St. Moritz in alten Ansichten

St. Moritz in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Boppart
Gemeente
:   St. Moritz
Provincie
:   Graubünden
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-0992-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'St. Moritz in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

SANKT MORITZ (rom. San Murezzan) Kanton Graubünden, Bezirk Maloja, Kreis Oberengadin. Gemeinde Dorfund Bad, das vom Kirchenheiligen Mauritius den Namen hat und 1139 erstmals mit der Kirche des heiligen Mauritius genannt wird, als die Grafen von Gamertingen ihren dortigen Besitz dem Bischof von Chur verkauften.

Die politische Geschichte des Ortes fällt mit derjenigen des Oberengadins zusammen; wahrscheinlich wurde St. Moritz 1499 im Schwabenkrieg verbrannt. Nach einer Urkunde von 1356 war die Kirche Mutterkirche einer Pleif (Kirchhöre) ,die St. Moritz, Silvaplana, Sils mit Fex und Gravasalvas umfasste. Der seit mehr als 130 Iahren schief stehende Turm dieser ehemaligen St.-MauritiusKirche trägt die Iahreszahl 1573. Die Kirche selbst wurde um 1860 niedergerissen, eine neue mitten im Dorf wurde schon 1786 gebaut. Erst 1577 nahm St. Moritz die Reformation an.

Die Bedeutung und Entwicklung von St. Moritz knüpft sich an seine Heilquelle (Eisensäuerling), die zugleich die uralte Bewohnung der Talschaft beweist, denn 1907 wurde eine schon 1853 entdeckte, etwa 3 000 Iahre alte Fassung

des Sauerbrunnens aus der Bronzezeit blossgelegt. Aufihrem Grunde befanden sich als Weihgaben zwei Bronzeschwerter und eine Nadel (weitere Bronzefunde in

St. Moritz 1 887 und 1 906) . Aus römischer und späterer Zeit verlautet nichts mehr über die Quelle bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. Ihretwegen muss St. Moritz schon mindestens im 15. Jahrhundert ein berühmter Wallfahrtsort gewesen sein, denn 15 19 verlieh der Papst Leo X. den Pilgern nach St. Moritz einen besonderen Ablass. Mit dem 3. Iahrzehnt des 16. Jahrhunderts beginnen gedruckte Publikationen über die Quelle zu erscheinen, unter anderem van Paracelsus (1537), Konrad Gessner (1553), Bifrun und Ulrich Campell (1575). Sehr wahrscheinlich haben die grossen Überschwemmungen der Iahre 1566 und 1570, sowie das Erdbeben von 1767 der Quelle grossen Schaden gebracht, denn erst im Laufe des

17. Jahrhunderts kam sie, jetzt je länger je mehr, wieder zur Geltung und die Publikationen darüber wurden immer zahlreicher.

Vom Ende des 17. Jahrhunderts an zählt man unter den Gästen von St. Moritz bereits Fürstlichkeiten. 1697 liess der Herzog Viktor Amadeus von Savoyen am Quellgehäuse

eine Marrnortafel mit lateinischen Versen von pfarrer Büsin in Silvaplana anbringen. Im 18. Jahrhundert erschienen etwa dreissig weitere Publikationen über die Quelle, darunter eine von ].]. Scheuchzer.

Zu Badezwecken scheint man den Sauerbrunnen vom Anfang des 19. Jahrhunderts an benützt zu haben. Bei Anlass der Innkorrektion 1815 fand man eine zweite, die sogenannte Paracelsusquelle, die 1853 gefasst wurde. 1832 gründete sich eine Aktiengesellschaft, die bei der Quelle das erste Gasthaus errichtete. Vorher gab es in St. Moritz nur eine Taverne; die Brunnengäste fanden bei Privaten, besonders bei zwei Junkern Flugi, Unterkunft. Von 1853 an entstand ein Hotel um das andere. 1850 zählte man etwa 450 Kurgäste, heute sind es zur Sommers- und Winterszeit weit über 10 000. 1 886 erfolgte die Entdeckung der dritten Quelle (Funtauna Surpunt), was 1887 die Gründung der A.-G. Neues Stahlbad, veranlasste. 1907 wurde die alte Quelle neu gefasst. Seit etwa 1875 hat die Beherbungsindustrie in Dorf und Bad St. Moritz durch ihre Lage inmitten einer grossartigen Gebirgswelt, durch das sonnige Höhenklima (Höhe über Meer 1856, resp. 1760 m) und ganz besonders durch die Entwicklung des

Wintersportes in neuester Zeit weit mehr als durch das Bad gefördert, kapitalistische Formen angenommen und den Kurort in allen Weltteilen bekannt gemacht. Im Ianuar 1928 wurde dort alsVorspiel zu der Olympiade von Amsterdam eine besondere internationale Winter-SportOlympiade abgehalten. (Quelle: Historisches-Biographisches Lexikon 1 93 1.)

Literatur & Quellen:

Das Engadin in Wort und Bild v. M. Caviezel1896 Bauen Oberengadin 1830-1980 R. Obrist, S. Semadeni,

D. Giovanoli

Das Hotel in den Alpen v. 1860-19141. Rucki Festschrift zur Eröffnung des neuen Heilbad 1976 Illustrierter Reisebegleiter Dr. E. Lechner 1903 Europäische Wanderbilder 1899

1 St. Moritz-Dorfnach einer Lithographie von C. Meyer, Samaden, 1854. Die alte pfarrkirche St. Mauritius. Die erste urkundliche Erwähnung war 1139. Um 1500 wurde die Kirche vollständig neu gebaut. Im Iahre 1672 erfolgte die Erhöhung des Turmes. 1860 wurde die Kirche infolge Senkungen niedergerissen. Der romanische Turm steht seit mehr als 130 Iahren schief (Wahrzeichen des Kurortes).

2 Eine Abbildung von St. Moritz- Dorf um das Iahr 1828.

(Im Postmuseum Bern.)

3 St. Moritz-Dorf, zwischen etwa 1840 und 1850.

(Stahlstich von C. Huber.)

4 St. Moritz um das Iahr 1870. (Antiker Holzstich.)

5 'Saint-Moritz en Engadine' auf einem antiken Holzstich von etwa 18701875.

6 Das Dorfzentrum von St. Moritz mit Flugi-Häusern, abgebildet um 1860.

7 St. Moritz Dorf und Bad. Die Abbildung datiert von etwa 1900.

8 St. Moritz- Dorf um 1900. Hotel Bavier, erbaut 1850, hatte zehn bis zwölf Betten (Dépendance Pension Suisse) .

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek