Staßfurt in alten Ansichten Band 1

Staßfurt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6561-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt in alten Ansichten Band 1'

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S9 Hotel, Restaurant 'Grûner Baum' von A. Dierkopf, am Schulzenplatz. 1908 übernommen in einer 'ruhigen schönen Lage im Zentrum der Stadt' als führendes Haus für Geschäftsreisende. Es versprach 'feinste Logements, vorzügliche Betten, elektrische Beleuchtung und Zentralheizung', so hieß es in den Werbeanzeigen. Bis in die erst jüngst vergangenen [ahre blieb es 'Der Grüne Baum', vorwiegend bevorzugt als Restaurant.

60 'Bode-SchulzenplatzPrinzenstraße' , diese Ansichtskarte von 1920 verglichen mit der Aussicht die sich heute bietet, so ist statt der zwei nur noch ein Wasserturm zu sehen, sonst hat sich nicht viel geändert. Der Blick auf den Schulzenplatz wird durch die Bäume im Vordergrund behindert. In den Räumen des großen Eckhauses, erbaut 1912 - steht heute unter Denkmalschutz - waren die Druckerei und der Verlag van Carl Trippo, Herausgeber der Staßfurter Zeitung. Nebenan wohnte der letzte Ortsschulze vom Dorf AIt-Staßfurt, der Gutsbesitzer E. G. Freytag, verstorben 1886; nach ihm wurde der Platz benannt. Die Prinzenstraße bis

zum Wasserturm wird heute noch der Prinzenberg genannt und ist gewissermaßen die verlängerte Steinstraße mit vielen Einkaufsmäglichkeiten.

Stassfurt

Bode - Schulzenplatz - Prinzenstrasse

61 Die Wassertürme auf dem Prinzenberg, davor die alten Gebäude der ehemaligen Schäferei, fotografiert 1926. 1871 wurde der kleinere, etwas verdeckte Wasserturm mit der kegelförmigen Dachkonstruktion in Betrieb genommen und 1986 abgerissen. Seitdem muß der größere Turm, Baujahr 1883, Inbetriebnahme 1888, allein mittels Durchlaufbehälter, für die Wasserversorgung der Haushalte aufkommen. Das große Eckhaus im Hintergrund steht zwischen Athenslebener Weg und Friedrichstraße, heute

die Wasserturmstraße.

62 Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt, auf dem Prinzenberg an der Bergschänke, um 1952. Der Spielmannszug setzte sich überwiegend aus jungen aktiven Feuerwehrleuten zusammen. Von 1949 bis 1964 war der Musikzug nicht nur in Staßfurt beliebt, auch in vielen anderen Städten wurde er bekannt und zu kulturellen Umrahmungen hinzugezogen. Seine Teilnahme an Vergleichsspielen auf der Kreis-, Bezirks- und Landesebene wurde mit beachtlichen Erfolgen auf 1. und 2. Plätze belohnt. Verdienst daran hatte nicht zuletzt auch der Leiter des Spielmannszuges Burkhardt.

63 'Größtes Etablissement am Platze' war 'Klingsch-Ballund Konzerthaus' zwischen der Petrikirchstraße und dem Prinzenberg. Das Haus von Franz Klingsch verfügte über mehrere Gast- und Restaurationsräume, zwei Parkettsäle, sechs Vereinszimmer und über einen großen schattigen Konzertgarten mit Veranda und Tanzdiele im Freien. Das Konzerthaus Klingsch bot fast täglich Künstlerkonzerte und Tanzveranstaltungen an und konnte bis zu 1 800 Gäste bewirten. Am Prinzenberg waren die Stehbier- und Imbißhalle und auch ein Eingang zum Garten, hier im Bild von 193 O.

64 Die Flugzeugaufnahme von Staßfurt bietet einen Überblick auf den Schäfereiberg und seine Umgebung. Der Schäfereiberg wird umsäumt von der Wasserstraße, dem Hohlweg und dem Prinzenberg. Weiter geht der Blick über den Grudenberg zu den Gleisen vom Bahnhof. Von der Bodebrücke aus geht der Blick zum Lichtspieltheater, Kaiserhof und Schützenhaus. Hier beginnt der parkähnliche Mühlendamm, eingebettet zwischen Bode und Mühlgraben, unterbrochen von der Eisenbahnbrücke. Auf der höchsten Erhebung von AltStaßfurt, dem Schäfereiberg, steht die St.-Marien-Kirche. Die Aufnahme wurde etwa 1935 gemacht.

6S Katholische Kirche St. Marien auf dem Schäfereiberg, zwischen Bergstraße und Hohlweg, um 1900. Mit der zunehmenden Bevölkerung im letzten Viertel des ausgehenden 19. [ahrhunderts nahm auch die Zahl der katholischen Gemeindemit glieder zu. 1872 konnte das Grundstück für den Kirchenbau erworben werden. Auf ihm wurde zunächst, infolge fehlender Mittel, nur eine barackenähnliche Notkirche errichtet. Zu diesem hier abgebildeten Kirchenbau, ein Längsschiff mit fünf Gewölbefeldern, Chor und Querschiff und auf der Vierung ein kleinerTurm, wurde am

6. [anuar 1886 der Grundstein gelegt. Die Einweihung erfolgte am 3. Juli 1887 im Beisein von fast 2 000 Gemeindemitgliedern, die mit Spenden für die Inneneinrichtung gesorgt hatten. Ein

Hochaltar konnte erst 1892 aufgestellt werden. Der Kirchturm entstand in mehreren Bauetappen und wurde 189 S in der heutigen Form fertiggestellt. Das aus drei Glocken bestehende Geläut mußte

191 7, wie auch die der benachbarten Kirchen, für den Ersten Weltkrieg geopfert werden.

66 Ein Haus - herausragend - auf dem Schäfereiberg zwischen Rosmarin- und Wasserstraße um 1900. Seit 1886 hatte die Handelsfirma A. Conrad bis etwa 1950 in dem Haus ein stadtbekanntes Eisen- und Haushaltswarengeschäft. Ein nüchterner Zweckbau wurde davor gesetzt und das Ganze diente dann dem umliegenden Wohngebiet als zentrale Kaufhalle.

67 Für die aufstrebende Salzstadt galt es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt Wohnungen zu schaffen für den ständigen Zuzug von Bergleuten und Arbeitern mit ihren Familien. So entstand nördlich vom Dorf Alt-Staßfurt, das 1868 in die Stadt eingemeindet war, ein Wohnviertel genau nach Plan auf der' grünen Wiese'. Auf dieser Luftbildaufnahme von 1935 ist ein rund sechzig [ahre altes Stadtviertel zu sehen mit parallel verlaufenden Straßen nach dem Reißbrett gestaltet. Der Königsplatz mit St.-Petri-Kirche (1890), Petri-Mädchenschule (1892) und Reform-Realgymnasium (1914) bildet den Mittelpunkt in dem vor-

wiegend als Wohngebiet geschaffenen Stadtteil. Zur Versorgung der Bewohner hatten sich bis 1880 bereits 23 Kleinhandelsgeschäfte und Handwerker niedergelassen. Nach 1991 hat das alte 'Neu-

bauviertel' wieder einen neuen Aufschwung genommen, sich modernisiert und herausgeputzt.

68 Die neue St.-Petri-Kirche 1910 auf dem Königsplatz. Der alten St.-Petri-Kirche auf dem Bienenberg, am hohen Bodeufer gelegen, folgte dieser sakrale Kirchenbau. Im September 1886 fand in der kleinen Kirche von 1 120 der letzte Gottesdienst statt. Wegen Baufälligkeit mußte der Altbau aufgegeben werden. Der Neubau im neugotisehen Stil, ausgeführt vom Bauunternehmer Friedrich König, stand unter der Leitung von Reg.-Baumeister Danger. Am 3. September 1887 erfolgte der erste Spatenstich, die Grundsteinlegung am 8. Dezember 1887 und die Einweihung mit dem ersten Gottesdienst im August 1890.

Slassfurt

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