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St. Gallen in alten Ansichten Band 2 / Die Stadt um die Mitte des 20. Jahrhunderts

St. Gallen in alten Ansichten Band 2 / Die Stadt um die Mitte des 20. Jahrhunderts

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6384-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 2 / Die Stadt um die Mitte des 20. Jahrhunderts'

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17 Wieviel an ausgezeichneter alter Bausubstanz während der letzten knapp hundert [ahre verloren ging, zeigt ein Blick auf die westliche Häuserzeile der Oberen Marktgasse (1950). An den 'Rosenstock' (Ecke Marktgasse/Schmiedgasse) schloss sich nördlich ein Haus an, das in den Häuserverzeichnissen von 1894 bis 1915 Zum Kelch genannt wird. Das nächstfolgende Haus hiess Zum Kamel; es galt 'als eines der schönsten Baudenkmäler', und sein Erker war 'das reichste Stück seiner Art in St. Gallen'. Nach den Adressbüchern gehörte das 'Kamel' seit 1919 Julius Brann, einem Kaufmann aus Zürich, der schon das Eckhaus Marktgasse/Multergasse, die 'Laterne', besass. Er liess 1909 zuerst die 'Laterne' und 1919 auch

das 'Kamel' niederreissen und das heutige Geschäftshaus errichten. Das gegenüberliegende Eckhaus an der Ecke Marktgasse/Spisergasse, einst Zum Tiger genannt, spielte 'seiner gün-

stigen Lage willen' zu allen Zeiten im sanktgallischen Geschäftsleben eine wichtige Rolle. Es wurde 1904 gänzlich umgebaut, und sein Erker verschwand aus dem Bild der Oberen

Marktgasse. Er ist heute der westlichen Hoffassade des Historischen Museums einverleibt.

(Gross - 26' 1 79 - 195 0)

18 Die östliche Häuserzeile an der Marktgasse gegen die St. Laurenzenkirche vor 1924. Bis gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts befand sich im Geviert Marktgasse, SpitaIgasse, Kugelgasse das im [ahre 1228 gestiftete HeiliggeistSpital (an welches neben dem Gassennamen noch der 'Spitalkeller' erinnert). Nachdem 1845 das Bürgerspital an der Rorschacher Strasse eingeweiht worden war, veräusserte 1846 die 'Genossenschaft von St. Gallen' (Ortsbürgergemeinde) die zwölfHäuser der Spitalanlage an Marktgasse, Spitalgasse und Kugelgasse um den 'geringen Preis' von 50 000 Gulden (bzw. damals etwa 105 000 Fr.). Ein Haus, das damals in der heutigen Spitalgasse stand, musste ' einer besseren Verbindung der Marktgasse

durch die Spitalgasse nach der Kugel- und Brühlgasse geopfert werden'. Die übrigen ehemaligen Spitalgebäude wurden (ausser den Häusern Kugelgasse 2 und 6) abgebrochen und durch Neubauten ersetzt-

allerdings 'rnit Belassung der unverwüstlichen mittelalterlichen Scheidemauern' . Der Architekt J ohann Christoph Kunkler schrieb 1896 über die neuen Häuser an der Marktgasse: 'Beirn Anblick dieser

modernen regelmässigen Fassaden verblasst die Erinnerung an die damalige so unschöne und unruhige Erscheinung des alten BürgerspitaIs.'

(Gross-1963 -vor 1924)

19 Amtshaus, Creditanstalt und Markt samt VadianDenkmal irn Iahr 1935. In der 'St. Galler [ahresmappe' stand 1 935, es habe sich 'eine Gebäudezunge von drei modernen Stadthäusern' zwischen Neugasse und Marktplatz vorgedrängt und gebe' der Südseite des Marktplatzes ein neues Gepräge'. ImAugust 1933 war mit den Fundierungsarbeiten begonnen worden, und 'im Iuli 1934 - nach einem durch die Winterkälte verursachten dreimonatigen Bauunterbruch - prangte auf dem Dach des fertigen Rohbaues das Aufrichtbäumchen', das hei sst auf der St. Gallischen Creditanstalt. (Gross-ll'652-1935)

20 Die Menschen mussten während des Krieges nicht bloss sparen, sondern auch sammeln. So erliess beispielsweise die Bauverwaltung Ende Oktober 1940 einen Aufruf an die Hausfrauen, bei der Sammlung von Speiseabfällen, die als Schweine- oder Hühnerfutter Verwendung finden könnten, mitzuhelfen. Weitere Aufrufe folgten, und das grosse Sammeln begann. Unter dieser Abbildung im 'St. Galler Tagblatt' vom 24. April

1942 steht: 'Metallspende für Brot und Arbeit. Strassensammlung im Zentrum der Stadt St. Gallen am 2 1 . April (zweiter Sammeltag) . Die Bevölkerung

nimmt an der Aktion lebhaften Anteil und sichert der Sammlung in unserer Stadt einen überaus erfreulichen Erfolg.'

