Stadtilm in alten Ansichten

Stadtilm in alten Ansichten

Auteur
:   R. Heunemann
Gemeente
:   Stadtilm
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5451-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Stadtilm in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Auf Grund des steigenden Umfanges städtischer Verwaltungsaufgaben und der damit verbundenen Personalaufstockung, mußten zusätzliche Arbeitsräume geschaffen werden. Dazu erwarb die Stadtverwaltung das Nachbargebäude, und 1906 wurde das Rathaus am Markt erneut umgebaut. Beide Häuser erhielten eine einheitliche Fassade , in der Mitte mit einem attraktiven Turmaufsatz versehen. Darunter, zwischen den Fenstern der oberen Reihe, wurde ein Stadtwappenrelief angebracht. Anfang der fünfziger Jahre verlagerte man die kleine Turmuhr ins heutige Rathaus, wo sie unfachmännisch in einen der Renaissancegiebel montiert wurde und unzuverlässig ging, bis sie ein pensionierter Uhrmacher 1979 in mühevoller Kleinarbeit generalüberholte.

10. Erstmals kam in Stadtilm um 1880 der Gedanke auf', dem hier geborenen und zeitlebens mit seiner Vaterstadt in Verbindung stehenden Komponisten und Liedermeister Albert Methfessel, die Thüringer Nachtigall genannt, ein Denkmal zu errichten. Drei Jahre später gründeten 15 Bürger das 'Comrnitee zur Errichtung eines Methfesseldenkmals'. Finanziert wurde der Obelisk aus einer eigens zu diesem Zwecke organisierten Methfessellotterie und zahlreichen Geldspenden.

11. Das nach Plänen des Bildhauers und Architekten Erich Schober, aus Halle an der Saale, geschaffene Methfesseldenkmal in den Jahren nach seiner Enthüllung, die am 28. Juni 1885 war. Das Medaillon mit dem Reliefporträt des Künstlers entwarf der Ruhlaer Professor G. Kugel. Später wurde der Obelisk mit Ulmen umpflanzt, die aber einer Baumkrankheit zum Opfer fielen und 1934 gefällt werden mußten. Hoch oben am Buchberghang, über den Dächern der Stadt, stand die 1874 erbaute und 1954 abgerissene Ausflugsgaststätte 'Bergschlößchen' .

12. Der Stadtilmer Gesangsverein 'Liedertafel' gedachte und ehrte Albert Methfessel zu seiner 75jährigen JubiJäumsfeier. Dies geschah aus besonderem Grunde: Methfessel gilt als Begründer der Gesangsvereine. Unter seiner Leitung bildete sich 1825 die Hamburger Liedertafel.

13. Seit dem Mittelalter war der Hirsch ein bekanntes Stadtilmer Gasthaus am Markt. Beim großen Stadtbrand 1780 brannte er mit ab und wurde anschließend neu aufgebaut. Sowohl davor als auch danach herbergte oder rastete Johann Wolfgang von Goethe, während seiner Reisen zwischen Weimar und Ilmenau, mehrmals darin. Anläßlich ihres hundertjährigen Bestehens diente das baufällige Gebäude 1965 der Freiwilligen Feuerwehr Stadtilms als Objekt bei einer Schaubrandbekämpfung. Im darauffolgenden Jahre riß man den Hirsch vollständig ab.

14. Der Holzmarkt mit Eckholdtsbrunnen; dahinter schloß sich die Breite Gasse an. Dieser Marktteil hat seinen Namen aus der Zeit, als man auf der Ilm noch Flößerei betrieb. Etwa von 1700 bis 1820 wurde das im Thüringer Wald eingeschlagene Holz regelmäßig alle zwei Jahre zu seinen Bestimmungsorten geflößt. Die für Stadtilm bestimmten Stämme zog man am nahe gelegenen Kellertor ans Ufer und schleppte sie zum Verkauf auf den Holzmarkt .

15. Der Eckholdtsbrunnen wird leider oft fälschlich als Eckhardtsbrunnen bezeichnet. Er ist nach seinem Stifter Eckholdt benannt , der ihn 1880 seiner Vaterstadt schenkte. In Höhe der Wasserspeier erinnert eine Inschrift 'Der lieben Vaterstadt' daran. Die Brunnensäule ist als gotischer Zierturm gestaltet und mit Kreuzblumen, Krabben und Tiersymbolen besetzt. Leider ging das Oberteil verloren.

16. Bis zu seinem Abriß im Jahre 1880 stand das öffentliche Brauhaus ebenfalls auf dem Holzmarkt. Die Grundfläche betrug 12 mal 16,80 Meter. Wann es errichtet wurde , wird heute wohl nicht mehr festzustellen sein. Verbürgt ist, daß es schon lange vor dem großen Stadtbrand existierte und als eines der wenigen Gebäude von den Flammen verschont blieb. Auch ist eine städtische Brauordnung von 1648 überliefert, die die Braugebühren regelte. Der Brunnen vor dem Haus wurde durch den Eckholdtsbrunnen ersetzt.

17. Die Stadtilmer Kirche ist eine alte Thüringer Stadtkirche. Ihr Baubeginn liegt in der Mitte des 12. Jahrhunderts. 1235 weihte sie Bischof Wilhelm von Havelberg unserer lieben Frau Maria. Hier wurde die Kirche vor ihrer Renovierung von 1899-1903 am Südportal fotografiert. Dieses und die folgenden Bilder zeigen dem aufmerksamen Betrachter, neben der Verbindungsbrücke zwischen den Türrnen, die deutlichen Bauschäden durch Witrerungseinflüsse und Spätfolgen des großen Stadtbrandes. dem auch sie zum Opfer fiel.

18. Die beiden Türme mit dem Westgiebel sind der älteste Bauteil der Kirche. An den Gewölben im Inneren befinden sich Fresken aus der Zeit um die erste Weihe. Die Giebelform war ursprünglich spitz zulaufend, wie noch gut zu sehen ist. Aber aus Kostengründen konnte der Giebel nach dem großen Stadtbrand nicht wieder stilecht instand gesetzt werden. Bei der Fassade handelt es sich um ein Beispiel zweier, harmonisch ineinander übergehender Baustile. Klassische Vertreter dafür sind die romanischen Simsreihen und die gotischen Fenster.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek