Springe in alten Ansichten

Springe in alten Ansichten

Auteur
:   Günther Haupt
Gemeente
:   Springe
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3202-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Springe in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Dieser Bildband soll durch alte Fotografien einen Einbliek in die Entwicklung der ehemaligen selbständigen Städte Springe und Eldagsen in der Zeit von 1880 bis 1930 geben.

Zunächst hatte die Absicht bestanden, dies Büchlein mit Bildmaterial aus der heutigen Stadt Springe zusammenzustellen, in der nach der Gebiets- und Verwaltungsreform vom März 1974 insgesamt dreizehn Ortschaften zusammengeschlossen sind. Dieser Plan wurde wegen der Fülle des Materials aufgegeben, zumal Ansichtskarten und Fotos von Springe und Eldagsen noch in großer Anzahl von einheimischen Bürgern zur Verfügung gestellt wurden. Hinzu kamen Bilddokumente vom 'Saupark' , der zwischen Springe und Eldagsen liegt, in dem von 1867 bis 1912 'Kaiserjagden' stattfanden.

Die durch die Bilder dokumentierten Jahre waren für die Entwicklung von Springe und Eldagsen besonders bedeutend. Das zeigt sich zum Beispiel in der Verschiebung der Größenverhältnisse der beiden Städte in den letzten 150 Jahren. Während noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Stadt Eldagsen eine höhere Einwohnerzahl als die Stadt Springe hatte (1821 hatte Eldagsen 1 901, Springe nur I 605 Einwohner), verschob sich dieses Verhältnis allmählich: 1880 waren beide Städte gleich groß, 1930 war Springe doppelt so groß wie die Nachbarstadt. (Heute, 1978, hat Springe 14307 Einwohner, Eldagsen nur 3 768.) Erklärbar ist diese unterschiedliche Entwicklung unter anderem durch die Industrialisierung.

Nach der Eröffnung der Eisenbahnstrecke HannoverHameln im Jahr 1872 siedelten sich immer mehr

Industriebetriebe in Springe an. Eldagsen, das bis zu dieser Zeit durch das Schuhmacherhandwerk, die Senfmühlen und Honigkuchenbäckereien zur Blüte gekommen war, konnte mit seinen Handwerksbetrieben mit der schnellen industriellen Entwicklung nicht Schritt halten; die kleinen Betriebe, meist Familienbetriebe, wurden nach und nach aufgegeben. Ansichtskarten sind zwar ein nicht immer zuverlässiges aber stets ein interessantes Mittel der Selbstdarstellung von Ortschaften, in ihnen wird das Selbstverständnis oft deutlicher zum Ausdruck gebracht als in historischen Abhandlungen. Außer den Ansichtskarten fanden sich noch alte Fotos von Vereinen und Veranstaltungen, die eine Erinnerung an besondere Begebenheiten sind und Aufschluß über das gesellschaftliche Leben der Zeit geben.

Bei der Zusammenstellung der Bildunterschriften wurde großer Wert auf mündliche Informationen älterer ortsansässiger Bürger gelegt. Solche mündliche Überlieferungen sollen in diesem Buch festgehalten werden, auch wenn sie nicht immer eindeutig belegbar sind.

Ieh habe allen zu danken, die mich bei der Zusammenstellung dieses Bildbandes, sei es durch Bildmaterialoder durch Informationen, unterstützt haben und bitte um Nachsicht, daß nicht alle zur Verfügung gestellten Bilder übernommen werden konnten.

1. Der Marktplatz vermittelt auf dem Foto von 1883 noch die Atmosphäre der früheren Ackerbürgerstadt Springe. Typische Ackerbürgerhäuser, mit dem Giebel und Einfahrtstor zur Straße und einer Utlucht (Vorbau), umsäumen den Marktplatz. Da die Häuser eng aneinander gebaut waren und zwischen ihnen nur eine sechzig bis siebzig Zentimeter breite Traufgasse bestand, konnte man nur über eine Durchgangsdiele mit großer Toreinfahrt auf das rückwärtige Grundstück gelangen. Der Bürgersteig war mit Feldsteinen gepflastert. Die Abwässer wurden oberirdisch in einer Rinne abgeleitet.

· Springe

Marktplatz mit Marienbrunnen

2. Der Marktplatz, auf einer Postkarte von 1908, hier von der Ecke Fünfhausenstraße aus gesehen, hat sich seit 1883 (Bild 1) sehr verändert. Die Fahrbahn ist gepflastert , die Bürgersteige sind rnit Bordsteinen und in der Lauffläche mit Sollingplatten befestigt, Gaslaternen stehen am Straßenrand und Lindenbäume verschönern das Ortsbild. Vorn links ist das Haus Lange Straße 31, das 1616 von dem Ratskellerwirt Heinrich Baxmann errichtet wurde und den Dreißigjährigen Krieg überdauert hat. 1m Hintergrund ist der Ratskeller zu erkennen.

3. Bürgermeister Peters war von 1884 bis 1918 im Amt. Während seiner Amtszeit wurden die ersten Abwasserkanäle gebaut und die wichtigsten Straßen gepflastert. Das Wasserwerk entstand 1902, die Gasanstalt 1903. Nach Fertigstellung der Gasanstalt wurden die bisher als Straßenbeleuchtung dienenden Petroleumlampen durch Gaslaternen ersetzt. Er verlegte 1907 die Verwaltung vom Ratskeller in die frühere Posthalterei Lange Straße 26.

4. Die Posthalterei, von 1773 bis 1883 von der Familie Lindemann geführt, wurde von der Stadt Springe erworben und ab 1907 neuer Verwaltungssitz. Gleichzeitig erhielten in diesem Gebäude die Stadtkasse und die Stadtsparkasse, die bis dahin in der Privatwohnung des Rendanten untergebracht waren, neue Räume. Das Foto zeigt das Rathaus um 1930, noch mit vorgelagerter Eingangstreppe.

5. Eines der ältesten Fotos von Springe zeigt eine Steinsetzerkolonne beim Pflastern des Marktplatzes an der Ecke Burgstraße um 1890. Neben einigen Zuschauern mußte natürlich der gerade vorüberkommende Postbote, in blauer Jacke und weißer Hose, die Zustelltasche umgehängt, rnit auf das Bild. Die Gebäude - rechts das Haus Peters - befanden sich zu dieser Zeit in einern sehr schlechten Zustand.

SPRI G MARKTPLATZ MIT BRU ~

6. Diese Fotoaufnahme ist einige Zeit nach der Aufstellung des Marienbrunnens, in Bildmitte, nach 1903 entstanden. Die Straßenfläche um den Brunnen wurde zu dieser Zeit gerade gepflastert. Die Gebäude sind, von links angefangen: Bäckerei Bormann, Schuhgeschäft Luhmann, die Superintendentur, das Haus Riekenberg und das Rathaus. Rechts im Bild ist der Gasthof 'Deutsches Haus'. Zwischen dem Haus Luhmann und der Superintendentur mündet die schmale Fünfhausenstraße in die Lange Straße. Das 'Nadelöhr' wurde 1937 durch Abbruch der Superintendentur und des danebenstehenden Giebelhauses Riekenberg aus verkehrstechnischen Gründen erweitert.

7. Das Konditorei-Café Borrnann am Marktplatz wurde 1849 von Christoph Borrnann und Ehefrau Christiane, geborene Koopmann, als Bäckerei gegründet. Seitdem ist es im Familienbesitz. Heinrich Bormann erhielt 1928 die Konzession fur ein Café. 1949 übernahm es der heutige Inhaber Rudolf Borrnann mit seiner Ehefrau Lore , geborene Lieser. Auf dem Bild von 1908 sind Christian Borrnann, die Schwiegertochter Lina Borrnann und Luise Teppe zu erkennen.

SPRINGE. Langestrasse

8. Die Lange Straße um 1908 mit Bliek auf den Ratskeller und die Südseite des Marktplatzes. Auf der Straßenmitte kommt gerade ein Zigeunerwagen gefahren. Die Herren trugen zu der Zeit gern Kreissägen (Strohhüte) als Kopfbedeckung und Kavalierstöcke, wie auf der Postkarte im Vordergrund rechts vor dem heutigen Bettenfachgeschäft Koch zu sehen ist.

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