Stadtilm in alten Ansichten

Stadtilm in alten Ansichten

Auteur
:   R. Heunemann
Gemeente
:   Stadtilm
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5451-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stadtilm in alten Ansichten'

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49. Nachdem sich die Eisenbahn in Deutschland durchgesetzt hatte, wurde es für die Streckenverbindung Arnstadt-Saalfeld notwendig, in Stadtilm eine Brücke über das 11mtal zu errichten. Im Oktober 1891 begarmen die Zimmerleute Albert Kirsten aus Stadtilm und Hermann Grimm aus Niederwillingen mit dem Bau einer Holzbrücke für die notwendigen Erdtransporte. Sie erhob sich 10-12 Meter über den 11mspiegel und wurde 210 Meter lang. Die obere Breite betrug 3,40 Meter. Auf ihr transportierte man mit zwei Schmalspurbahnen das im Kirchtal abgetragene Erdreich zum Bau des Bahndammes an die Buchbergseite. Die Grundsteinlegung zum Viaduktbau erfolgte am 3. Dezember 1891.

50. Bei dieser Aufnahme sind besonders die Schalungsgerüste für die Brückenbögen interessant. Davon gab es insgesamt vier Stück, teilweise von unterschiedlicher Größe. Nach Fertigstellung eines Bogens wurden sie zur nächsten, entsprechenden Bogengröße weitergerückt. Um den Abbau zu erleichtern, waren die Gerüste auf gefüllten Sandbüchsen gelagert, aus denen dann der Sand entfernt wurde, worauf das Gerüst sich senkte. Im Vordergrund steht der Bauleiter Bäseler mit seinem Gehilfen.

51. Die feierliche Schlußsteinlegung war nach 427 Tagen Bauzeit, am 28. Juni 1893. Aber erst ein knappes Jahr später wurde die Bahnstrecke Arnstadt-Stadtilrn in Betrieb genommen. Der erste fahrplanmäßige Zug fuhr am 18. Juni 1894 über das fast 202 Meter lange und sieben Meter breite Bauwerk. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges entging der Viadukt nur knapp einer Sprengung. Nach einem Gespräch mit Stadtilmer Bürgern verweigerte der verantwortliche Kommandeur den Befehl.

52. Der Stadtilmer Bahnhof befand sich auf Oberilmer Territorium. Im Tal sind einige Gehöfte des landwirtschaftlich geprägten Ortes zu erkennen. Hier ist der Bahnhof bereits um den Güterschuppen - links im Bild - erweitert. Der Anbau erfolgte 1904/05 und zählt als Indiz für einen stark angewachsenen Güterverkehr. Damals fuhren bereits täglich je sechs Personenzüge nach Saalfeld und Arnstadt.

OBERILM (Thüringen)

'SALINE

53. Von der Nähe des Bahnhofes angezogen, begarmen im Januar 1904 die Vorarbeiten zum Bau der Oberilmer Saline. Ungefähr dreißig Mann waren damit beschäftigt, den Damm für eine werkseigene Gleisstrecke anzulegen. Und am 1. April 1905 förderte man bereits die erste Sole von den 5-10 km entfernten Bohrtürmen durch eine unterirdische Rohranlage in die Vorratsbottiche. Diese Bottiche befinden sich unter dem rechten Hallengerüst. In ihnen wird die Sole gesammelt, geklärt und gereinigt und erst danach dem Siedehaus zugeleitet. Das Fassungsvermögen der Behälter beträgt 360 Kubikmeter.

54. Das Gebäude der 1903 gebauten Schuhfabrik Voigt. Der vordere Teil war die Wohnung des Besitzers, dahinter befanden sich die Fabrikationsräume, Daneben ist noch der 1964 abgerissene Schafstall zu sehen. Er gehörte zu den ältesten Gebäuden außerhalb der Stadtmauer. Um im Kriegsfall den Belagerern keine Deckungsmöglichkeiten zu gewähren, ist er außer Schußweite von Armbrust und Bogen errichtet worden.

Gelatinewerke Meissner &: Co. Komm.Ges. Stadtilm in Thr.

Fluqzeuqaufnahrne .

55. Die Fabrikhallen des Gelatinewerkes Meissner & Co. Kommandit-Gesellschaft Stadtilm in Thüringen wurden von 1908 bis 1910 gebaut und ein Jahr später das Verwaltungsgebäude, die Villa, neben der Schuhfabrik Voigt. Mit 360 Arbeitern stellte dieser Betrieb Speise- und technische Gelatine her. Zu Kriegsbeginn traten Rohstoffschwierigkeiten auf, die dann 1942 zur Übernahme des Werkes durch Rheinmetall Borsig Sörnrnerda führten. Es erfolgte eine Produktionsumstellung auf Kardanwellen.

5tadtilm

Luftschiff des Grafen Zeppelin

56. Zum Gedenken an einen Luftschiffüberflug wurde eine der alten Linden auf dem Buchberg 'Zeppelinlinde' benannt. Vor ihr ließ man eine Tafel mit folgender Inschrift aufstellen: 'Zur Erinnerung an die Dauerfahrt des Grafen Zeppelin, am 30.5.09 abends 9.55 Stadtilm überflogen.'

57. Wer die Ilm in heißen Sommermonaten als klägliches Rinnsal erlebt, wird sich kaum vorstellen können, daß dieser Fluß zum reißenden Strom werden kann und mitunter größere Gebiete überschwemmt. Diese Aufnahme zeigt den überfluteten Viaduktsportplatz beim Hochwasser 19251 26. Das bisher letzte Mal trat die Ilm 1981 in größerem Ausmaß überdie Ufer.

58. Zum Gedenken an die 135 im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermißten Soldaten aus Stadtilm befindet sich dieses Ehrenmal auf dem städtischen Friedhof. Es wurde am 26. November 1922 geweiht und stellt einen sterbenden Krieger dar. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zuerst das Schwert und später der Helm entfernt.

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