Stadtilm in alten Ansichten

Stadtilm in alten Ansichten

Auteur
:   R. Heunemann
Gemeente
:   Stadtilm
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5451-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stadtilm in alten Ansichten'

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69. Ursprünglich war das Gregoriusfest nur Knaben vorbehalten. Die Jungen verkleideten sich als Schäfer, Jäger, Soldaten, Affen oder ähnliches, und ein kleiner 'Bischof' führte sie an. Die Festgestaltung unterlag einem ständigen Wechsel. Seit wann Mädchen teilnehmen durften, ist nicht mehr bekannt. Überliefert ist, daß sie jedes Jahr einen mit Blumen, Laub und bunten Schleifen urn bun denen Reiftrugen.

70. Früher galt Stadtilm als 'Stadt der sieben Wunder'. Eines dieser Wunder war die 'Höchstschwimmende Ente'. Am 29. Mai 1613 überschwemmte die Ilm weite Gebiete Thüringens, infolge von wolkenbruchartigen Regenfällen. Zum Gedenken an diese 'Thüringer Sintflut' soll eine in Stein gehauene Ente in Höhe des Wasserstandes am ehemaligen Gasthaus 'Restauration' angebracht worden sein. Darüber befand sich ein Stadtwappenrelief mit Inschrift. Das Gasthaus 'Restauration' wurde 1907 abgerissen und beide Steine an den gegenüber stehenden 'Bären' versetzt. Seit dem Abriß des 'Bären' 1968 befindet sich die 'Höchstschwimmende Ente' im Heimatmuseum.

71. Ein weiteres Wunder war die 'Höchste Brücke Thüringens'. 396 Meter über NN befand sich zwischen den beiden Türmen der Stadtkirche ein hölzerner Verbindungsgang. Er verband die Glockenstube des Nordturms mit der des treppenlosen Südturms. Da eine solche Querverbindung die himrnelwärts aufstrebende Gotik architektonisch störte, wurde die Brücke 1900 entfernt. Im Stadtwappen blieb sie weiterhin erhalten.

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72. Der Marktplatz zählt ebenfalls zu den Wundern Stadtilms. Mit 1 Hektar, 1 Ar und 70 Quadratmetern ist er der größte Markt Thüringens. Seine längste Ausdehnung mißt 204 Meter. Bis zum Stadtbrand 1780 stand das Rathaus auf der südlichen und die Hauptwache auf der nördlichen Hälfte. Beide Gebäude brannten nieder. Und bis 1834 blieb der Markt eine unbefestigte Freifläche, auf der sich 'viele Türnpel' bildeten, über denen 'große Mückenschwärrne' flogen und ein 'böses Fieber' verbreiteten. Deshalb beschloß die damalige Stadtverwaltung den Marktplatz pflastern zu lassen. Für 2000 Taler übernahm der Saaifeider Steinsetzmeister Opitz diesen Auftrag.

73. Auch die 'Krypta', der letzte, erhaltengebliebene Raum des Zisterzienser-Nonnenklosters, wird als Wunder Stadtilms bezeichnet. Diese gotische Halle ist wegen ihrer Bauart einmalig in Thüringen. Zwölf Kreuzgewölbe ruhen auf sechs Säulen und entsprechenden Wandkonsolen. In der 'Krypta' war von 1904 bis 1919 das Altertumsmuseum untergebracht, bevor es in den östlichen Seitenflügel des heutigen Rathauses verlegt wurde.

74. Als weiteres Wunder besitzt Stadtilm den um 1350 erbauten 'Größten Zinsboden Thüringens'. Er diente dem Kloster als Speicher für Zins- und Pachteinnahmen in Form von Naturalien. Manche Quellen bezeichnen das Gebäude auch als 'Größten Schweinestall Thüringens'. Dieser Name geht auf jährlich abgelieferte Zinsschweine zurück, die dann kurzzeitig in ihm untergebracht worden waren. Ab 1890 bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg dienten Teile des Zinsbodens als Stadtgefängnis. Im Vordergrund ist der höchste Stadtmauerwehrturm abgebildet.

75. Die Stadtmauer wird ebenfalls zu den Wundern Stadtilms gerechnet. Sie hatte die Form eines unregelmäßigen Fünfecks, besaß vier Tore, eine Pforte und mehrere Türme. Ihr Umfang betrug etwa 1 560 Meter. Ursprünglich war sie mit einer einfachen Brustwehr vier Meter hoch. Später wurden Zinnen aufgesetzt und diese, nach Einführung der Armbrust, zu Schießscharten umgebaut. Danach betrug die Höhe sechs Meter und die Mauerdicke unterhalb des Wehrganges bis zu 1,40 Meter. Zusätzlich war die Stadt mit einem doppelten und teilweise wassergefüllten Wallgraben gesichert. Die starke Befestigung verlieh Stadtilm den Beinamen 'Das Rothenburg Thüringens'.

76. Ein Naturwunder Stadtilms war die 'Klosterlinde' . Sie befand sich im Hof des Gasthauses 'Zurn Schloß'. Ihr Alter betrug mindestens 500 Jahre. In anderen Quellen wird es mit 800 angegeben. Der Stammumfang maß acht Meter. Früher soll sich in der Stammgabel eine Bühne für Musiker befunden haben. Auf Grund von Frostschäden und mutwilliger Zerstörung mußte die Linde 1938 gefällt werden.

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