Stadtilm in alten Ansichten

Stadtilm in alten Ansichten

Auteur
:   R. Heunemann
Gemeente
:   Stadtilm
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5451-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stadtilm in alten Ansichten'

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39. Ging man die Untere Marktstraße entlang. so stieß man am anderen Ende auf das unheilvolle Haus in derUnteren Gasse , wo am 1. August 1780 der Große Stadtbrand ausbrach. Wie unter anderem berichtet wird, soll 'in der schlechten Hütte eines Tagelöhners' Fett übergekocht und angebrannt sein. In wenigen Minuten stand das Haus in Flammen und ein beständiger Ostwind trieb das Feuer stadteinwärts. Der auf dem Foto zu sehende Fabrikschornstein gehörte zur Gerberei Meißner. Er wurde 1876 errichtet und im August 1985 von Hand abgetragen.

40. Das ehemalige Druckereigebäude vom 'Stadtilmer Anzeiger' befindet sich im Nesselbusch. Diese Zeitung war ein reines Lokalblatt, erschien erst dreimal wöchentlich und später täglich. Von 1869 bis 1941 wurde es als Nachfolger der 'Stadtilmer Blätter' herausgegeben. Infolge des Zweiten Weltkrieges stellte man dann den Druck aus Kostengründen ein,

41. Straßenarbeiter beim Pflasterlegen in der Schloßgasse 1904. Links im Bild ist die Fassade vom Stadtilmer Amtsgericht. In diesem Haus wurden alle Amtsgeschäfte abgewickelt, die den Stadtilmer Amtsbezirk betrafen. Rechts der Baum ist die Lutherbuche. Sie wurde am 10. November 1883, zum 400jährigen Geburtstag Luthers, gepflanzt.

42. Wie überliefert ist, stammt diese Aufnahme aus dem Jahre 1898. Die Turmruine, des im vorhergehenden Jahre abgebrannten Schlosses, bestätigt diese Angabe zumindest annährend. Das abgebildete Kaiserliche Postamt wurde am 27. Juni 1893 eröffnet, einen Tag, nachdem die alte Post in der Breiten Gasse, abends um 20.00 Uhr, ihre Schalter geschlossen hatte. Die beiden beeindruckcnden Schmuckgiebel wurden später entfernt, genau wie die Uhr über der Eingangstür. Das zweite Gebäude rechts war das Hotel 'Zur Post', im Sprachgebrauch 'Nasse Post' genannt. Zu erwähnen ist noch die Baumbepflanzung entlang der Straße. Von diesen Bäumen steht heute keiner mehr.

Stadtilm

aahnhof~traBe rnit Eisenbahnbrûcke

43. Die Bahnhofstraße vor 1914, von der Schloßstraße aus gesehen. Das rechte Eckhaus ist das gleiche wie auf dem vorhergehenden Bild. Es wurde zu einem kleinen Spirituosen-, Wein- und Kolonialwarenladen umgebaut. An der Stelle des Vorgartens ist ein Bürgersteig angelegt worden. Ihm gegenüber befand sich die Gaststätte und Pension 'Zurn Vaterland'. Zu bemerken ist noch, daß zumindest in dieser Straße die Baumreihe bereits fehlte.

44. Ein Bliek in die Bahnhofstraße vom anderen Ende, wie er sich dem Bahnreisenden um 1920 vom Viadukt herunter bot. Das Haus mit der vorgesetzten Laube ist das Restaurant 'Am Viadukt'. Es wurde noch im gleichen Jahrzehnt geschlossen.

45. Die Löwenbrauerei setzte eine alte Ortstradition fort. Schon im 14. Jahrhundert soll Stadtilmer Bier einen guten Ruf gehabt haben und bis in weit entfernte Gebiete des Thüringer Waldes verkauft worden sein. Aber den größten Aufschwung erlebte das hier gebraute Bier erst, als es in extra angelegten Felsenkellern gelagert wurde. Allerdings verhinderte das nicht die Zwangsversteigerung der Löwenbrauerei im Jahre 1908.

46. Das Schießhaus war Versammlungsort des Schützenvereins. Beim alljährlichen Schützenfest fand das Wettschießen in der Halle daneben statt. Unterhalb des Gebäudes befinden sich stollenähnliche Keller im Berg. Seit alters her war eines dieser Gewölbe als 'Gute Bierquelle' bekannt. 1900 entdeckte man bei Abrißarbeiten an den Vorgebäuden eine verzierte Steinplatte mit der Zah11538. Wesentlich jünger ist die neue Kellerbrücke, sie wurde 1920 fertiggestellt.

47. Die alte Kellerbrücke überspannte jahrhundertelang die Ilm in Richtung Rudolstadt. 1919 war ihr Zustand so bedenklich geworden, daß sie abgerissen und anschließend durch eine neue Brücke ersetzt werden mußte. Ihr Name ist, genau wie der des ehemals nächstgelegenen Stadttores, von den Kellern unter dem Schießhaus abgeleitet.

48. Das ehemalige Restaurant Kramer war eine Gaststätte mit Gartenwirtschaft. Sie stand in der Rudolstädter Straße, unterhalb des Andreasberges. Im Mai 1902 wurde in ihren oberen Räumen das Stadtilmer Altertumsmuseum eröffnet, das bis 1904 darin blieb. Besondere Aufmerksamkeit verdient die geschnitzte Holzveranda. Leider war das Haus nicht mehr zu sanieren und wurde Anfang 1992 abgerissen.

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