St. Gallen in alten Ansichten Band 1

St. Gallen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-1499-8
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 1'

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15. Die Webergasse mit den beiden Kaffee-Hallen 'Zur Klarheit' und 'Zum Jakobshof" erinnert an St. Gallens mächtigste Zunft, nämlich die der Weber, und an das hier seit dem Mittelalter ausgeübte Leinwandgewerbe. Auffallend auch in dieser Gasse ist das völlige Fehlen jeglichen Verkehrs um 1900; heute ist die ganze Gasse dauernd mit Autos verstellt. Hier betrieb Franz Xaver Schabel-Geisser von etwa 1895 bis 1906 seinen 'billigen Laden' für 'Colonialwaren und Landesprodukte'.

16. Bevor die Schmiedgasse durch den scheußlichen Allerweltsbau des ABM verunstaltet wurde, war sie in ihrer ganzen Länge eine malerische, mit abwechslungsreichen Fassaden gegliederte Gasse. Diese Abbildung, vermutlich zwischen 1900 und 1910 entstanden, beweist es. Nicht nur kunstvolle Lampenarme und Wirtshausschilder schmücken sie, sondern auch das Prunkstück einer baulichen Spezialität St. Gallens: der Erker am Haus 'Zurn Pelikan', Heute ist die Gasse nicht nur durch den erwähnten Neubau, sondern auch durch geschmacklose Firmenanschriften verunziert, die auf 'Lädeli' hinweisen mit so 'weltoffenen' Namen wie 'Boutique No Name' (NI. 22), Chicago (Nr. 24) und African Arts Boutique (NI. 18) usw.

17. Die Spisergasse 1906/07, eine der schönsten Gassen der Stadt St. Gallen, mit der Papierhandlung Ritter & Co., dem Restaurant 'Stadtkeller' in NI. 17, wo Rudolf HeubergerKürsteiner bis 1907 wirtete, und im Hintergrund das Haus mit dem runden Erker, das Restaurant 'Bierfalken', 1907 wurden die Häuser 'Zum Stem' (Nr. 15) und 'Zum Schaf' (NI. 17) zum 'Volksmagazin' zusammengefasst und die untersten beiden Geschosse verandert. Der alte Spisergassbrunnen rnit dem Stadtbären, der das Kantonswappen hält, wurde 1959 beseitigt und durch den heutigen Kinderbrunnen des Luzerner Bildhauers Rolf Brem ersetzt.

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We.br:i A. G. Kjlehberg ZUrl l

18. Die 'ConcerthalJe zum Bierfalken', wo Karl Horn-Hofmaier von 1904 bis 1926 wirtete. Ein Inserat im Adreßbuch der Stadt St. Gallen von 1918 meldet unter 'Konzert-Anzeiger", daß auch im 'Bierfalken' das ganze Jahr hindurch jeden Samstag und Sonntag Konzerte stattfinden, welche 'dem tit. Publikum bestens empfohlen' seien.

19. An der Ecke Marktgasse/Multergasse richtete 1909-1910 im Haus 'Zur Laterne' Julius Brann ein neues Geschäftshaus ein, das er 1919 an der Marktgasse noch erweiterte. Dieser Vergrößerung fiel das Haus 'Zum Kamel' mit einem der schönsten Erker der Stadt zum Opfer. Die Aufnahme ist kurz vor dem Abbruch der 'Laterne' entstanden, als das 'Zürcher Engros Lager Julius Brann' einen 'Tot alRäumungs-Ausverkauf' veranstaltete.

20. Im Haus 'Zur Waage' an der Ecke Multergasse/Neugasse befand sich einst der 'Konsurnverein'. Nicht weit davon, an der Neugasse 53, gab es damals noch ein Restaurant mit dem wohlklingenden Namen 'Distelsang' (links am Rand). 1904 baute der Architekt Wendelin Heene anstelle der Häuser 'Zur Waage' und 'Zur goldenen Garbe' ein neues Geschäftshaus. In einem zeitgenössischen Bericht steht: Dadurcn hat die Muitergasse in ihrem westlichen Eingange ein wesentlich 'großstädtischeres' Ansehen erhalten und das monumentale Bankverein-Gebäude zugleicn eine ebenbürtige Nachbarschaft.

21. Der westliche Eingang zur Multergasse um 1900 mit der 'Buchbinderei und Cartonnage-Fabrikation August J. Laemmlin', der auch mit Tapeten-, Papierund Schreibmaterialien, feinen Quincaillerien und Lederwaren handelte. Das 1865 erbaute Haus mit dem weitherurn sichtbaren Uhr- und Glockenturm wurde 1913 abgerissen und an dessen Stelle das heutige 'Rösslitor' (Globus) für die Museumsgesellschaft St. Gallen errichtet. Am mächtigen Kandelaber stehen Schilder mit Aufschriften 'Schritt fahren' und 'Wer Arbeit sucht .. .'.

22. Im Jahre 1909 stellte Carl Anton Buzzi an der Neugasse 43/49 das mächtige Jugendstilgebäude 'Zur Treue' fertig. Projektiert worden war das Geschäftshaus von 1900 bis 1908. Aus dieser Zeit dürfte die Abbildung stammen, stehen doch am alten Haus bereits die Visiere, Die Bürstenfabrikation von Gabriel Sim on wurde bis 1911 betrieben, Die Überbauung des Areals an der Abzweigung Neugasse/Hinterlauben erfolgte 1961. Im übrigen ist die Neugasse tatsächlich eine neue Gasse, denn der Großteil ihrer phantasielosen Zweckbauten ist in unserem Jahrhundert errichtet worden.

23. Wie abwechslungsreich die Häuser an der Neugasse einst waren, zeigt dieser Bliek auf die westliche Zeile an der mittleren Neugasse um 1905. Das Haus Nr. 22 mit der Konditorei von Karl Frey (seit 1894) dürfte um 1890 erbaut worden sein, eine 'reich durchinstrumentierte Fassade rnit übereck vorkragendem, doppelgeschossigem Mittelerker' (Andreas Hauser). Die Fenstergiebel des dritten Stockwerkes sind mit Medaillons geschmückt und zeigen die Porträts von Carl Löwe und Richard Wagner. Weiter oben führte Joseph Naphtaly seit 1904 einen Kleiderladen. Von ihrn erzählt man, er habe einst an seinern Laden ein Schild hängen genabt mit dem Vermerk: 'Von nun an habe ich meinen Hosenladen auch am Samstag offen .. .'.

24. Zwischen der Neugasse und dem Oberen Graben wurde 1877 ein Durchbruch geschaffen, um bequem von der Altstadt ins neue Geschäftsviertel zwischen Stadt und Bahnhof zu kommen. Dieser Neugassdurchbruch führte direkt in die Poststraße. Im Haus links betrieb Georg Baumann bis 1911 eine Schuh- und Handschuhhandlung, rechts Werner Hausknecht eine Buchhandlung mit Antiquariat, Verlag und Antiquitäten.

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