(St. GallerTagblatt, 24.April1942)

21 Durch den Abbruch des alten Rathauses 1877 unten an der Marktgasse wurde eine 'freie Passage' zwischen der oberen und der unteren Stadt geschaffen. Ungefähr dort, wo sich einst das stolze Rathaus der Stadt und Republik St. Gallen erhob, steht seit 1904 der Stadtarzt, Bürgermeister und Reformator Joachim von Watt, genannt Vadianus (1484-1551), aufhohem Sockel. Im Hintergrund die St. Mangenkirche.

Die Autos fuhren 1944, als diese Photo entstand, mit Holzvergaser. Während des Krieges herrschte ein 'allgemeines kriegswirt schaftliches Fahrverbot betreffend den Motorfahrzeugverkehr' , das erst im November 1945 aufgehoben wurde.

(Gross - 23'507 - 1944)

22 Das 'Hotel Hecht' am Bohl, hier in einer Abbildung von 1945, war einst 'das erste Haus am Platz' . In seiner früheren Form wurde es um 1860 von Joseph Adolf Zehnder errichtet. Dem Fortschritt der Zeit huldigend, heisst es in einer Abhandlung über 'Die Wirtschaften zu St. Gallen', habe der 'Gast- und Kaffeewirth' Zehnder nicht gesäumt, den 'Hecht' durch Neubau des alten Hechthauses an der Goliathgasse und des Privathauses an der Ecke sowie durch Erhöhung des 1815 errichteten Baus zu einem 'im Innern und Äussern übereinstimmenden grossen neuen Gasthof umzugestalten'. Dieser entspreche nun allen Zwecken eines modernen Gasthauses, erfreue sich eines weit verbreiteten ehrenvollen Rufes und behaupte den

Rang des ersten Gasthofs in St. Gallen in jeder Beziehung mit Recht.

Das 'Hotel Ochsen ' an der Goliathgasse bestand bis 1952. Der Zweite Weltkrieg hatte dem alten Gasthaus schwer zugesetzt. Seine Zeit war offenbar vorüber, obwohl der letzte Wirt, JosefJehli-Koch, 'solid und

fleissig den Beruf ausûbte'. 1952 musste der 'Ochsen ' der Erweiterung des benachbarten 'Hecht' weichen. Er wurde als neuer Trakt dem Hotel eingegliedert und die Aussenarchitektur des Neubaues 'genau der des bestehenden Gebäudes angepasst'. Beim Abbruch 1952 wurde von

der 'Einrichtung eines Filmstudios' geschrieben und gewünscht, es solle dort 'ein KurzfIlmstudio, ein Cinébref', entstehen, wie solche schon in verschiedenen grossen Schweizer Städten bestünden. (Gross - 10'614 - 1945)

23 Das Hotel 'Hecht' umfasste einst eine gediegene Gaststube im Erdgeschoss und eine Bar im Keller. Unter dem 30. Juli 1943 meldete die Chronik: 'Mit der Vollendung der HechtStube erfährt das Restaurant eine gelungene Erweiterung, ein Werk schöner st. gallischer Innenarchitektur.' Demgegenüber erliess 1945 der Wirteverein der Stadt

St. Gallen 'eine Protestresolution gegen den geplanten Bau eines Kellerrestaurants im Hotel Hecht' . Wie diese Abbildung zeigt, wurde ein solches Kellerrestaurant dann aber trotzdem eingerichtet.

(Gross - 17'902-9)

24 Am 4. Oktober 1939 stattete der Oberbefehlshaber unserer Armee, General Henri Guisan, auf seiner Inspektionsreise der Regierung des Kantons

St. Gallen den offiziellen Besuch ab. 'Der General traf um 7 Uhr abends im Regierungsgebäude ein, wo er im neu renovierten Tafelzimmer von Landammann Dr. Roemer im Namen von Volk und Regierung des Kantons begrüsst wurde ... (Stadtarchiv)

25 ... Die anschliessende Volkskundgebung entwickelte sich zu einer machtvollen vaterländischen Kundgebung. Auf dem "Hecht" -Platz hatte sich eine nach Zehntausenden zählende Volksmenge eingefunden, um den hohen Gast willkommen zu heissen. Die Stadtmusik, die vereinigten Männerchöre und die Kadetten begrüssten den General, der zu einem Imbiss, an dem auch eine Abordnung des Grossen Rates, der Stadtrat von St. Gallen und militärische Gäste teilnahmen, im Hotel "Hecht" abgestiegen war, mit Musik- und Gesangsvorträgen. Vom Balkon des Hotels aus dankte der General der begeisterten Volksmenge für den rührenden Empfang.' (Stadtarchiv )

26 Ende April 1940 weilte Guisan noch einmal in

St. Gallen; wieder wurde er 'von einer grossen Menschenmenge freudig begrüsst' . Hans Richard van Fels notierte unter dem 27. April 1940 in sein Tagebuch: 'Um 19.45 Uhr war der General angesagt. Wir fuhren in die Stadt, warteten vor dem "Hecht" - grosse Volksmenge! Punkt 19.45 Uhr kam er im Auto mit der Standarte. Grosses Geklatsche. Ein Kind gab ihm Blumen. Er küsste es ...

(Stadtarchiv)

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