St. Gallen in alten Ansichten Band 1

St. Gallen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-1499-8
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 1'

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75. 'Schreibrnappe' 1906: Ein solches altes, aber fûgen wir gleich hinzu, keineswegs stimmungsvolles Strassenbild brtngen wir nebenstehend mit dem Hduschen-Komplex an der Kornhausstrasse, von welchem der hintere, an der St. Leonhardstrasse gelegene Teil bereits dem hochmodernen Neubau zum 'Océanic' hat Platz machen mussen, während der jetzt noch stehenden Reihe wohl schon in nächster Zeit ein gleiches Schicksal bevorstehen dürfte. Die Kornhausstrasse wird dadurch in einer den stattlichen Gebduden der 'Helvetia', 'Walhalla' und der Hauptpost entsprechenden Weise ausgebaut, wodurch das ganze, in direkter Richtung vom jetzigen Bahnhof ausgehende Strassenbild ein städtischeres und zugleicb stattlicheres Ansehen erhält ...

St. Gallen,

st. Leonhardstrasse.

76 .... denn schmucklose Mietskasernen, wie wir solche leider in den letzten Jahren haben erstehen sehen, wird man hier jedenfalls nicht hinstellen. - In der 'Schreibrnappe für das Jahr 1909' stand dann: Das vergangene Jahr hat in unserer Stadt wieder eine Reihe prächtiger Neubauten erstehen sehen, unter denen wohl die Toggenburger Bank, sowie die gegenüber gelegene Eidgenossische Bank an der Ecke St. LeonhardstrassejKornhausstrasse, das an erstere direkt anschliessende moderne Geschäftshaus der Firma Labhard & Cie, [ ... ] besondere Erwähnung verdienen, denn es sind grossziigige, neuartige, aus echtem Material erstellte Bauten, welche die betreffenden Strassenbilder in günstigem Sinne verändert haben [ ... ].

77. Der 'Thalgarten' lag einst im Geviert St. Leonhardstraße, Kornhausstraße, Merkurstraße, Schützengasse; südlich davon erstreckte sich der 'Rosengarten', wo 1876-1878 die 'Helvetia' hingebaut wurde (abgebrochen 1977, vergleiche Abbildung 76, rechts). Westlich des 'Rosengartens', beziehungsweise der 'Helvetia', stand das Haus 'Im Garten' an der Ecke KornhausstraßejSt. Leonhardstraße. Diese Aufnahme zeigt es vor dem Neubau des Geschäftshauses St. Leonhardstraße 31 im Jahre 1909. Der 'Stickereipalast' von William Meyer & Co., seit 1924 Sitz der Schweizerischen Volksbank und 1973 abgebrochen, wurde um 1890 errichtet.

78. Die Zol!hausstraße 1907, welche vom 'Helvetia-Platz', zwischen dem Hotel 'Bahnhof' (links) und dem Postgebäude (rechts) hindurch, zum Zoll- und Niederlagsgebäude führt. Hier steht heute der Hauptbahnhof. Im Vordergrund (links unten) die Baugrube für den Neubau der Eidgenössischen Bank, heute Verkehrshaus. An Stelle der Hauptpost stehen noch die niedrigen, nach 1859 erbauten Häuschen. Dieses alte Bahnhofquartier erfuhr nach 1910 eine grundlegende Verwandlung durch die Neubauten von Hauptbahnhof und Hauptpost - und noch einmal in den letzten Jahren durch den Abbruch des ehemaligen Postgebäudes, beziehungsweise Rathauses, und Umgestaltung dieses Areals zu einem 'Bus-Bahnhof" sowie durch den Neubau des jetzigen Rathauses.

79. Das 1887-1888 erbaute Postgebäude, ein qualitätsvoller Neurenaissancebau über trapezformigem Grundriss im Strassendreieck von Post-, Kornhaus- und Zollhausstrasse; ûber dem mit Halbsäulen ausgezeichneten Mittelrisalit ursprûngliclt eine steile Walmhaube im Stil franzosischer SchlossRenaissance (Hauser), Das Postgebäude wurde 1927 zu einem Rathaus umgebaut. Diese Abbildung zeigt es im Jahr 1923; davor liegt der alte Bahnhof.

80. Das stattliche Postgebäude und spätere Rathaus, welches diese Ansicht von 1923 festhält - im Hintergrund steht die 1911-1914 erbaute neue Post -, mußte 1977 dern neuerungswütigen Zeitgeist weichen. Wenn man betrachtet, was während der letzten Jahre hier sowie zwischen dem neuen Rathaus und dem Hauptbahnhof (Anschluß!) entstanden ist, so möchte man frei nach Schopenhauer ausrufen: Es ist eine eigene Sache um den Geschmack der Leute, die keinen haben ...

81. Der Bahnhofplatz gegen Osten um 1888. Links steht das 1910 abgebrochene Zoll- und Niederlagsgebäude, rechts die eben fertiggestellte Post, davor die Häuser 9 und 11 an der Zollhausstraße, welche damals dem Postbeamten Joharm Kaspar Seeger (Bahnhof) und den Erben des Flaschners Joharm Jacob EngIer gehörten. Dazwischen bemerkt man bei genauem Hinsehen drei Stangen; es sind wohl die Visiere rÛI die zu bauende Endstation der Gaiserbahn, welche 1889 ihren Betrieb aufnahm.

82. Die bereits erwähnten Häuschen an der Gutenberg- und Poststraße (vergleiche Abbildung 78) nach 1889 mit den Restaurants 'Bierquelle', 'Eisenbahn' und 'Signal'; rechts die Abzweigung Gäbrisstraße. Diese Häuser wurden 1910 für den Neubau der Hauptpost abgerissen. 1927 schrieb Stadtbaumeister Max Müller: Mit den Neubauten fûr Haupt-, Nebenbahnhof und Post erhielt die Stadt in der ersten Hälfte des zweiten Dezenniums den vorläufigen Schlußstein ihrer baulichen Entwicklung.

83. Bevor dieser Schlußstein der baulichen Entwicklung in diesem Quartier gesetzt wurde, sah es beim heutigen Bahnhofplatz um 1900 so aus. Im Vordergrund verläßt eben eine dampfende Lokomotive der Straßenbahn 'St. Gallen-Gais-Appenzell' die mit einem Blechdach gedeckte Station. Ihre Schienen führen entlang der Post- und St. Leonhardstraße, überqueren diese und gehen unter der eben im Bau befindlichen St. Leonhardsbrücke durch (1901 fertiggestellt). Das Zoll- und Niederlagsgebäude (unten rechts) steht noch, der westlich benachbarte Güterschuppen ist entfernt worden. In kaum zwei Jahrzehnten sollte sich dieses Gebiet dann gänzlich verändern und mit modernsten Verkehrsbauten überdeckt werden.

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84. Ein 'Lökeli', beziehungsweise eine Klose-Lok HG 2/3 mit einachsigem Krauss'schem Stütztender, No. 2, Teufen, Baujahr 1888 (nach OUo Egli-Haitz), der Gaiserbahn vor dem Stationsgebäude in St. Gallen, das sich bis zur Fertigstellung des Nebenbahnhofs in der Zollhausstraße 11 befand,

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