St. Gallen in alten Ansichten Band 1

St. Gallen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-1499-8
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

5. Auf der 1918 entstandenen Flugaufnahme der Stadt St. Gallen (Abbildung 1) dominiert die im 18. Jahrhundert entstandene barocke Klosteranlage, der sogenannte Stiftseinfang. Hier befand sich bis zu ihrer Aufhebung im Jahre 1805 das Verwaltungszentrum der Fürstabtei St. Gallen, die bis zur helvetischen Revolution 1798 als eigenes Staatswesen 'friedlich-schiedlich' neben der evangelischen Reichsstadt und Stadtrepublik St. Gallen existierte. Diese Aufnahme des Klosterplatzes als Kartoffelfeld im Kriegsjahr 1918 zeigt die Pfalz, das heutige Regierungsgebäude. Ernst Flükiger schrieb 1919 in der 'St. Galler Schreibmappe', wenn nicht die Produktion des eigenen Bodens mit allen Kräften gefördert worden wäre, hätten wir das Hungergespenst nicht zu bannen vermocht.

6. Am Nordrand des Klosterhofs baute 1837-1841 Architekt Felix Wilhelm Kubly das Zeughaus, welches 1899 durch ein neues im Westen der Stadt, an der Kreuzbleiche, ersetzt wurde. In den alten Zeughausräumlichkeiten richtete sich 1907 die Feuerwache ein, die hier bis 1969 blieb. Vor dem Zeughausflügel stehen die Wagen des Automobil-Löschzuges der städtischen Feuerwehr (1919). (Seit 1979 sind im ehemaligen Zeughausflügel das Staatsarchiv, das Stiftsarchiv und das Kantonsgericht untergebracht.)

7. Im Jahr 1907 wurde die Feuerwehr vom alten Tuchhaus an der Neugasse in das einstige Zeughaus am K1osterhof verlegt. Diese Abbildung, entstanden 1907, zeigt das Turner-Rettungskorps auf dem Rettungswagen vor der damals neuen Feuerwache. In dieser Zeit wurden die Feuerspritzen und -leitern noch von Menschen oder Pferden gezogen. Eine Benzin-Autornobil-Spritze konnte 1909 angeschafft werden, eine Autodrehleiter 1914. Im Hintergrund erstreckt sich, am Südrand des Klosterhofs, der Bischofsflügel.

8. Die beiden Staatswesen Stift und Stadt St. Gallen waren innerhalb des Territoriums der Reichsstadt seit 1567 durch eine zehn Meter hohe Trennmauer voneinander geschieden. Sie verlief entlang der heutigen Zeughausgasse und Gallusstraße zum Gallusplatz und Müllertor (Mühlenen). Dieser Bliek in die Gallusstraße um 1900 zeigt links das buntbernalte Kaufmännische Directorium, dahinter das Stadthaus und am östlichen Ende der Straße die St. Laurenzenkirche; rechts stehen die heute noch benützten Schulgebäude.

9. Das kirchliche Zentrum des evangelischen St. Gallen ist die Stadtkirche St. Laurenzen, welche 1979 nach langen Restaurierungsjahren wieder feierlich eingeweiht wurde. Ihre Anfänge gehen bis in spätkarolingische Zeit, ins 9. Jahrhundert, zurück; am Anfang stand hier vermutlich eine Grabkapelle. In den Jahren 1850 bis 1854 wurde das Gotteshaus in neugotischem Stil umgebaut. Diese Innenansicht von 1907 zeigt die Kirche mit der 1902 angebrachten Bemalung.

10. Vor der St. Laurenzenkirche um 1905, mit dem Restaurant 'Zur alten Post' und dem Haus 'Zur Tanne' an der Gallusstraße. Das Café Ferrari an der Ecke Gallusstraße/Marktgasse trug den Namen nach dem Cafétier Ludwig Ferrari, der hier schon 1880 ein Café betrieb. Daneben steht das Restaurant 'Zum goldenen Fass'. Im Eckhaus Marktgasse/Schmiedgasse, 'Zum Zitronenbaum' genannt, führte loser August Angert bis 1907 eine Kürschnerei, Eugenia Eisenring seit 1908 ein Hutgeschäft. Das altertümliche Haus im Hintergrund ist der 'Rosenstock', eines der ältesten Häuser der Stadt. Es wurde 1919 durch einen heute noch bestehenden Jugendstilbau ersetzt.

S'. G3::e:!. Al~oho~f:"eies Resteur a nt

11. Diese Aufnahme zeigt die Gallusstraße, welche um die Jahrhundertwende von Kindern völlig ohne Gefahr begangen werden konnte, gegen das 'Alkoholfreie Restaurant Café Greif", in dem seit 1897 Josef Simon Schmitz-Speck ein 'Atelier für Dekorationsmalerei' betrieb. Die Fresken an der Fassade des Hauses 'Zum Greifen' wurden bei der Renovation 1943 durch ein Wandbild des Kunstmalers Willi Koch ersetzt. 'Der Greif' wäre 1964 allbereits einem Neubau zum Opfer gefallen; die Visierstangen standen schon. Glücklicherweise kam aber diese unsinnige 'Großüberbauung' nicht zustande. Im Vordergrund rechts die Buchhandlung von Anton und Josef Köppel (1884-1920), dahinter die neue Volksküche.

12. Die ersten Häuser der nachmaligen Stadt St. Gallen durften um den heutigen Gallusplatz, wo es früher 'im Loch oben' hieß, in unmittelbarer Nähe des Klosters entstanden sein. Dort stehen noch heute die ältesten Bauten der Stadt. Die Häuserzeile mit dem Gasthaus 'Zum Schwanen' und dem 'Sonnenhof" mit dem halben Eckerker, dem 'Vorderen Sonnenhof' und dem 'Grünen Hof' schließt den Gallusplatz gegen Norden ab. Am Entgang zur Bankgasse steht noch die alte Volksküche, die 1902 abgebrochen und durch den heutigen Bau (ehemals 'Möbel Glass') ersetzt wurde. Heute herrscht hier ein fast pausenloser Verkehr, der dem nahen Kloster, der Stiftsbibliothek und den verschiedenen renovierten Häusern empfindlichen Schaden zufügt!

13. Über den Kleintiermarkt (nach 1910) am Gallusplatz erzählt Goldschmied Josef Tannheimer: Die Tiere, Chüngel aller Rassen, Hühner und Güggel verschiedenen Gefieders und lärmige Truthennen in holz ernen Gittern, von beiden Gattungen Zucht- und Schlachttiere. Dann Tauben, Enten, Gänse, Kanarienvogel und Meerschweinchen. Auch Hunde wurden gelegenttien gehandelt, eher wegen des Hundeschmalzes als des vornehmen Stammbaums halber. In allen moglichen Verschlägen kam die Lebendware auf den Markt. Viele Viecher in den grossen Chrenzen, durch die Holzstäbe sichtbar in zwei bis drei Lagen, oben mit einem schwarzen wachstuch zugedeckt, seitlicn das Gegacker und Federstieben und zuunterst in einem Kastehen noch frische Trinkeier.

14. Westlich des Gallusplatzes mündet die Gallusstraße in den Oberen Graben und die Wassergasse. An diesem oberen Teil hantierte im Haus 'Zum Oelblatt' seit 1890/91 der Flaschnermeister Theodor Bürkler; daneben existierte bis 1927 das Restaurant 'Schweizerhalle', Zur Zeit dieser Aufnahme war dieser Teil der Gallusstraße noch ein ruhiger, vom Verkehr abgelegener Winkel.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek