Staßfurt - Wiege des Kalibergbaues

Staßfurt - Wiege des Kalibergbaues

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6614-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt - Wiege des Kalibergbaues'

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28 Die Nordseite von Schacht III, der Förderturm mit Hängebank und Abraumverladung. Im anschließenden Schachtgebäude der Wagenumlauf überTage, die Mühle und die Salzverladung.

Beim Abteufen des Schachtes ereigneten sich 1 887, 1889 und 1890 Unfälle mit tödlichem Ausgang, denen 16 Bergleute zum Opfer fielen.

Fortsetzung von 27:

1892, März: 245 mTiefe erreicht, bisherige Kosten 3 Mio. Mark.

1894: Durchgängiger Ausbau auf der 300-MeterSohle zum 393 m entfernten Schacht 1. Inbetriebnahme als Fahr- und Wetterschacht.

1895: Aufnahme der Förderung von Carnallit und Jüngerem Steinsalz.

1902: Erweiterung der Ta-

gesanlagen zur alleinigen Bewältigung der gesamten Förderung für das Anhaltische Salzwerk.

1913 bis 1916: Förderung nur von Jüngerem Steinsalz. Danach ruhte der Förderbetrieb. Schacht diente nur noch derWasserhaltung. 1 9 19 bis 192 2: Wasserzuflüsse nahmen stetig zu. Zur Sicherung der Schachtanlage Friedrichshall wurden in den Zugangsquerschlägen 3 0 0, 350 und 400 MeterTiefe Mauerdämme errichtet. 1922, 20.April: Ungeahnte Wassermengen drangen in 13 0 m Tiefe durch die 0,9 m dicke Schachtmauer. Schacht musste aufgegeben werden. Das Wasser stand am 3. Juli bis 23m unter Tage. Für die Dämme, teilweise bis 19 m dick, wurden 683 m' Mauwerk verbaut.

Staßfurr,

Schacht 111.

29 Auf dem Bild die Schachtanlage Anhalt IV und V, 1893. Über dem Schacht IV steht schon das Einstreben - Fördergerüst, Schacht V muss sich noch mit dem hölzernen Abteufturm begnügen.

Das Herzogl.-Anhalt. Salzbergwerk kam schon beim zeitraubenden und kostenverschlingenden Abteufen von Schacht III zu der Erkenntnis, eine Reserveschachtanlage noch vor der Fertigstellung des dritten Schachtes anzulegen.

1890: Beginn der Teufe einer Zwillings-Schachtanlage am Moorweg nach Bernburg (An der Liethe). Die Schächte erhielten die Bezeichnung 'Anhalt IV und V'.

1893/94: Endteufe bei 365 und 377 m erreicht, Kosten 2,2 Mio. Mark. 1894: Förderung von Carnallit, Kainit und Jüngerem Steinsalz in 280 und 355 m Tiefe, bis 1902.

1895,13.März:Nachherzoglicher Verfügung wurde die Schachtanlage ein selbständiges Werk und erhielt den Namen Friedrichshall I und Il. Namensgeber war Herzog Friedrich 1. von

Anhalt-Dessau (18311904).

30 Das Salzwerk Friedrichshall, der große Salzspeicher noch im Bauzustand von 1912. Fortsetzung von 29: 1902-1913: Ruhen der Förderung, Schacht III fördert allein.

1912/13: 'Neue Fabrik' für Chlorkalium vor dem Schacht errichtet.

1913: Förderung von Schacht III übernommen bis Dezember 192 9. 1929,1. Oktober: Anhaltische Salzwerke von 'Preußag' gepachtet. Carnallitförderung eingestellt, Neue Fabrik abgerissen. 1930: Förderung von Jüngerem Steinsalz durch Schacht I, Il. Sohle. 1936,30. September: Einstellung der Steinsalzförderung.

1934/35: Wirtschaftliche Forschungs gesellschaft 'wifo' übernahm Schacht-

anlage. Errichtet wurden unterTage Großtanklager, Magazine für Edelmetalle und Heeresgut, überTage Umschlag- und Hebeanlagen. Schachtbetriebsgelände wurde Sperrgebiet. 1945, 10. April: Luftangriff der Amerikaner zerstörte Teile der Tagesanlagen und

die Fördereinrichtungen. 12./13. April die US-Amerikaner erbeuteten bei der wifo die deutschen Vorräte an Uranium-Mineral. 1947: Kaliwerk Staßfurt übernahm die Anlage Friedrichshall. Eine durchgehende Förderung kam nicht wieder zustande.

Wasserzuflüsse waren nicht aufzuhalten. Schacht wurde planmäßig zum Ersaufen gebracht. Schachteinrichtungen wurden noch geborgen.

1949, 11. September: Wasserhaltung eingestellt, Schacht ersoffen.

Herzoçlich Anhaltisches Salzwerk Friedrichshall, Stallfurt-Leopoldshall

31 Neu-Staßfurt, Schacht 'Agathe' noch mit dem ersten Fördergerüst aus Holz, um 1880.

Die Gewerkschaft 'Salzbergwerk Neu-Staßfurt' war das älteste Privatunternehmen, das systematisch Kalisalze aufsuchte und ab 1876 bergmännisch erschloss.

Zeittafel:

1871, 17. November:

Gründung der Gewerkschaft 'Agathe, Kali- und Steinsalzbergwerk' .

1872, Dezember: Beschluss für die Anlage des ersten Schachtes in der Gemeinde Löderburg, am Weg nach Athensleben. 1873,2. Ianuar: Anschlagen der Schachtteufe.

1874: Die Gewerkschaft besitzt fünfGruben- und zwei Solfelder, insgesamt 1 751 ha.

1875/76: Anschluss an die Kohleneisenbahn Löderburg-Staßfurt und Übertageanlagen fertiggestellt.

1876,20. März: Endteufe von 303 m ohne nennenswerte Schwierigkeiten erreicht. Der Schacht erhielt den Namen' Agathe' . Durch Querschläge in 263, 278 und 300 MeterTiefe wurden drei wertvolle La-

gerstätten Steinsalz, Carnallit und Kainit erschlossen. Schachtröhren- Durchmesser betrug 5,23 Meter. 1876, November: Beginn der Förderung von Steinsalz und 1877 von Kalisal-

zen.

32 Löderburg, Salzbergwerk Neustaßfurt - Agathe-Schacht und Fabrik II, Ostseite gesehen von Löderburg 1902. Fortsetzung von 3 1 :

1883: Elektrische Grubenlokomotive für die Streckenförderung auf der 300-Meter-Sohle eingeführt.

1883/84: Bau und Inbetriebnahme der werkeigenen Chlorkaliumfabrik.

Die Stadt Magdeburg erhob Einspruch, ihre Wasserversorgung könnte durch den Salzwasserabstoß beeinträchtigt werden. Nach Staßfurt wurden die anfallenden Endlaugen und Kaliwaschwässer durch eine gusseiserne Rohrleitung bei der Eisenbahnbrücke in die Bode geleitet.

1889: Salzsäure- und Chlorproduktenfabrik fertiggestellt.

1891, 1. Dezember: Neues Mahlwerk mit Verladeein richtungen und erweiterte Bahnanlagen in Betrieb genommen.

1 892, Mitte April: Potaschefabrik in Betrieb genommen.

1894: Neues größeres Direktions- und Verwaltungsgebäude gegenüber dem Werkeingang bezogen. UnterTage Einführung des elektrischen Bohrbetriebes. 1897/98: Vertiefung des Agathe-Schachtes. Auffah-

ren der 600-Meter-Sohle zur Gewinnung wertvollen Hartsalzes.

1900: Verstärkung der Fördereinrichtungen (FörderMaschine, -Turm und Körbe).

Löderburg

Solzbergwerk Neuataßlur1 - Ag le.~chacht u. Febrik 11

33 Agathe-Schacht mit Werkanlagen, Wohnhaus und Kasino im Ortsteil Neu-Staßfurt, 1903. Fortsetzung von 32:

1902: Erste Laugenzuflüsse aus dem Sicherheitspfeiler gegen den ertrunkenen Achenbach -Schacht.

1903: Verstärkung der Wasserhaltung (Pumpen) und zusätzliche Dämmarbeiten im Grubenfeld. September:

Baubeginn einer Abdämmungsmauer aus Ziegelsteinen und Magnesiazement aufvier Sohlen zwischen 376 und 254 Meter. Abmessungen: Höhe 120, Breite 50 und Dicke bis zu drei Meter. Kosten der Mauer mit Verdichtungsarbei ten und Wasserhaltung etwa vier Mio. Mark.

1905, 1. November: Bau der sogenannten Millionenmauer beendet. 1907-1910: Zuflüsse unterhalb der Mauer forderten weitere Abdichtmaßnahmen.

1911, Juni: Beschluss zur Aufgabe des Schachtes. In den oberen Sohlen, 300 und 263 m wurden noch Steinsalz und Kainit gefördert. Pumpen und was noch die Bergungskosten

wert war, wurden geborgen.

1912, 12. Februar: Laugen hatten die 263-Meter-Sohie erreicht, Schachtbetrieb eingestellt, Grubenbaue ersoffen.

34 Schacht Hammacher, Nord-Ost-Seite, um 1882. Das Salzbergwerk NeuStaßfurt lässt am 28. März 1881 den zweiten Schacht, 200 Meter nördlich von Schacht I 'Agathe' anschlagen. Benannt wird der Schacht nach Dr. jur. Friedrich Hammacher, Vorsitzender des Salzwerkes von 1877 bis 1902.

Zeittafel:

1881,28. März: Beginn der Teufe.

1883, 1. Juni: Endteufe von 366 Meter zügig erreicht. Förderbeginn von Jüngerem Steinsalz und Kainit.

1884: Grubenbaue von der 263- bis 360-Meter-Sohle mit Schacht-Agathe durchschlägig.

1912, 19. Februar: Parallel mit dem Ersaufen des Agathe-Schachtes ging auch das Aufgeben des Hammacher-Schachtes einher. Durch den unmittelbaren Verlust dieser beiden

Schächte entstanden dem Salzwerk Kosten in Höhe van 8,35 Mio. Mark.

35 Hammacher-Schacht und Fabrik, Eingang an der Straße nach Löderburg, 1912.

Salzbergwerk Neu-Staßfurt lässt einen dritten Schacht abteufen. Gewählt wurde der Ansatzpunkt 2 km nördlich vom Hammacher-Schacht, zwischen Rothenförde und der 'Lust'.

Am 1. November 1888 Beginn der Teufe und am 20. September 1890 die Endteufe bei 360 Meter Tiefe ohne Schwierigkeiten beendet.

Dieser Schacht III diente den Förderschächten I und II (Agathe und Hammacher) nur zurWetterführung (Belüftung) bis 1912.

Mit der Aufgabe der Schächte I und II, infolge Ersaufens, war auch das Ende von Schacht III im Februar 1912 gekommen.

/-öd.erburg Salzbergwerk Neustaßlurt - Hamm.achersch.acht u: Fab,,~

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36 Schacht IV förderte nurvon 1912 bis 1923. Das Salzbergwerk NeuStaßfurt schaffte in weiser Voraussicht eine Reserveanlage. Nach den Wassereinbrüchen ab der 1870er Iahre in den benachbarten Schächten in Staßfurt und Leopoldshall, war vorauszusehen, dass die Wasser auch Neustaßfurt erreichen werden. Im nordwestlichen Fortstreichen der Salzvorkommen, nahe dem Vorwerk Rothenförde, wurde am 11. April 1892 ein Bohrloch niedergebracht. Die erzielten Bohraufschlüsse rechtfertigten den Schachtbau.

Am 4.Juli 1893 begann die Teufe von Schacht IV 1896 war die Endteufe bis 360 Meter erreicht und Tages- und Bahnanlagen waren fertiggestellt.

Nach Stilllegung der

Schachtanlagen I und II übernahm Schacht IV ab 1912 die gesamte Förderung von Carnallit und Steinsalz.

Die Monopolstellung in der Weltkaliwirtschaft hatte Deutschland nach 1 9 18

eingebüßt. Dem Gesetz über die Regelung der Kaliwirtschaft von 1919 folgte 1 92 1 eine Stilllegungsverordnung. Unter diese Verordnung fiel auch Schacht IV und musste Ende 1923 seine Carnallit-

Förderung, zugunsten anderer Kaliwerke mit besserer Rohstoffgrundlage, einstellen. 1942 wurde der Schacht IV endgültig aufgegeben.

37 Salzbergwerk NeuStaßfurt, Schacht V im Bau mit dem Abteufförderturm in Holzbauweise. Lange Zeit nannte man ihn 'Gefrierschacht' .

Schacht V wurde als zweiter befahrbarer Ausgang für Schacht IV, 900 m nordwestlich davon, angesetzt. Die Schachtbauunternehmen Haniel und Lueg sowie aus Nordhausen Gebhard und König brachten beim Schachtbau das Tiefkälteverfahren nach dem Erfinder F. H. Poetsch (1842-1902) zur Anwendung. Die wasserführenden Gebirgsschichten wurden in einen Frostkörper verwandelt. Nach Herstellen der Frostmauer wurde mit dem Abteufen im Dezem-

ber 1912 begonnen. Mit Tübbinge (gusseiserne Ringe) erfolgte der Schachtausbau, 4,80 mim Durchmesser, bis zur Teufe von 168 Metern. Danach wurde der Schacht in eige-

ner Regie bis zur Endteufe von 460 m niedergebracht und mit Ziegelsteinen ausgemauert.

Die vorläufige Beteiligungsziffer (Förderquote) erhielt der Schacht am 1.

November 1913. Die endgültige Zulassung erfolgte am 1. August 1 9 16. Bereits 1924 musste der Schacht, gemäß dem Stilllegungsabkommen von 1921, jegliche Förderung einstellen.

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