Staßfurt in alten Ansichten Band 1

Staßfurt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6561-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt in alten Ansichten Band 1'

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19 'Wassertorstraße mit Post', 1903. Bis etwa 1926 war in dem Eckhaus, Bodebrücke, eine Filiale der 'Cigarren- undTabakhandlung Krüger und Oberbeck', die Firma war zum Beispiel auch in Aschersleben vertreten. Gegenüber, in dem Geschäftsund Wohnhaus, waren im Erdgeschoß die Flora-Drogerie von Ludwig Nürnberg, der Friseurladen Paul Weile und 'Möbel-, Polsterwaren, Sargmagazin, Spielwaren' von Louise ZeidIer Ww. Letztere handelte um 1938 nur noch mit Spiel- und Lederwaren sowie mit Andenken-Artikel. In der Wassertorstraße sind die Gleise für die Straßenbahn zu sehen die bis 1905 zum Bahnhof führten. Die Häuser

im Hintergrund gehören zum Grudenberg, ein ehemaliger Ascheabladeplatz für die Saline, benutzt bis ins 16. [ahrhundert.

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20 Große Geschäftshäuser mit üppigen Fassaden stehen an der Kreuzung SteinstraßeWassertorstraße- Bodebrücke. Hier hatten vorwiegend die Bekleidungs- und Manufakturwarengeschäfte, über die [ahre mit wechselnden Inhabern, ihre Verkaufsläden. Zu sehen sind hier die Konfektionshäuser von N. Cammnitzer und von Iulius Schönstädt. In jüngeren [ahren waren dann Max Crohn und Gebr. Müller die Geschäftsleute in den Läden. 1904 konnten sich Passanten, wie hier auf dem Bild zu sehen, noch ungefährdet auf dem Fahrweg bewegen. Am 1. [anuar 1900 wurde die elektrische Stra-

ßenbeleuchtung eingeführt, kunstvolle Kandelaber wurden dafür aufgestellt.

2 1 Eine Straßenszene um 191 0 in der Steinstraße, rechts vor der Wassertorstraße und geradeaus vor den Brücken über Mühlgraben und Bode. Diese Stelle galt über [ahrzehnte als der Mittelpunkt in der Stadt. Hier war auch die hauptsächliche Abfahrt-, Ankunfts- und Umsteigestelle zur Straßenbahn. Hier steht der Triebwagen in Fahrrichtung Löderburg. Im Bild rechts das Haus der Bäckerei van Hubert Nagel, daneben die Hohlschleiferei von Friedrich Trapp.

22 Drei Geschäftshäuser in der Steinstraße vor der Mühlgrabenbrücke, von links das Modegeschäft E. Nentwich, 1884 gegründet, Damenbekleidung von Carl Altmann und der Uhrmacher und Iuwelier Fr. Rosenthal. Nachfolger Schohaus.

Die Straßenbahn steht an der Haltestelle 'Bodebrückc' und wartet vermutlich auf eine entgegen-kommende Bahn. Hier, auch Abzweigung genannt, war eine Begegnung der Bahnen möglich, denn die Streckenführung war durchweg eingleisig.

Die Ansichtskarte wurde am 28. August 1901 nach Borkum/Nordseeinsel geschickt und traf dort bereits am 29. August 1901 ein!

23 Die Brücke über dem Mühlgraben 192 7 mit Blick auf Alt -Staßfurt. Im März

1933 wurden die Bogenträger der genieteten Rahmenkonstruktion aus Stahl von 1886 abgebaut. Anschließend wurde die Brücke durch eine Spannbetonkonstruktion ersetzt. Der Mühlgraben, ein Parallelarm zur Bode, versorgte die Staßfurter Mühlenwerke von Otto Rebentisch mit Wasserkraft. Nachdem die Mühlenwerke ihren Betrieb einstellten, wurde der Mühlgraben im Stadtgebiet 1970 zugeschüttet, ohne die Brücke zu entfernen. Für den Straßenneubau 1994 mußten dann die Brückenfundamente aufwendig entfernt werden.

