St. Gallen in alten Ansichten Band 2 / Die Stadt um die Mitte des 20. Jahrhunderts

St. Gallen in alten Ansichten Band 2 / Die Stadt um die Mitte des 20. Jahrhunderts

Auteur
:   Dr. Ernst Ziegler
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6384-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'St. Gallen in alten Ansichten Band 2 / Die Stadt um die Mitte des 20. Jahrhunderts'

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27 ... Um 20 Uhr riefen wir; er kam auf den Balkon und sagte, er sei gerührt über den freundlichen Empfang, wo er doch inoffiziell, quasi incognito komme; aber er sei es gewöhnt van St. Gallen, dem patriotischen Volk. Er dankte, wünschte gute Nacht und guten Appetit. Nach zehn Minuten riefen wir alle "Vive Ie Général!" Er kam wieder und sagte auf schweizerdeutsch, wir seien unersättlich, er danke und: "[etzt wollen wir alle essen gehen, und die Kleinen da unten, die müesse jetzt is Nest!" Als wir "Rufst Du mein Vaterland" sangen, später, kam er nochmals und sang in Achtungsstellung mit.' General Henri Guisan weilte ausserdem noch Mitte August und am 5. September 1 945 in

St. Gallen; beide Male wurde

er von einer grossen Menschenmenge herzlich begrüsst.

(Stadtarchiv)

28 Das Kinderfest fand 1949 am 28. Juni statt; in der Chronik der 'Gallusstadt' steht darüber: 'Das Kinderfest bringt sehr grosse Besuchermassen in die Stadt. Man schätze deren Zahl aufüber 80000. Das Fest wird mit dem Umzug der Kinder durch die Stadt eröffnet. Die Strassen sind stark mit Zuschauern umsäumt, die am prächtigen Festzug helle Freude zeigen. Auf dem Kinderfestplatz auf dem Rosenberg spielt sich das gewohnte bunte Leben und Treiben ab.'

(KBSG - 825-2 - 1949)

29 Schon bevor um 1860 der Gasthof Zum Hecht umgebaut wurde, hatte 1855/57 der bekannte Sanktgaller Architekt [ohann Christoph Kunkler auf dem Gelände zwischen 'Hecht' und Katharinengasse, Bohl und Katharinenkloster das neue Stadttheater errichtet. Die Ansichtskarte von 1949 zeigt das 1857 eröffnete Theater am Bohl. Es war ein 'von Norden nach Süden gerichteter Bau, dessen Frontpartie um ein Geschoss über die Trauflinie' emporstieg und dessen Äusseres 'irn Geiste der Neurenaissance' gestaltet war. Der äusserlich schlicht gehaltene Funktionsbau wurde 1906/07,1938 und 1954 umgebaut. Beim Umbau von 1906/07 wurde die ursprüngliche T- Form des Grundrisses' durch seitliche gegen Süden abgerundete

Anbauten aufgehoben'. Das schöne Gebäude mit seinen 'gut ausgewogenen Massverhältnissen' fiel 1 971 der Abbruchwut unseres [ahrhunderts zum Opfer. Es dauerte dann nicht weniger

als zwei Jahrzehnte, bis 1991 auf dem Areal des einstigen Stadttheaters 'nach einer zwanzig [ahre dauernden Abfolge von Bauabsichten, Gesuchen, Ablehnungen, Spekulationen und

Bau-Unterbrüchen' der 'Markt am Bohl' eröffnet werden konnte.

(KBSG - 828 -1949)

30 In der 'St. Gallet Jahresmappe' von 1939 stand über das damals renovierte Stadttheater: 'Mit grossem Kostenaufwande und unter opferfreudiger Mithilfe der Politischen Gemeinde

St. Gallen ist im vergangenen Sommer das Stadttheater einer gründlichen Innenrenovation unterzogen worden. Unser Bild zeigt den Theaterraum im neuen Gewande. Die alten Strohsessel, die noch aus der Zeit des Theaterbaues stammten, haben sehr bequemen gepolsterten Stühlen weichen müssen. Das weiche Rot der Fauteuils harmoniert im besten Sinne mit den in hellem Beige gehaltenen Balkonen, dem im selben Tone gehaltenen Bühnenrahmen und der gleichfarbigen Decke. Ein schöner, feingestalteter Kronleuchter verleiht dem

Raume eine vornehme Note. ( ... ) Im neuen Kleide ist das Theater, nach wie vor noch ein Mittelpunkt des kulturellen Lebens und Schaffens unserer Stadt, in eine verheissungsvoll

begonnene Aera getreten.' (Jahresmappe 1939 - 1939)

