder aus und unbefestigte Wege durchzogen die Flur. Der Georgenberg ist bis heute ein bevorzugtes Siedlungsgelände geblieben.

42. Germania-Stein auf dem Georgenberg.Dieses Denkmal markiert die Gabelung Robert-Koch-Straße/ Kirschallee und ist für Spaziergänger im heutigen Stadtpark wie auch für Autofahrer in Richtung Forst gleichermaßen augenfällig. Es erinnert bis heute an eine rege Vereinstätigkeit in der Stadt. Der Männergesangverein 'Gerrnania' widmete diesen Stein dem Spremberger Verschönerungsverein, dessen Wirken viele Grünanlagen im Stadtgebied zu verdanken sind und der auch die meisten Wege auf dem Georgenberg anlegte. Der 1865 gegründete Gesangverein setzte diesen Stein 1905 aus AnlaBseines40. Stiftungsfestes. Der Granitfindling trägt eine gravierte Metallplakette mit der Inschrift: 'Dem Verschönerungsverein vom M. G. V. Germania Spremberg 1905.' Das Schild auf der Verweilbank vor dem Stein enthält den Text: 'Geschenk des Männergesangvereins Spremberg.'

43. Zum Schweizergarten. Der Schweizergarten, eines der traditionsreichsten Ausflugslokale, liegt in der Nähe des Schlosses und besteht seit 1864. Die Ansichtskarte wurde 1924 verschickt. Der bereits 1906 im Vereinsregister aufgeführte 'Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs' unter dem Vorsitz des Hotelbesitzers 'Zum Rautenkranz' Leopold Thumann, hat in seinen 'Wegweisern' durch Spremberg und Umgebung stets einen Besuch des Schweizergartens angeregt. Gerühmt wird vor allem dessen gute Küche , die malerische Lage in der Bergschlucht und als Sehenswürdigkeit eine Tuffsteingrotte. Bis in die zwanziger Jahre lag das Lokal am Stadtrand, heute ist es durch Neubau und Eingemeindung mitten in die Stadt gerückt.

44. Bergschloßchen. Ludwig Krüger, der Gastwirt des Bergschlößchens, entstammt einer Schankwirtfamilie aus der Töpferstraße 4. 1863 erbaute Emil Wagner das Bergschlößchen, dessen erster Wirt er war, bevor es um 1900 in den Besitz Ludwig Krügers kam. Die Fotografie entstand am 16. Mai 1904. Das Bergschlößchen zählte zu den ältesten Spremberger Restaurants. Seine Einweihung fand am 11. Oktober 1866 statt. Vielen Vereinen war es Heirnstatt, auch der Verein ehem, Prinz Karl Grenadiere Nr. 12 traf sich hier. Später übernahm Fritz Krüger das Objekt, der es bis in die Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges hinein betrieb. Heute beherbergt es ein Freizeitzentrum.

45. Kobelts Konzerthaus. Bereits 1906 ist die Gaststätte von Pa ui Kabelt in der Heinrichstraße 16 an der Ecke Gerberstraße mit Saal und großer Bühne ein gutgehendes Unternehmen. Als Vereinslokal ernpfahl es sich vor allem für Vereine mit großer Mitgliederzahl. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1910. Seit 1906 war es mit seinem neu erbauten Ball-, Konzert- und Theatersaal Heimstatt des Handwerkergesangvereins und des Männergesangvereins Germania. Aufführungen reisender Theatertruppen fanden hier ebenso statt wie Theateraufführungen der ansässigen Vereine. 1946 war kurzzeitig ein städtisches eigenes Theaterensemble hier tätig. Die Trennung des Objekts in städtisches Kino und Veteranenklubhaus in den fünfziger Jahren schrankte dessen frühere Bedeutung für die Stadt ein.

46. Altes Schützenhaus an den Mühlen. 1716 erbaut, fand hier 1717 das erste Schießen statt. Über einen Zeitraum von 119 Jahren, bis Ende 1836, wurden hier die Schützenfeste durchgeführt. Keines der folgenden Schützenhäuser hat sich je wieder einer so langen Popularität erfreuen können. Es handelt sich um einen Fachwerkbau, eine bis weit in das 18. Jahrhundert typische Bauweise in der Stadt. Heute sind nur noch zwei Fachwerkhäuser im Stadtbild erhalten, die allerdings einen Verputz tragen. Die älteste Schützenscheibe, die das Spremberger Museum besitzt, datiert von 1813. Das alte Schützenhaus wurde noch im 19. Jahrhundert abgebrochen, um einer Gaststättenerweiterung durch Neubauten Platz zumachen.

47. Auszug der Schützengilde. Zum Pfingstschießen 1924 begaben sich die Schützen vom historischen Marktplatz durch die Lange Straße zum Schützenhaus Parma in der Vorstadt, das 1881 als drittes Schützenhaus der Stadt eingeweiht wurde. Links ist das Gebäude der Stadtbank zu sehen, das als Kavalierhaus des Herzogs Heinrich von Merseburg 1706 vollendet wurde und nach mehreren Urnbanten bereits 1844 die städtische Sparkasse beherbcrgte. Bis 1738 war Spremberg Residenz des Herzogtums Sachsen-Merseburg. Eine Inschrift am Hauptportal verweist auf diese Zugehörigkeit. Die SchützengiJde bestand aus einer Jäger- und einer Grenadierkompanie. Der neue Spremberger Schützenverein wurde am 29. April 1991 gegründet.

48. Mühlenstraße. Hier standen bis um die lahrhundertwende eimge der ältesten Wohnbauten der Stadt, meistens Fachwerkhäuser mit Lehmputz und Giebelverbretterung. Nur ein- oder zweigeschossig erbaut, verloren sie dennoch im sandigen Boden, beeinträchtigt durch jährlich mehrere Hochwasser, ihre Standfestigkeit. In der Mühlenstraße gab es 1906 insgesamt 21 in der Hauptsache von Handwerksmeistern bewohnte Häuser. Die Ansicht zeigt um 1900 eines der ältesten Häuser am Tag vor dessen wegen Baufälligkeit erfolgten Abbruchs. Vor allem die Kinder der Umgebung wurden vom Abrißvorhaben angezogen.

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