24 Eine Gruß- undAnsichtskarte vom Schützenhaus mit Schützenpark und der Musikhalle von 1902. Die Tische waren schon gedeckt in Erwartung der Gäste, als 1914 die Aufnahme vom Garten gemacht wurde. Auf dem schönsten Fleckchen Erde von Staßfurt, zwischen Bode und Mühlgraben gelegen, der Mühlendamm genannt, wurde das Schützenhaus errichtet und arn 22. [anuar 1909 eingeweiht. Erst 1919 ging das Haus in den Besitz der Staßfurter Schützengilde von

1891 über. Im Haus und im Park wurden nicht nur Schützenfeste gefeiert sondern auch Konzerte und Tanzvergnügen veranstaltet. Die Gastwirtschaft betrieb Carl Rust

und sein Nachfolger Willi Noack erweiterte das Angebot mit dem Ensemble 'Zu den Guten Stuben' und lud 'in aller Herzlichkeit' zum Verweilen ein.

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25 'Partie bei der Bodebrücke', 1903. Regulierungsarbeiten für Bodebett und Uferzonen wurden im Juli 1903 ausgeführt mit dem Einsatz eines Eimerkettenbaggers. Es galt Verlandungen und Wasserschwaden im Flußbett zu entfernen um dem alljährlich aufkommenden Hochwasser einen ungebremsten Durchf1uß zu sichern. Der Blick über die Bodebrücke mit der Straßenbahn geht zum Restaurant 'Kaiserhof' , nebenan zum Mühlenwerk mit Büro und Wohnhaus am Mühlgraben, dann folgen die Geschäftshäuser am Eingang zur Steinstraße. Der weiße Bretterzaun rechts begrenzt die Bodewie-

sen, die als Weide für die Kühe und pferde von Bennecke.'s Hof genutzt wurden.

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Partie bei der Bodebrlicke

26 Blick auf die Bodebrücke 1908 und weiter in Richtung Steinstraße. Vor der Gaststätte 'Kaiserhof' , links im Bild, fehlt noch das Lichtspielhaus 'Weltspiegel' , erbaut 1912. Über den Giebel vom Kaiserhof ragt der Telegrafenturm vom Postamt und auf der rechten Seite derTurm von der Johanniskirche. Auf der Brücke begegnen sich sonntägliche Spaziergänger und die Straßenbahn, in Richtung Löderburg fahrend.

STASSFURT

Bodebrücke

27 Die Steinstraße 1935 war schon im 13. Jahrhundert der Steinweg innerhalb der Stadtmauern. Aus verteidigungstaktischen Gründen wurde der Steinweg versetzt angelegt, dieser Knick hat sich bis heute erhalten. Kommt man von der Bodebrücke - früher waren hier Nord- und Wassertor - so erkennt man, wie hier auf dem Bild deutlich zu sehen, das vorspringende große imposante Haus von 1899. Es setzt noch immer einen gewichtig wuchtigen Akzent in der Steinstraße. Wie immer die Häuser beschaffen waren und ausgesehen haben, die an dieser Stelle früher errichtet wurden, sie waren in

das Verteidigungskonzept der Stadt mit einbezogen. In der zweiten Hälfte des 19. [ahrhunderts entwickelte sich die Steinstraße zur Hauptverkehrs- und Geschäftsstraße in derStadt. 1938/39warben

hier 38 Handels- und Gewerbegeschäfte, sowie Bankinstitute, Hotels und Gaststätten um die Gunst der Kunden undGäste.

28 Gasthaus 'Zurn goldenen Adler", 1898 kurz vor dem Abriß, daneben entsteht schon der Neubau. Für das Erinnerungsfoto haben sich Besucher des Gasthauses und vorüberkommende Passanten aufgestellt. Hier im Mittelpunkt der Steinstraße, an der Ecke zur Schloß- heute Kottenstraße, entstand ein repräsentatives Haus. Aus dem Gasthaus wurde unter Carl Hickethier das Hotel und Restaurant 'Goldener Adler' . Es lud zu jederTageszeit für 'warme und kalte Speisen mit ff. Weine und Biere' ein. Das Hotel warb für feine Logements mit elektrischer Beleuchtung, um 1900 herum war das noch keine selbstverständliche Ausstattung.

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