3 1 Am Eingang zur Katharinengasse, zwischen Stadttheater und Bank Wegelin, steht noch das ehemalige, seit etwa 1890 bestehende' Café- Restaurant Post'. Über das Haus Katharinengasse 2 sagte Stadtarchivar Alfred Schmid 1 935 in einem Vortrag: 'Das neumodische Café "Mercantil" , Blumen Winterhalter und Coiffeur Weishaupt teilen sich in die Schaufenster. Das Haus ist noch nicht so alten Datums; es trägt den Namen "Zur Post". Aber die Post ist meines Wissens auch in älteren Zeiten nie darin untergebracht gewesen, sondern zuerst im "Notenstein" .' Das Haus Katharinengasse 2 wurde 1955 abgebrochen und durch den heutigen Bau ersetzt.

(Gross-13'542-1955)

32 Der 'Hechtplatz.' , heute Bohl, mit Hotel 'Hecht' und Stadttheater an der Nordseite, Bank Wegelin und Waaghaus im Osten des Platzes sowie der Bierhalle Zum neuen Stein und dem 'Merkur' an der Südseite im [ahr 1940. Das Waaghaus ist angeschrieben mit 'Kaufhaus' sowie 'Post &Telegraph' . An der abgeschrägten Ecke des 'Merkur' steht 'Zum roten Haus' und auf dem Firmenschild 'Merkur, Schweizer Chocoladen u. Colonialhaus' .

(Gross - 21 '195 - 1940)

33 FürdasJahr1960 meldet die 'Chronik' in der 'Gallusstadt' unter dem 12. Dezember: 'Die neue Postfiliale Kaufhaus nimmt den Betrieb auf.' Eine Abbildung zeigt 'die Kaufhaus-Post' im 'N eubau am Brühltor' . Dieser Neubau am Eingang zur Brühlgasse (Nr. 1) wurde dort errichtet, wo bis 1959 das 'Speiserestaurant Weisshaar' stand. Stadtarchivar Alfred Schmid urteilte 1935: 'Das Café "Weisshaar" trägt seinen Namen vom Familiennamen seines ersten Wirtes und war zuzeiten eine recht bekannte Gaststätte. Irgendwie historischen Charakter hat das Haus aber nicht, und auch in ästhetischer Beziehung kann es uns nicht besonders entflammen.' Nach dem Adressbuch von 1875 führte damals Fritz Weisshaar im

'Stein ' am Theaterplatz (heute Bohl) eine 'Nûrnberger-Bierwirthschaft' mit einem Café, 1880 dann Witwe Bertha WeisshaarReisch das Café 'Weisshaar' an der Brühlgasse. Beim Vergleich des alten Weisshaar-Baus (1959) mit dem neuen Gebäude Brühlgasse 1 möchte man die einstige Beurteilung durch Stadtarchivar Schmid heute doch anzweifeln.

(KBSG - 1092 -1959?)

-'

. --......-

34 Die Baugrube nach dem Abbruch des alten 'Stein ' samt Sängerhäuschen und Hotel Kinkelin im Sommer 1 93 1 . Durchblick in die SpitaIgasse; rechts das 1890 erbaute, im Umbau befindliche Haus der Eisenhandlung Gutknecht, ehemals Zum Tannenbaum genannt; links die 'SpeiseWirtschaft z. grünen Baum' und das 'Café Restaurant zum Theater', abgebrochen 1961.

(KBSG - 778/ A - 1931)

35 Die Südseite des Bohl begrenzten einst von Osten nach Westen, von der Ecke Brühlgasse/Bohl bis zur Marktgasse, das 'SpeiseRestaurant Café Theater' , die 'Speise-Wirtschaft z. grünen Baum' und das Hotel 'Kinkeliri': es folgte der alte 'Stein ' mit dem in den Bohl hineinragenden 'Sängerhüsli'. Das Hotel 'Kinkelin ' und der alte 'Stein ' mit dem 'Sängerhüsli' mussten 1931 einem Neubau weichen, dem der 'Einheitspreis A.G.', genannt EPA, hier abgebildet 1933.

(Gross - 6905 - 1933)

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36 Seit etwa 1890 erhob sich neben dem alten

'Stein ', später neben der EPA, mächtig das Haus, das einst 'Zum Tannenbaum' genannt wurde und auf dieser Photo aus dem [ahr 1933 mit 'Bierhalle Zum neuen Stein' zweimal angeschrieben ist. Die Ecke Marktgasse/Bohl bildete das 'Rote Haus', wo seit 1911 das Spezialgeschäft 'Merkur' Kaffee, Tee, Chocolade, Cacao, Bisquits und Bonbons anbot. Das Haus wurde 1965 durch einen Neubau ersetzt und dieser 1994 umgebaut.

(Gross - 6576 - 1933)

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