Sprendlingen in alten Ansichten Band 2

Sprendlingen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helge Genther
Gemeente
:   Sprendlingen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6444-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sprendlingen in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Im [ahre 1987 erschien der erste Band 'Sprendlingen in alten Ansichten' . Mit den von Helge Genther und Freunden des Sprendlinger Heimatmuseums zusammengestellten Postkarten und Fotografien aus den [ahren 1869 bis 1938 wird dem Betrachter ein gelungener Eindruck vom Erscheinungsbild unserer Gemeinde in diesen [ahren vermittelt. Schon damals war Sprendlingen rheinhessische Mittelpunktgemeinde.

Die Abbildungen geben auch einen interessanten Einblick in den Alltag der Sprendlinger zu jener Zeit und berichten von ihrem Vereinsleben und verschiedenen festlichen Anlässen.

Zum 25jährigenJubiläum des Sprendlinger Heimatmuseums wird dieser zweite Band mit Bilddokumenten von 1869 bis 1959 herausgegeben - ebenfalls federführend von Museumsleiterin Helge Genther. Er erscheint zu einer Zeit, in der wir uns in Sprendlingen verstärkt um das Ansehen als Mittelpunktgemeinde unserer Region bemühen, die Erhaltung und Gestaltung unseres historischen Ortskerns anstreben und unsere kultur-historischen Aspekte besonders herausstellen wollen. 'Sprendlingen in alten Ansichten' ist uns dabei sehr hilfreich.

Der langjährige Leiter des Sprendlinger Volksbildungswerkes, der für viele unvergessene Hermann JosefWagner, gab in seinem Vorwort zum ersten Band einen geschichtlichen Abriß,

der mit der ersten urkundlichen Erwähnung Sprendlingens in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch vom 22. April 767 beginnt. Ich will diesen geschichtlichen Überblick in diesem Folgeband nicht wiederholen und beschränke mich deshalb auf ein paar Anmerkungen zur Ortsentwicklung, nachdem neue Verkehrsverbindungen den entscheidenden Aufschwung brachten: 1870 wurde die Eisenbahnlinie BingenAlzeyeröffnet, 1888 die Nebenbahn Sprendlingen- Wöllstein ('Bawettche') und 1912 die Straßenbahnverbindung von

St. [ohann nach Bad Kreuznach (die 'Elektrisch'). Mit diesen neuen Verkehrsverbindungen änderte sich langsam das soziale Gefüge unserer Gemeinde. Immer mehr Einwohner verließen die Landwirtschaft und fanden in Handel, Handwerk, Industrie und Verwaltung einen Arbeitsplatz. Um die Mitte des 19. [ahrhunderts begann in Sprendlingen die Industrialisierung. Viele Arbeiter waren in den Ziegeleien und Blumentopffabriken beschäftigt, die wegen der Tonvorkommen in unmittelbarer Ortsnähe besondere Bedeutung hatten. Zahlreiche Ziegelbauten stammen aus dieser Epoche und prägen noch heute das Sprendlinger Ortsbild. [ahre des Stillstandes für die Entwicklung Sprendlingens brachten dann die beiden Weltkriege.

Nach der Währungsreform nahmen Handel und Handwerk einen wirtschaftlichen Aufschwung. Trotz Mittelpunktgemeinde mit Kleinstadtcharakter blieb auch die Landwirtschaft und vor

allem der bedeutende Weinbau erhalten. Sprendlingen ist eine der größten Weinbaugemeinden im Weinbaugebiet Rheinhessen.

Lebendige Heimatgeschichte bietet uns das Sprendlinger Heimatmuseum, zu dessen 2Sjährigen Bestehen dieser zweite Band 'Sprendlingen in alten Ansichten' erscheint. Der leidenschaftliche Sammler und Heimatkundlicher Wolfgang Genther gründete im August 1972 das Sprendlinger Heimatmuseum. In dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten ehemaligen Bauernhaus in der St. -Johanner-Straße brachte er die seit seiner Jugendzeit gesammelten Möbel, Töpferwaren, Bücher und viele andere Antiquitäten unter. Er schaffte damit die erste Grundausstattung für das inzwischen weit über unsere Gemeinde bekannte Museum, das seit seinem frühen Tode von seiner Ehefrau Helge Genther weitergeführt wird. Viele Besucher bewundern heute diese heimatkundliche Ausstellung.

Sprendlingen, im August 1997 Helmut Simon,

Bürgermeister der Ortsgemeinde Sprendlingen

1 Einer der ältesten Ansichten von Sprendlingen um 1869, in Öl auf verzinntem Blech gemalt.

2 Das Museum wurde im [ahre 1 75 1 als Bauernhof im fränkischen Stil gebaut. 18 1 0 war in diesem Haus die Bürgermeisterei untergebracht. Der damalige Bürgermeister hieß Reutter. Bis 1972 war das Bauernhaus in Besitz der Familie Klaus Reutter. Im selben [ahr erwarb die Ortsgemeinde Sprendlingen das Gebäude und stellte es Wolfgang Genther für seine Sammlungen zur Verfügung. Im [ahre 1975 wurde das Museum unter Denkmalschutz gestellt. Die Außenfassade wurde 1982 erneuert und das Fachwerk freigelegt. Heute ist das Heimatmuseum ein Schmuckstück im Ortskern und feiert in diesem [ahr seinen 25. Geburtstag.

3 Die St.-Johanner-Straße mit Blick auf das Rathaus. Links Bäckerei Willi Strunk, die wegen Krankheit 1982 geschlossen wurde. Rechts auf derTreppe: Annelie Gilzmer geborene Reutter, Hans Strunk und Christel Theis im [ahre 1957.

Sprendlingen, Rheinhessen

St. Johannerstraße

4 Blick in die St.-Johanner-Straße von dem heutigen Rathaus aus gesehen. Rechts im Vordergrund: Die Bürgermeisterei zur Franzosenzeit mit dem Schild MARIE. Daneben die Metzgerei und Gastwirtschaft von Wilhelm Jast um 1946.

5 Blick vom Rathaus in die St.-]ohanner-Straße um 1949. Rechts die Bäckerei Willi Strunk, von 1949 bis 1982.

6 Postkarte aus dem [ahre 1918. Links oben Blick in die St.-Johanner-Straße mit der Straßenbahn. Rechts oben das Rathaus. Damals war im heutigen Rathaus ein Hotel. Links unten Blick in die SchulstraßelEcke Friedrich Ebert Straße. Rechts unten das Schulhaus (heute Grundschule) mit dem katholischen Kirchturm.

7 Blick auf den Marktplatz mit dem Kriegerdenkmal und der evangelischen Kirche. Im Hintergrund eine Reihe Jugendliche.

8 Im [ahre 1949 bekam die evangelische Kirchengemeinde eine neue Glocke. Friedrich Diegel fuhr mit seinem Pferdegespann die festlich geschmückte Glocke durch den Ort bis zum Kirchturm. Die Gemeindekapelle mit ihrem Dirigenten Herrn Delp umrahmte das Ganze mit festlicher Musik. Pfarrer Rutz segnete die Glocke bevor sie mit Seilen in den Turm gezogen wurde. Die Bevölkerung nahm großen Anteil an diesem Ereignis.

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