Stadtilm in alten Ansichten

Stadtilm in alten Ansichten

Auteur
:   R. Heunemann
Gemeente
:   Stadtilm
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5451-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stadtilm in alten Ansichten'

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59. Der Arzt, Lehrer, Schriftsteller und Kulturhistoriker Berthold Sigismund wurde am 19. März 1819 in Stadtilm geboren. Hier verlebte er auch seine Kindheit. In den Taufregistern der Kirchenbücher steht folgende Eintragung über ihn: 'S.T. Herrn Florenz Friedrich Sigismund, wohlbestallter Amts Actuarii, Amts Advocatus und öffentlichen Notarii allhier, und Frau Christianen Friedericken, gebh. Fischer, Söhnlein, getauft dem 29ten.'

60. Am 3. September 1899 feierten die ortsansässigen Gewerkschaften ein groBes Fest im Schießhaus und veranstalteten vorher eine gemeinsame Demonstratien. In der Marschkolonne trugen die einzelnen Gruppen ihre Zeichen voran. Zum Beispiel liefen die Gewerkschaftsmitglieder aus der Porzellanfabrik an dritter Stelle hinter der Fahne. Ihre Symbole, ein beschriftetes Schild 'Zahlstelle der Porzellanarbeiter zu Stadtilm' und eine bunte Vase , sind erhalten geblieben und dem Heimatmuseum übergeben worden.

61. Die erste freiwilligeFeuerwehr Stadtilms gründete sich 1865 als Turner-Feuerwehr. Ihre Mitglieder kamen größtenteils aus den Arbeitersportvereinen. Schon rund zwei Monate nach der Gründung hatte sie ihren ersten Brandeinsatz. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit ihren Gerätschaften wurden am 18. Juni 1913 auf dem Marktplatz fotografiert und das Foto anschließend auf dem 18. Deutschen Feuerwehrtag in Leipzig ausgestellt. Das galt als besondere Auszeichnung des Schwarzburg- Rudolstädter Feuerwehrverbandes.

62. Der Schützenverein nach erfolgreich beendeter Jagd in den umliegenden Wäldern Stadtilms. Dieser Verein wurde bereits 1720 gegründet und ging aus einer Schützengesellschaft oder -gilde hervor. Solche Vereinigungen bildete die männliche Stadtbevölkerung schon im 16. und 17. Jahrhundert, um sich für den Verteidigungsfall im Waffenhandwerk zu üben.

63. Im Jahre 1911 organisierten die Stadtilmer Bürger ohne besonderen Anlaß ein mehrtägiges Heimatfest. Zu diesem Höhepunkt wurden in der ganzen Welt die Adressen aller in Stadtilm geborenen Menschen gesammelt und diese in ihre Heimatstadt eingeladen. Die Straßen und Gebäude schmückte man festlich. Fahnen und Girlandenbogen empfingen die Gäste an den Ortseingängen, wie hier in der Bahnhofstraße. Der gekrönte Doppeladler mit Zepter und Reichsapfel über dem Willkommensschild stellt das kleine Schwarzburgische Staatswappen dar.

64. Durch dieses 'wehrhafte Tor' gelangte jeder Besucher zum Festspielplatz in den Schloßgarten. Der Toreingang mit dem Stadtwappen war eine Attrappe. Dahinter hatten die städtischen Gesellschaftsvereine eine Theaterbühne errichtet und führten das Heimatstück 'Durch Kampf zum Sieg, durch Nacht zum Licht' auf. Das war ein historisches Festspiel aus Stadtilms Vergangenheit.

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65. Zum Heimatfest wurde eine weitere Attrappe auf dem Markt aufgestellt, das öffentliche Brauhaus. Beim genauen Hinsehen fällt auf, daß die Mauersteine , die Fenster und das Lattentor nur aufgemalt sind. Diese Kulisse stand in Originalgröße auf der Parzelle des ehemaligen Brauhauses, Der Eckholdtsbrunnen erleichterte die Orientierung.

66. Zu einem richtigen Heimatfest gehört auch ein Festumzug mit historischem Hintergrund und Trachten. Dieser Festwagen mit dem zinnenbesetzten Baldachin, dem Stadtwappen und der Lyra wurde vom Gesangsverein Liedertafel gestaltet. Die Herren im Frack und mit Zylinder gruppierten sich um den Träger ihrer Vereinsfahne vor dem Schloßgut.

67. Im Festumzug nahmen die Schäfer einen gesonderten Platz ein. Im mittelalterlichen Stadtilm war ihr Gewerbe eines der bedeutendsten und die Grundlage für viele ortsansässige Handwerker. Auch begingen sie in Stadtilm bis 1801 den jährlich am Magaretentag stattfindenden Schäfertanz. Vor dem alten Wehrturm kommen die unterschiedliche Schäferkleidung und die Trachtengruppe mit dem Erntewagen besonders gut zur Wirkung.

68. In Stadtilm ist das Gregoriusfest seit alters her bekannt. Unter anderen wird es auf Papst Gregor den Großen zurückgeführt, der einen heidnischen Brauch in einen christlichen umgewandelt haben soll. Das Fest und die für jedes am Umzug teilnehmende Kind kostenlose Rostbratwurst wurden durch Haussammlungen finanziert. Als Dank kam dann der Umzug an jedem Spenderhaus vorbei. In Stadtilm und damit wohl auch in Deutschland, feierte man 1962 das Gregoriusfest zum letzten Mal unter seinem alten Namen. Erst in jüngster Zeit wurde diese alte Tradition wieder neu belebt.

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