Spremberg in alten Ansichten

Spremberg in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Ihle
Gemeente
:   Spremberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5209-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Spremberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

~ -,--,-:;----

49. Brand der Stadtmühle 1893. Am 4. Mai 1866 kaufte die Stadt Spremberg die bisher staatliche Mühle für 72 000 Taler. Damit war sie die 'Stadtrnühlc' geworden. Die An den Mühlen ansässigen Werke wurden als Walk-, Spinn-, Getreide-, ÖI- und Sägemühle weiter berrieben. Technische Neuerungen, wie beispielsweise die Nutzung der Dampfkraft und eine zunehmende Versandung der Spree, führten allmählich zum Stillstand der mit Wasserkraft betriebenen Mühlenwerke. Nach dem Brand von 1893 verkaufte die Stadt den Mühlenkomplex wieder, nachdem er bereits 1891 von einem Feuer heimgesucht worden war. Eine neu erbaute Mühle am Mühlenplatz wurde über ein halbes Jahrhundert lang als Getreide- und Ölmühle genutzt, ehe sie später wieder abbrannte.

50. Das Krankenhaus 1917. 1869 seiner Bestimmung übergeben, genügte dieses Krankenhaus mit einer jährlichen Versorgungskapazität von 189 Patienten schon um 1900 den Anforderungen nicht mehr. Von 1914 bis Januar 1918 ist es Lazarett. Nach dem Ersten Weltkrieg treten die Unzulänglichkeiten des inzwischen fünfzig Jahre alten Gebäudes noch deutlicher in Erscheinung. Von 1920 bis 1924 ist Dr. Willy Zeese aufsichtsführender Arzt des Krankenhauses, das erst ab 1901 eine leitende Krankenschwester beschäftigt, welcher ein Wärter, eine Wirtschafterin und später zwei Dienstmädchen unterstellt sind. Die Ansicht zeigt die Bautzener Straße stadteinwärts.

51. Feierliche Einweihung des Krankenhaus-Erweiterungsbaues 1923. Erst 1922 hatte die Stadt so viel finanzielle Mittel aufgebracht, um einem Erweiterungsbau des seit zwei Jahrzehnten ungenügenden Krankenhausgebäudes zuzustimmen. Unter den Bedingungen der Inflation war dieses Vorhaben nur unter großen Schwierigkeiten zu vollenden und am 14. Juli 1923 erfolgte die feierliche Übergabe des neuen Gebäudes mit 58 Betten. Hatten die städtischen Behörden geglaubt, dem Problem der medizinischen Versorgung damit auf längere Sicht begegnet zu sein, so erwies sich das recht bald als Irrtum. Bereits am 17. November 1927 wird ein weiterer Anbau mit 24 Betten und im Mai 1931 abermals ein Anbau geschaffen, der die Bettenanzahl auf 120 erhöht.

52. Kinderheim. 1882 gründete sich der 'Verein Kinderheim', der 1909 sein eigcnes Heim erbaute. Das Gruppenbild entstand 1924 und vereint zwanzig Kinder mit ihren drei Pflegerinnen. Bis 1945 diente das Gebäude als Kinderheim. Noch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges entstanden schwere Gebäudeschäden. Das unmittelbar nach Kriegsende wieder instandgesetzte Heirngebäude in der Lustgartenstraße ist 1948 zur Aufnahme von Infektionskranken in den Krankenhaus-Gebäudekomplex einbezogen worden.

53. Gasanstalt. Am 29. Februar 1864 erfolgte die Grundsteinlegung für die Städtische Gasaastalt in der Bautzener Straße und bereits am 27. Oktober desselben Jahres brannten zum ersten Mal die Gaslatemen in den Straßen. Vor der Gasbeleuchtung erhellten die Straßen an Ketten aufgehangene ÖlIampen. 73 323 Taler mußte die Stadt für den Bau der Gasanstalt aufwenden. 2500 private Gasabnehmer , 112 öffentliche Gaslaternen und zwei Kandelaber auf dem Marktplatz und dem Wilhelmsplatz mit je fünf Brennstellen wurden noch vor 1870 regelmäßig vom Gaswerk versorgt. Das Bild zeigt die Anlagen der Gasanstalt um 1880.

54. In der Laasower Flur um 1860. Der Bliek reicht von der Gartenstraße am rechten, bis zur Cottbuser Chaussee am linken Bildrand. Ausgedehnte Wiesen und Felder waren bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts für diese Gegend charakteristisch. Urn die kleine Stadt dehnten sich weite Flächen, die sich hervorragend für die Ansiedlung von Industrie eigneten. Im abgebildeten Gebiet entstanden nach 1840 schrittweise Industrie- und Stadtbahnanlagen sowie in Spreenähe die Villen der Fabrikbesitzer. Am Horizont sieht man den Niederlausitzer Grenzwall, einen Endmoränenzug. der hier bei Kantdorf von der Spree durchbrochen wird. Rechts im Bild die Tuchfabrik Müller mit ihren ausgedehnten Anlagen zum Trocknen derTuche.

Spremberg (Lausitz).

Bergpartie bei Wilhelrninenau.

55. Bergstraße. Am Ende der Bergstraße, die als alter Fuhrmannsweg vor 1833 im Bogen nördlich um den Georgenberg herum aus der Stadt hinausführte , lag Wilhelminenau, ein bereits im frühen 19. Jahrhundert beliebtes Familienausflugslokal. Zwischen 1870 und 1890 entstanden hier Villen angesehencr Spremberger Industrieller und Geschäftsleute , wie die des Stadtapothekers Fernando Tietz (Mitte) oder des TextiJfabrikanten Sinapius, dessen Familie mehrere Villen in der Stadt besaß, und die das architektonische Antlitz des Spremberg der Gründerzeit mit bestimmte. Wilhelminenau dient heute als Wohnhaus.

56. Hauptbahnhof. Mit der Entstehung des Stadtbahnhofs 1898 wurde der ehernalige Bahnhof Ost, an der Strecke Berlin-Görlitz, zum Spremberger Hauptbahnhof. Der erste Zug fuhr hier von Spremberg nach Weißwasser 'arn 24. Oktober 1866 nachmittags um 3 Uhr 40 Minuten .. .'. Das Bahnhofsgebäude hatte arn 9. November 1866 Richtfest. Die abgebildete Ansichtskarte wurde im Jahre 1927 aufgenommen, als sich die Fahrgäste noch im 'Bahnhofs-Garten' mit erfrischenden Getränken vor oder nach der Reise versorgen konnten. Vor dem Bahnhof erwartete der Triebwagen der Spremberger Stadtbahn die Reisenden, um sie nach der Stadt zu transportieren. Am 15. Oktober 1932 wurde der Personenverkehr auf der Stadtbahnlinie eingestellt.

57. Eisenbahnunglück, Auf der Berlin-Görlitzer Eisenbahnstrecke stießen am 7. August 1905 auf der eingleisigen Strecke zwischen Spremberg und Schleife der Schnellzug von Berlin nach Görlitz und der Personenzug von Schleife zusammen. 14 Tote und zahlreiche Verletzte waren die Folge. Die Feuerwehr arbeitete bei Fackelschein die ganze Nacht hindurch, um die Strecke zu beräumen. Bei der Debatte im preußischen Abgeordnetenhaus fand sie dafür lobende Erwähnung. Die kleine Stadt Spremberg hatte ihre Sensation. Man ließ sich an der UnfallsteIle fürs Familiealbum fotografieren und geschäftstüchtige Fotografen produzierten Ansichtskarten vom Ereignis.

58. Stadtbahnhof 1910. Auf dem heutigen Gelände der Stadtschwimmhalle befanden sich seit 1896 die Gebäude der Stadtbahn, die den Personen- und Güterverkehr rnit den Preußischen Staatsbahnen in zwei Spurbreiten regelte sowie die Güter- und Kohlebeförderung in die einzelnen Fabriken vornahm. Das Projekt der Spremberger Stadtbahn vom Staatsbahnhof (Hauptbahnhof) in die Stadt (Normalspur), darüberhinaus an die Kohlegruben und mit Gleisanschlüssen in die einzelnen Fabrikhöfe (Schrnalspur) nahm bereits 1893 erste Konturen an. 1896 begann man mit dem Bau der Bahnanlagen. Die Anlagen des Stadtbahnhofs befanden sich an der früheren Cottbuser Chaussee, heute Berliner Straße.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek