Stadtilm in alten Ansichten

Stadtilm in alten Ansichten

Auteur
:   R. Heunemann
Gemeente
:   Stadtilm
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5451-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stadtilm in alten Ansichten'

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19. Eine Detailaufnahme vom Südportal der Stadtkirche: Die obere Skulptur stellt den höchsten Teufel Beelzebub dar, der einen Mönch entführt. Diese Symbolik basiert auf einer Sage. Während des Kirchenbaues wurden die Bürger zu Spenden aufgerufen. Der sammelnde Mönch veruntreute die Gabe einer armen Frau. Deshalb verfiel er dem Teufel. Damit der rechte Strebepfeiler bei der Renovierung vollendet werden konnte, wurden die Marienfigur und das steinerne Epitaph darunter entfernt, und seitdem sind sie in den romanischen Turmgewölben der Stadtkirche ausgestellt.

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20. Eine der letzten Innenaufnahmen, die den alten Zustand der Stadtkirche zeigt. Gut zu erkennen ist die doppelte Empore und die gedrängt unter der Decke stehende Orgel. Dieses Musikinstrument wurde am Johannistag 1789 in kirchlichen Dienst genommen und geht auf die Firma Schulze aus Milbitz und Paulinze!la zurück. Auf dieser Orgel spielte Albert Methfessel bereits im Kindesalter, auf den Knien seines Vaters sitzend.

21. So präsentierte sich das Kircheninnere ab 1903. Die Raumhöhe wurde verringert und die obere Empore eingespart. Mit dem schöner gestalteten Orgel prospekt fand die Orgel auf der unteren Empore einen neuen Standort. Während sie 1917, im Ersten Weltkrieg, die blinden Zinnpfeifen einbüßte , litten die Deckenmalerei und die farbige Bleiverglasung im Zweiten Weltkrieg durch Splitter und Druckeinwirkung bei einem Bombenvolltreffer auf die in der Nachbarschaft stehende Methfesselschule.

22. Die renovierte Kirche mit Bliek in den Chorraum. Auf Grund der hervorragenden Raumakustik konnte bei der neuen Kanzel auf einen Schalldeckel verzichtet werden. Der herkömmliche Kanzelaltar barocken Ursprungs wurde umgestaltet und stellt im Aufbau das Ostergeschehen dar. Im unteren Bild wird die Einsetzung des heiligen Abendmals gezeigt, darüber die Kreuzigungsgruppe, bekrönt mit einer lebensgroßen Christusfigur - der Auferstandene mit einer Siegesfahne. Die bunten Fenster im Hintergrund beinhalten biblische Motive, das linke Christi Geburt und das rechte die Ausgießung des Heiligen Geistes. Diese Fenster wurden ebenfalls bei dem Bombenangriff auf die Methfesselschule zerstört.

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23. Die St.-Marien-Kirche zu Stadtilm, im Jahre 1903; die Wiederherstellungsarbeiten an der Außenfassade sind abgeschlossen. So präsentiert sich das Gebäude mit seiner beeindruckenden Doppelturrnfassade bis in die heutige Zeit. Vergleichen Sie bitte auch das restaurierte und vervollständigte Südportal mit dem alten (Bild 17). Diese Portalvorhalle stellt Christus mit den vier Evangelisten dar. Matthäus und Johannes, links und rechts am Eingang, stammen aus mrttelalterlicher Zeit. Der neugotische Figurengiebel zeigt Christus, flankiert von Markus und Lukas, sowie anbetende Engel. In der Spitze , über der Christusfigur , befindet sich ein Dreipaß mit den Symbolen der Trinität.

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24. So sah das Gasthaus 'Zurn Schloß' nach wechselvoller Geschichte in den Jahren vor 1897 aus. Die ältesten Gebäudeteile stammten aus der Zeit des 1275 gegründeten und 1533 aufgelösten Zisterzienser-Nonnenklosters. Danach verfielen einige Gebäudeteile , andere wurden als fürstliches Kammergut genutzt und anschließend zum Schloß ausgebaut. Dann wechselte es die Besitzer mehrmals und diente als Gasthof.

25. Das gleiche Gasthaus 'Zum Schloß: als Ruine, nachdem es am 13. Oktober 1897 abbrannte. Abends, gegen zwanzig Uhr, bemerkten Straßenpassanten erste Rauchschwaden. Alle sieben Stadtilmer Feuerwehrspritzen kamen zum Einsatz. Aus den umliegenden Ortschaften eilten siebzehn weitere herbei. Trotzdem brannte das Schloß, einschließlich einiger Nebengebäude, bis auf die Gewölbe und äußeren Umfassungsmauern ab. 1m Folgejahr wurde die Ruine für 18 000 Mark an die Gebrüder Müller aus Vieselbach verkauft.

26. Im Jahre 1899 begarmen die Gebrüder Müller mit dem Wiederaufbau des 'Schlosses'. Und 1903 war es in der Form vollender. wie es dieses Foto zeigt. An Stelle der ursprünglich barocken Turmhaube hatte der große Turm eine achtseitige Pyramidenbekrönung erhalten. In der sogenannten Krypta, links neben dem 'Schloß-Gasthof", wurde ab 1904 das Stadtilmer Altertumsrnuseum eingerichtet.

27. Am 1. Januar 1918 erwarb die Stadtverwaltung Stadtilms den 'Schloß-Gasthof und ließ ihn in den beiden darauffolgenden Jahren zum Rathaus umbauen. In diesem Neorenaissancestil zeigt es sich noch heute. Im Zuge der Umgestaltung wurde das Altertumsmuseum in den östlichen Seitenflügel verlegt, in dem sich einst die Schloßkapelle, die Taufkirche Albert Methfessels, befand. In der sogenannten Krypta richtete man den Ratskeller ein und in den freigewordenen 'SchloßGasthof zog die Sparkasse.

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28. Bei dieser Aufnahme ist weniger der festliche Menschenauflauf interessant, als die zufällige Detailaufnahme von der Schloßfassade. Das Wandstück zwischen den Fenstern enthält eine Inschrift über die Klosterweihe von 1287. Beim letzten Umbau des 'Schlosses' zum Rathaus entfernte man diese und brachte sie im Gebäudeinnern an. Anstelle der Tafel bekam die Fassade ein drittes neugotisches Fenster und alle wurden einheitlich verglast. Die beiden alten Butzenfenster ließ die Stadtverwaltung in die Räume des Heimatmuseums einbauen.

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