Spremberg in alten Ansichten

Spremberg in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Ihle
Gemeente
:   Spremberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5209-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Spremberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59. Eröffnung der Stadtbahn. Nachdem 1866 die Berliner-Görlitzer Eisenbahnstrecke mit Haltepunkt in Spremberg eröffnet worden war, gab es kaum zwanzig Jahre später wiederum eine ganze Reihe von Projekten für neue Bahnverbindungen, beispielsweise zwischen Spremberg und Drebkau oder Spremberg-Hoyerswerda- Wittichenau. In den darauffolgenden Jahren wurden Pläne verworfen und neue diskutiert, bis nach vielen Auseinandersetzungen das Projekt der Spremberger Stadtbahn Gestalt annahm und nach längerem Probeverkehr am 22. Januar 1898 die geschmückte Hanornag-Lok mit dem Schild 'Bahn frei' zum Erinnerungsfoto bereit stand. Das Lok- und Bahnhofspersonal des Stadtbahnhofs war zur feierlichen Einweihungsfahrt angetreten.

60. Räuberhauptmann Lauermann. Eigentlich eine Romanfigur des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wurde der Räuberhauptmann, mehr oder minder geschickt mit der Geschichte Sprembergs verknüpft, zu einer im Volk beliebten Heldenfigur und damit bereits zu einer sagenhaften Gestalt. Der Räuberhauptmann Lauermann half den Armen und Bedürftigen, indem er den Reichen nahm, wovon sie ohnehin genug hatten. Anläßlich der Heimatfeste wurde die Räuber-Story bis in die dreißiger Jahre von Laiendarstellern regelmäßig aufgeführt. 1924 drehte "Tobis-Film' die Räubergeschichte an 'originalen Schauplätzen'. Das Foto zeigt die Stadtwache im Schloßhof.

61. Feuerwehrzug 1913. Aus diesem Jubiläurnsjahr (die Freiwillige Turner-Feuerwehr feierte ihr fünfzigjähriges Gründungsjubiläum) sind zahlreiche Fotografien der versebiedenen Feuerwehrzüge erhalten. Das abgebildete Gerätehaus mit Steigerturm wurde 1864 in der Leipziger Straße gebaut. Erst 1919 löste sich die Feuerwehr vom Turnverein und wurde eine selbständige städtische Einrichtung. 1913 stand die Feuerwehr unter dem Oberkommando von Oberführer Carl Schur , Emil Böhrenz war Stellvertreter, Emil Scharrer Kassierer und Eduard Balke Schriftführer. Im bis 1919 geltenden Statut der Turner-Feuerwehr war testgelegt. daß jeder Feuerwehrmann auch dem Turnverein 1862 anzugehören harte. Die beiden Steigerzüge führten Max Henel und Hugo Zober.

62. Gruppenbild der Wilhelm Nothnick-Zigarrenfabrik, Ein Netz vielfältigsten ansässigen Handwerks war für das Spremberg zwischen 1880 und 1930 charakteristisch. Die Tabakverarbeitung, meistens auf Farnilienbasis funktienierende Kleinunternehmen, war ein für Spremberg typischer Erwerbszweig. 1906 arbeiteten in der Stadt Spremberg 18 Zigarrenfabriken, deren Besitzer gleichzeitig eine Tabakwarenhandlung mitbetrieben, wo sie auch eigene Erzeugnisse absetzten. Wilhelm Nothnick wohnte in der Friedrichstraße 34, seine Zigarrenfabrik befand sich Friedrichstraße 13. Stolz stellt man sich dem Fotografen. Das Schild an der Hoftür weist darauf hin: 'Den Bewohnern der Hintergebäude ist der Durchgang verboten.' Man hielt auf Ordnung.

63. Friedrich Ebert-Gedenkstein. An Stelle dieses Gedenksteins war eine Sandsteinbrunnenanlage für Friedrich Ebert, den ersten deutschen Reichspräsidenten, geplant. Am 8. September 1929 fand daher anläßlich eines Kreistreffens des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold die feierliche Grundsteinlegung statt. Aus Geldmangel konnte jedoch das Brunnenprojekt nicht verwirklicht werden. Einer der in der Spremberger Gegend reichlich vorhandenen Findlinge dierite nun als Gedenkstein und erhielt eine bronzene Plakette mit NamenszeiIe. Er wurde 1932 auf dem Brunnengrundstein am Wilhelmsplatz aufgestellt. Auf der Grundlage eines Funkspruchs des Regierungspräsidenten zur Entfernung 'särntllcher sozialistischer Mitglieder des Magistrats und der Gemeindeverbande ... ' vom 25. März 1933 wurde von den gründlichen Spremberger Behörden auch dieser Stein 'entfernt'.

64. Eislaufen auf dem Pfortenplatz. Im Februar 1896 entstand diese fotografische Aufnahme von dem Vergnügen öffentlichen Eislaufens. Hier genossen Kinder wie Erwachsene die Freuden des Winters. Man traf sich, tauschte den neuesten Stadtklatsch aus und schloß Bekanntschaften. Mit dem Anpflanzen von Bäumen wurde der Platz für das Eislaufen immer weniger gecignet. Am 20. und 28. Juni 1892 führte Herr Otto Günther ein öffentliches Feuerwerk auf dem Pfortenplatz durch. Der Spremberger Anzeiger zollte der 'künstlerischen Vorführung' hohes Lob. Ab Mitte der dreißiger Jahre wurde auf dem Schwanenteich Schlittschuh gelaufen. Der Pfortenplatz diente unter anderem noch 1937 als Viehmarkt, nachdem auf dem früheren Roßplatz der Stadtbahnhof errichtct worden war.

SPRENBERG L Webschule m it evangelischer tfauptkl/che

65. Webschule. Aus der Tradition der Tuchmacherei seit dem Mittelalter entstand rnit der Entwicklung der Tuchindustrie 1869 in Spremberg die Königliche Webschule , die nicht nur Einheimische ausbildete , sondern auch viele Bildungswillige in die Stadt zog. Bereits 1880 wurde daher ein Neubau notwendig. Die 'Preußische Webschule' von 1899 auf dem Pfortenplatz wurde zu einer in der Fachwelt geachteten Ausbildungsstätte für den Fachnachwuchs der Textilindustrie. Die Bezeichnung 'Preußische Fachschule für Textilindustrie' ab 1900 trug dem Rechnung. Die abgebildete Ansichtskarte brachte 1919 Geburtstagsgrüße von Spremberg nach Dresden.

Sportplatz und Wirtscbaftsgebäude der Freien Turnerscbaft, Spremberl!, N.-L.

66. Turnvereine in Spremberg. Die Ansicht zeigt um 1926 den Sportplatz und die dazugehörenden Funktionsgebäude der Freien Turnerschaft Spremberg in Heinrichsfeld. Neben dem Turnverein 1862 unter dem Vorsitz von Paul Specht, gab es 1926 in Spremberg noch die Turnerschaft mit dem Vorsitzenden Kar! Ulrich und die Freie Turnerschaft unter dem Vorsitz von Richard Leppich. Der Arbeiter-Turnverein , dem 1913 noch Adolf Doherr vorstand. existierte als selbständigcr Verein 1926 nicht mehr. Stattdessen war ab 1926 bis in die dreißiger Jahre das Arbeiter-Sport-Kartell in das Vereinsregister unter dem Vorsitz von alto Schlenker eingetragen.

67. Gauturnfest in Spremberg, Am 15. August 1886 trafen sich die Turner zu ihrern Gauturnfest in Sprernberg auf dem Gelande des ehemaligen Schützenhauses und spateren Logengebäudes. Dieses Gebiet um die Bautzener Straße war in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts noch spärlich besiedelt und bot für sportliche Veranstaltungen reichlich Freiraum. Bürgerrneister Wirth hielt auf dem Marktplatz die Begrüßungsrede. Festteilnehmer kamen aus Cottbus, Peitz, Lubben, Görlitz, Rietschen, Muskau, Luckau, Weißwasser , Senttenberg. Calau, Kirchhain, Vetschau, Finsterwalde. Forst, Hoyerswcrda, Bernsdorf , Lübbenau, Drebkau. Riesa und Berlin.

68. Naturheilbad und Bootshaus des Kanusportvereins um 1930. Der Naturheilverein war Besitzer des Naturheilbades, das sich in der Spree befand. Der Weg dorthin führte vom Schloß aus durch eine Lindenallee zum Spreewehr und von dort am Bootshans des Spremberger Vereins für Kanusport vorüber. Gegenüber diesen Anlagen befand sich das städtische Flußbad, das man über eine schmale Brücke hinter dem Naturheilvereinsbad erreichte. Der Naturheilverein war bereits 1906 ins Vereinsregister eingetragen und gehörte damals zu den neun wissenschaftlichen Vereinen der Stadt. Er stand unter dem Vorsitz von Paul Kulke und hatte sein Vereinslokal in Stompiers Restaurant, Dresdner Straße 61. Der Kanusportverein wurde 1920 gegründet.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek