Staßfurt - Wiege des Kalibergbaues

Staßfurt - Wiege des Kalibergbaues

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6614-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt - Wiege des Kalibergbaues'

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58 Blick in einen Schachtfüllort, der bereits mit Ziegelsteinen ausgemauert ist. Zur Arbeitserleichterung wurden für das Aufschieben der Förderwagen in das Fördergestell 1 908 Druckluftaufschieber über Schwingbühnen eingeführt.

Der Anschläger (Signalmann) gab dem in der Fördermaschinenhalle über Tage sitzenden Fördermaschinisten ein Zeichen, wenn wieder zwei Förderwagen in den Förderkorb zur Auffahrt eingeschoben waren.

59 Die ausgeschossene First musste von dem hereingesprengten Rohsalz in mühsamer Handarbeit bis zum Abbaueingang 'leergefördert' werden. Diesen Arbeitsgang nannte man 'Berauben der Schleppe'. 'Schlepper: hießen die Bergleute, die das Haufwerk im 'Gedinge' (Akkord) abräumten.

Über der Schleppe, dem losen Haufwerk, sind zwei Hauer beim 'Berauben der Decke' zu sehen.

60 Blick in eine geräumte First. Im Carnallit erreichten die Firsten (Hohlräume) schon eine beachtli che Ausdehnung.

Im Jüngeren Steinsalz gab es Firsten, die in der querschlägigen Länge 80 Meter lang und in der streichenden Länge 45 Meter breit waren. Sechs Meter war die flache First und 15 Meter die hohe First hoch.

Im Jüngeren und im Älteren Steinsalz brauchten die Firsten wegen der größeren Festigkeit der Salze vorerst nicht versetzt (verfüllt) werden.

61 Die Schüttelrutsche war noch nicht überall eingeführt, da wurde ab 1 92 7 das Arbeitsgerät 'Schrapper' bekannt. Mit dem robusten Schrapper-Kasten wurde Ladearbeit und Abbauförderung in einem Arbeitsgang vereint. Auch große Salzbrocken konnten damit transportiert werden. Die Vorzerkleinerung entfiel, sofern es sich nicht um 'Schreibtische' (riesige Brocken) handelte, an denen sich der Schrapper festgefahren hatte.

Im Hintergrund steht der Schrappenfahrer an der Schrapperhaspel. Van ihm, dem früheren 'Schlepper' , war Muskelkraft gefragt vereint mit Fingerspitzen-

gefühl und Köpfchen. Das Gerät zu beherrschen war nicht einfach und damit in einer Schicht bis zu 300 Tonnen zu fördern, war eine anstrengende 'Maloche' (Arbeit).

Auf dem Bild der Schrapperkasten mit zwei Tonnen Inhalt am Rollloch im Carnallitlager.

Mit der Schrapperförderung wurde bis 1960 der 'Kammerbau' betrieben.

Zwischen den Abbaukammern verblieben langgestreckte pfeiler zur Sicherung der Lagerstätte.

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62 Einbruchsbetrieb im Älteren Steinsalz zur Gewinnung des Versatzgutes. Im Älteren Steinsalz wurden 'Bergemühlen' zur Gewinnung von Versatzgut aufgefahren. Besonders die Firsten (Hohlräume) im Carnallit mussten versetzt (verfüllt) werden. Teilweise geschah das auch mit Rückständen aus den chemischen Fabriken.

Die Verfüllung der Firsten erfolgte von der darüber befindlichen Etage aus durch Rolllöcher (seitliche Öffnungen) .

Es galt dem Hangenden (Deckgebirge) etwa 19 Meter dick oder der Schwebe (Zwischendecke), wieder eine sichere

Stütze zu geben. Damit wurde der darüber folgende Abbau ermöglicht.

63 Der Schrapperkasten war ein rechteckiges, an einer Seite offenes Stahlgefäß ohne Boden. Mit dem Schrapperseil wurde es über eine Umlenkrolle auf das hereingesprengte Haufwerk gezogen. Beim Zurückziehen erfasste der Kasten dieses Haufwerk und transportierte es auf der Abbausohle bis zur Förderstrecke, wo es über die Schrapperschurre in die bereitstehenden Förderwagen rutschte.

Hier auf dem Bild fördert der Schrapper Versatzgut aus der Bergemühle.

64 Im Unter- Tage-Betrieb wurden pferde zum Ziehen der Förderwagen (Loren) verwendet. Die Genehmigung dafür erteilte die Landesbehörde. Der zuständige Revierbeamte überwachte den Einsatz. Mindestens einmal im Iahr wurden die Unterbringung, Haltung, Gesundheitszustand und Arbeitsleistung der Schacht-Pferde unter Hinzuziehung eines Tierarztes kontrolliert.

Als 1883 die ersten elektrisehen Grubenlokomotiven eingeführt wurden, dauerte es in einigen Schächten noch bis 1930, ehe die letzten pferde im Unter- Tage-Betrieb verschwunden waren.

65 Mit der zunehmenden Verbesserung der Spreng

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