St. Gallen in alten Ansichten Band 1

St. Gallen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-1499-8
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

25. Unten an der Neugasse stand seit dem 16. Jahrhundert das Tuchhaus mit einem mächtigen Dach mit Treppengiebel (Abbildung aus dem Jahre 1914). Daran schlossen sich weitere Gebäude an: das Haus 'Zum Antlitz' und das Zunfthaus der Weber, später 'Museum', an der Ecke Neugasse/Marktgasse. Seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte die städtische Feuerwehr im Tuchhaus ihr Gerätedepot und ihre Feuerwache, während der Oberstock als Polizeigefängnis eingerichtet wurde als Ersatz für die vorher im Rathaus befindlichen Gefdngnisse. Zu guter Letzt fand die einstige Bürgerrnange noch Verwendung als Gemüsehalle des Konsumvereins. Im Sommer 1916 wurde sie abgebrochen.

26. Vor dem Abbruch der Häuser unten an der Neugasse führten Ernst Speek im 'Antlitz' seit 1915/16 eine Dekorations-Malerei, Babette Gruebler seit 1909 eine Feinglätterei; daneben betrieb Franz Huber seit 1914 die 'Milch-Versorgung St. Gallen'. Das Haus 'Zum Antlitz' war bis 1798 das Zunfthaus der Schneider; 1864 erwarb es die Museumsgesellschaft und 1891 die Stadt, 'urn über den Platz für künftige Umgestaltungen frei verfügen zu können',

27. Im Jahr 1916 wurden zuerst 'Museum' und 'Antlitz' und im Sommer auch das Tuchhaus abgebrochen und an ihrer Stelle das Städtische Amtshaus und das Gerichtshaus erbaut. Im Hinterhof, von Marktgasse, Hinterlauben und Neugasse eingeschlossen, blühten damals noch Elieder- und Holderbusch und eine mächtige Linde. Frida Gröbly schrieb 1919: Rasch ist unter hohem Gerüst das neue Bezirksgerichtsgebäude emporgewachsen und bald wird vergessen sein, dass da hinten, wo die Untersuchungsgefdngnisse mit festen Mauern entstanden sind, einmal ein Hoflein lag, in dem Bäume grünten und Vögel sangen.

28. Der elegante, fünfgeschossige Eckbau des Amthauses mit seinern mächtigen Walmdach an der Neugasse/Marktgasse kurz nach seiner Fertigstellung 1921. Das 'Confectionshaus Globus' befand sich seit 1921/22 in diesem Gebäude, Die Stände in der Marktgasse mußten seitdem verlegt werden zugunsten von Parkplätzen! Die Neugasse wurde unterdessen wieder zur 'Fußgängerzone' gemacht; die Marktgasse soll es gelegentlich auch wieder werden.

29. Das Herz der alten Stadtrepublik St. Gallen war das Rathaus am Markt. Von hier aus regierten bis 1798 Bürgermeister und Kleine und Große Räte den stadtsanktgallischen Zwergstaat, dessen Territorium nicht größer war als etwa drei Kilometer lang und anderthalb bis zwei Kilometer breit und der noch 1800 bloß etwa 8 000 Einwohner hatte. Nachdem 1865 das Stadt- oder Irertor unten an der heutigen Marktgasse abgerissen worden war, fie11877 auch das Rathaus der Neuerungssucht des 19. Jahrhunderts zum Opfer zum großen Leidwesen der Jetztlebenden. Diese Aufnahme zeigt das Rathaus berelts ohne das einst angebaute Stadttor; sie muß demnach zwischen 1865 und 1877 entstanden sein.

.? ~-_ .?.

-

30. Durch die Beseitigung des Rathauses wurde eine 'freie Passage' geschaffen zwischen dem Markt, das heißt der heutigen Marktgasse, und dem Boh!, also zwischen der oberen und unteren Stadt. 1904 wurde hier das Vadian-Denkma! aufgestellt. Die Chronik berichtet unter dem 7. Juli: In St. Gallen erfolgt die Enthüllung des gemäss Beschlüssen der Ortsgenossenschaft am 26. Nov. 1899 und 25. Mai 1902 auf dem Marktplatz errichteten, von dem Bildhauer Richard Kissling geschaffenen Denkmals für den grossen Burgermeister. Humanisten und Reformator Vadion (Joachim von Watt, 1484-1551, Bürgermeister 1526-51 J.

31. Nach dem Abbruch des Stadttors 1865 erfolgte einige Jahre später die Niederlegung des Rathauses und des Kanzleibaus. Auf dieser Abbildung steht nur noch der vordere Teil der Kanzlei. Das Türmchen des Rathauses kam zusammen mit einer Glocke und der Monduhr auf das Waaghaus. Auf diesem Platz steht heute die St. Gallische Creditanstalt.

32. Die Marktgasse (nach 1902), früher kurz 'am Mart' genannt, war einstmals die Hauptgasse der Stadt, Sie wird gegen den Klosterplatz hinauf immer schmäler. Unten am Markt stand bis 1877 das Rathaus, in der Gasse bis 1904 der Justitia-Brunnen, an der Ecke Marktgasse/Neugasse bis 1916 das einstige Zunfthaus der Weber. Die Häuserreihe irn Vordergrund mit der Handschuh-Fabrik und dem Coiffeur-Geschäft samt dem Restaurant 'Marktplatz' mußte 1933/34 der Neuüberbauung der unteren Neugasse weichen,

33. Ein Bliek in die Marktgasse vor 1902 zeigt rechts am Bildrand das alte 'Museum' (Zunfthaus der Weber) an der Ecke Marktgasse/Neugasse und den Eingang zur Spitalgasse, in dessen Nähe noch der alte JustitiaBrunnen steht. Die Uhr auf dem St. Laurenzenturm ziegt vier Uhr nachmittags. Die Marktleute scheinen ihre Waren verkauft, ihre Körbe leer zu haben. Bevor es heimwärts geht, ist noch Zeit für einen Schwatz.

34. Den Eingang zur Spitalgasse dominierte seit 1902 das 'Schweizer-Musikhaus' von Zweifel-Weber, welches in jenem Jahr einen prächtigen Jugendstilaufbau erhielt (1952 beseitigt). Die Spitalgasse erinnert an das 1228 gestiftete Heilig-Geist-Spital, das sich bis zur Eröffnung des Burgerspitals an der Rorschacher Straße im Jahre 1845 'am Markt' befand.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek