St. Gallen in alten Ansichten Band 1

St. Gallen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-1499-8
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

55. An der Rosenbergstraße 94 stand bis um 1943 eine Backstein-Villa, die 1885-1886 vom Architekten und Baumeister Wilhelm Dürler für den Kaufmann Albert Wenner-Fischbacher erbaut wurde. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1890. Um diese Zeit schrieb Architekt August Hardegger: Verschieden wie das Können der Erbauer und verschieden wie der Geschmack der Besteller präsentieren sich die Neubauten, sie variiren in allen Stilarten. Gothik ...

.??..

56 .... italienische und deutsche Renaissance, ja selbst der Rococo und Zopf und die Kunst des Japanesen liehen ihre Bauformen, um 'gefreuten' und 'ungefreuten' Neubauten ihr äusseres Gewand zu weben. Die Villa 'Salve' des Bauunternehmers und Cementiers Werner Graf an der Dufourstraße 64 wurde von Architekt Karl August Hiller 1884 erbaut (Aufnahme 1890) und 1963 abgebrochen.

57. Weitherum bekannt ist das St. Galler Kinderfest, welches im Juni, Juli oder August durchgeführt wurde und wird. Diese Madehen in ihren weißen Kleidern aus St. Galler Stickerei dürften um 1900 abkonterfeit worden sein. 1887 steht über das Kinderfest in einer Stadtbeschreibung: In einem dieser beiden Monate, gewöhnlich im ersteren, wird das berûhmte Jugendfest abgehalten, das in St. Gallen einzig in seiner Art ist. Die Kinder aller Schulen, einige Tausend an der Zahl, ziehen, festlicn geschmückt, die Mädchen mit Kränzen und Guirlanden ...

'fUSS vom Si. aller ]ugend:es

I a-nbcuren Gruppe aus dern Fes:ll..ge.

L Kirschner-Eno'er. B1,lcnhanolg. St. Gallen

58 .... die Knaben mit bekränzten Hellebarden, Armbrusten und anderen harmlosen Waffen, zum Schlusse das Kadettenkorps der Kantonsschule mit seiner Artillerie, Musik und Infanterie durch die Stadt auf den Rosenberg, wo sich die Jugend den Tag über mit Spielen, Tanz, Turnen und Waffeniibungen ergotzt. (Aufnahme nach 1895.)

Sr..ss vom St Sa.ler } ge~.d:es ..

I ~ ??

59. Diese Abbildung aus der Zeit nach 1895 soll begleitet sein von Artikel6 des 'Reglements für das Kadettenkorps in St. Gallen' aus dem Jahr 1905: Die Bekleidung und Bewaffnung des Korps ist eine einheitliche. Sie wird durch die Kadettenkommission bestimmt, unter Vorbehalt der Genehmigung seitens der Schulbehörden. Dasselbe ist der Fall mit den Gradabzeichen, sowie mit den Abzeichen der Waffengattungen und der Spielleute. Die Zoglinge der beiden Anstalten unterscheiden sich durch verschiedene Kokarden. - Die Kadetten erscheinen zu den Uebungen in Uniform. Sie haben diese auf eigene Kosten anzuschaffen. Die Bewaffnung und Ausrûstung der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaft wird auf Kosten der betelligten Lehranstalten geliefett.

60. In einem 'Vertrag betreffend das Kadettenwesen in St. Gallen' aus dem Jahr 1905 steht, in der Absicht, den im Gesetze vorgesehenen rnilitärischen Unterricht in möglichst fruchtbarer Weise zu organisieren, treffe der Erziehungsrat mit dem Schulrat der Stadt St. Gallen folgende Übereinkunft:

Art. 1. Die Zöglinge der Kantonsschule und der Knabenrealschule der Stadt St. Gallen bilden ein gemeinsames Kadettenkorps. das aus Infanterie, Artillerie und auch Musikkorps (inkl. Trommlern und Pfeifern) besteht. Der Beitritt zu diesern Korps war für alle Schüler obligatorisch, wobei die jüngeren Jahrgänge bei der Infanterie Dienst zu leisten hatten. Vom zurückgelegten fünfzehnten Altersjahr an konnte der Übertritt zur Artillerie stattfinden.

Waisenhaus der Stadt St. Gallen

61. Von 1889 bis 1891 bauten die Architekten Hermann Gsell und Emil Wild das neue Waisenhaus. Das breithingelagerte Gebäude aus rotem Backstein mit den historisierenden Renaissance-Formen war für 120 Kinder berechnet. Nach einigen Jahren erwies es sich als zu groß und diente dann auch als Schulhaus; 1973 mußte es dem Neubau der 'Helvetia-Feuer' weichen, In der 'Schreibrnappe für das Jahr 1909' steht: Ausser dem prachtig gelegenen, grossen Waisenhaus auf Girtannersberg mit durchschnittlich etwa 80 Kindern beiderlei Geschlechts unterhält die Ortsbürgergemeinde im Westen, nahe der Stadt, noch eine Zweigonstalt auf dem Sommerli, in welcher in den letzten Jahren durchschnittlich 15 Waisen erzogen wurden.

62. Nach der Eröffnung der Eisenbahn Zürich-St. Gallen-Rorschach im Jahre 1856 entstand zwischen der Altstadt und dem Bahnhof ein neues Quartier, das diese Abbildung um 1880 vorn Rosenberg aus gegen den Freudenberg hin zeigt. Im Vordergrund liegt das breite Zoll- und Niederlagsgebäude (1863/1865-1910); hier steht heute der neue Bahnhof. Daneben erstreckt sich das lange, schmale Kornhaus (1863-1885), wo bis 1977 das alte Rathaus stand; dahinter die 'Helvetia', Der alte Bahnhof ist von Bäumen verdeckt; hingegen sticht der Gebäudekomplex mit dem Hotel 'Walhalla' (erbaut 1861) an Komhans- und Poststraße deutlich hervor. Der Bernegg-Abhang (rechts am Bildrand) ist noch nicht überbaut; die Bernegg- und die Gottfried-Keller-Straße wurden erst 1906/07 angelegt.

63. Das Quartier westlich der Altstadt zeigt auch diese Aufnahme aus der Zeit um 1892/96. Am Rosenberg steht schon eine schöne Zahl Stickereipaläste. Das Kornhaus beim Bahnhof hat dem neuen Postgebäude (später Rathaus) Platz gernacht, welches 1887-1888 hier erbaut wurde. Das Quartier zwischen Bahnhof/Post und dem Bernegghang im Vordergrund (links) ist das 'Bleicheli', welches während der Baueuphorie der letzten zwei Jahrzehnte gänzlich zerstört wurde. Die Villa 'Fels' mit ihrem Park (im Vordergrund, Mitte) von Architekt Johann Christoph Kunkier gab der Felsenstraße den Namen; sie ist irn Adreßbuch von 1880 erwähnt (Elise Maria Doris Fels-Bercht, Berneck, Villa Fels); abgebrochen wurde sie 1958. Die breite Straße zwischen Altstadt und Frongarten-Quartier ist der Obere Graben.

64. Beim Multertor stand bis 1890 der Schenken- oder Freihof; dann baute die 'Schweizerische Unionbank' hier ihren Sitz in der 'aufwendigen Repräsentationsarchitektur im Stil des französischen Barocks'. Um 'dem Zugang zur Börse einen öffentlichen Charakter zu verleihen', wurde die Hauptfassade mit dem Börseneingang an den Oberen Graben gelegt und 'in monumentaler Säulenarchitektur mit bekrönenden Figurengruppen gehalten und durch einen hohen Dachaufbau abgeschlossen' (Andreas Hauser). Auch die abgerundete Ecke der Hauptfassade wurde mit einer Figurengruppe gekrönt. Diese Figuren fehlen auf dem Photo des eben fertiggestellten Bankgebäudes noch (1891).

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek