Spremberg in alten Ansichten

Spremberg in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Ihle
Gemeente
:   Spremberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5209-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Spremberg in alten Ansichten'

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Bootshaus des Ruder-Clubs Spremberg (L.)

69. Bootshaus des Ruderclubs. Die Ansichtskarte vom Bootshaus des Ruderclubs stammt von 1925. Der Club ist 1922 gegründet worden und erbaute sich 1925 sein Bootshaus, zu welchem eine 25 x 10 Meter große Bootshalle gehörte. Die Bauausführung oblag der Hoch- und Tiefbaugesellschaft Arthur Scholz in Trattendorf, die zur feierlichen Eröffnung die Reihe der Festreden eröffnete und die Schlüssel für das neue Gebäude dem Magistratsbaurat Nieber aushändigte. Der Spremberger Club hatte sich vor allem der Pflege des Wanderruderns verschrieben. Den Zweiten Weltkrieg überstand der Holzbau unbeschadet, nicht aber die politischen Wirren der Nachkriegszeit.

70. Gefallenendenkmal. Ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Fleischer Sprembergs wurde auf dem Gelände des Städtischen Schlachthofs errichtet. Es war dem Andenken von 14 Meistern und Gesellen der Fleischerinnung Spremberg gewidmet. Der mit den Namen und einer Inschrift versehene Gedenkstein zeigt in seiner Bekrönung das Innungszeichen der Spremberger Fleischer, ein eine Standarte führendes Lamm in einem Wappen, begrenzt von zwei Eisernen Kreuzen. Die untere Begrenzung des Steins bildet ein Stahlhelmrelief. Nach 1945 wurden Stahlhelm und Kreuze entfernt. Der Stein ist erhalten geblieben.

71. Fleischer auf dem Innungsschlachtho]. Nachdem die Stadtverwaltung sich für die Entscheidung, einen Schlachtbetrieb zu bauen, reichlich Zeit gelassen hatte, faßten die Meister der Fleischerinnung schließlich den Beschluß, den Bau selbst zu finanzieren und am 4. Juni 1880 begarm die Spremberger Baufirma Mittag mit den Bauarbeiten. Nach nur einjähriger Bauzeit, am 17. Februar 1889, crfolgte bereits die feierliche Inbetriebnahme, die mit einem Festzug durch die Stadt begann. Die Fotografie entstand 1927, zu einer Zeit, als es in Spremberg 26 selbständige Fleischermeister gab und 49 Gaststätten, Hotels und Gartenlokale ihre Gäste zu versorgen hatten.

72. Der Trattendorfer Hol Bis heute hat die für Arbeiter und Angestellte des Kraftwerkes Trattendorf 1918 erbaute Siedlung im Süden der Stadt Spremberg ihren Namen behalten. Sie ist ein Beispiel für die im Zusammenhang mit der industriellen Entwicklung erfolgte Stadtbebauung. Das Kraftwerk Trattendorf wurde als Energielieferant für Berlin bereits 1915 erbaut und war 1927 mit einer Leistung von 130 000 KW größter Energie-Erzeuger Europas. Jede der über 200 Siedlungswohnungen besaß einen kleinen Garten sowie Nebengelaß. Da die Haushalte bis weit in die zwanziger Jahre ihr Nutzwasser von der Pumpe holten, gehörten speziell entworfene Wasserpumpstellenzum Straßenbild.

73. Fest der Grundsteinlegung. Die Feier der Grundsteinlegung für das 22. Familienhaus am Knappenweg 1925 führte Bauherren und Bauarbeiter zum Freibier zusaramen. Nach dem Bau der Siedlungshäuscr am Trattendorfer Hof waren durch die Zunahme der Kohleförderung und der Entstehung neuer Industrien weitere Sozialwohnungen notwendig geworden. Es lag nahe , das einmal für Siedlungszwecke autgeschlossene Gebiet weiter auszubauen. Der Sozialgedanke bewirkte die Entstehung einer Stamrnarbeiterschaft und wirkte sich förderlich auf die Stabilität der Unternehrnen aus.

74. Die Sp ree in der Stadt. Die Ansicht zcigt die Verlegung der Kleinen Spree, eines Altwassers. durchgeführt 1919 im Rahmen der im Gebiet um die neue Schloßbrücke stattgefundenen Notstandsarbeiten. Wegen der häufigen Hochwasser irn Stadtgebiet haben sich die Behörden jahrzchntelang mit Flußverlegungen, Urn- und Ableitungen, mit dem Schaffen von Nebenarmen und anderen Formen der innerstädtischen Wasserregulierung beschäftigt. Im Zusammenhang mit diesen Verlegungsarbeiten sind zu Beginn des 20, Jahrhunderts Häuser abgerissen und ganze Straßenführungen verändert worden.

75. Hochwasser im Schloßbezirk. Eines der letzten großen Hochwasser, das weite Teile der Stadt überflutete, datiert aus dem Jahre 1930. Das Foto wurde am 29. Oktober 1930 aufgenommen und füllte mit vielen anderen Aufnahmen die Spalten des 'Sprernberger Anzcigers'. Einheimische Maler griffen zu Pinsel und Farbe und so sind aus den dreißiger Jahren zwei Aquarelle mit Hochwasserszenen von Erich Wieck im Museum erhalten. Weder die Verlegung der Kleinen Spree noch der Bau eines Umfluters schufen hier Abhilfe. Erst der Bau von Stauanlagen am Spreelauf in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts brachte eine Lösung des Problems auf Dauer.

76. Wehrturm. Curt Jung beschäftigte sich in seinem Buch 'Die Stadt Spremberg in der Niederlausitz' mit der hypothetischen Frage nach Wehrtürmen der Stadt Spremberg. Tatsächlich hat die Spremberger Stadtmauer mehrere Wehrtürme besessen. Das Foto zeigt eines der Türmchen, die im Mauerverband der Stadtbefestigung standen und fast sämtlichst aus Gründen des Straßen- und Wohnungsbaus im Laufe der Zeit, wie der abgebildete Turm am Ende der Kupfergasse, abgerissen wurden. Das Foto stammt aus den zwanziger Jahren und zeigt die private Nutzung des in einem Gartengrundstück liegenden Restes der einstigen Stadtbefestigung, der schließlich dem Bau der Hindenburgbrücke weichen mußte.

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