Staßfurt in alten Ansichten Band 2

Staßfurt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6710-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt in alten Ansichten Band 2'

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29 Die Städtische Turnhalle noch ohne den Anbau für die Gaststätte, der 1923 erfolgte. Nach dem Stifter Richard Sauerbrey wurde das für alle Sporttreibende offene Haus auch die 'Sauerbrey Turnhalle' genannt. Die Einweihung hatte am 23.Juni 1912 stattgefunden. Die Agrarfirma C. Bennecke, Hecker & Co. stellte außer dem Grundstück für die Turnhalle weiteres Areal kostenlos für die Schaffung von Sportplätzen zur Verfügung. Im Laufe der [ahre entwickelte sich die Anlage zum Sportzentrum und wurde am 24. September 1950 als 'Stadion der Einheit' eingeweiht. (s.a. Bild 59).

30 Die Grenze zwischen Leopoldshall in Anhalt und Staßfurt in Preußen verlief hier am Ortsschild 'Staßfurt' über die Neundorfer Straße vor demAltenheim St.-Johannis-Hospital. Im Situationsplan von 1865 markiert ein Graben die Stadt- und Landesgrenze. Hinter dem Hospital schloss sich der Johannisfriedhof an. Davor auf der anhaltischen Seite hatte sich 1857 die Herzogliche Saline

Leopoldshall etabliert. In der Hospital- Kapelle (Bild rechts) steht der Flügelaltar, ein spätgotisches Meisterwerk einer Brüsseler Werkstatt, aus dem 15. Jahrhundert.

3 1 Auf dieser Ansichtskarte 'Louisenplatz - Fürstenstrasse' von 1903 ist bereits deutlich die Lage der Straße im mittleren Bereich der Senkungsmulde, deren Ausdehnung vom Großen Markt bis zur Ritterstraße reicht, zu erkennen (s.a. Bild 22).

Einige der hier abgebildeten Gebäude mussten wegen Senkschäden abgebrochen werden.

32 Treffen und Ausmarsch der Staßfurter und Leopoldshaller Schützengilden 1930 auf dem Weg durch die Stadt, von der Steinstraße kommend in der Fürstenstraße Richtung Louisenplatz.

Die Staßfurter Schützengilde sieht sich in derTradition des 1887 gegründeten Schießklubs, 1891 geändert in Schützengilde. Damals fanden nur angesehene und betuchte Bürger, die es sich zur Ehre anrechnen durften,

Zugang zur Gilde um Mitglied (Schützenkamerad) werden zu können.

33 Hans Christoph Friedrich Graf von Hacke (169917 S4), General und Adjutant des preußischen Königs Friedrich Wilhelm 1. (16881740) und dessen Nachfolger Friedrich Il. der Große (1712-1786), hatte das Haus in der Fürstenstraße (Steinstraße) vom Vater Hans Christoph Il. von Hacke, Erbherr aufStaßfurt, geerbt. Das Haus im holländischen Barockstil wurde mit Hilfe der Majes-

täten 1737 wieder instandgesetzt. Über der Haustür prangt das Wappen derer von Hacke, seit 1740 im Grafenstand. Der neue Hausherr weilte jedoch mit seiner Familie nur selten in Staßfurt, denn seit 1 749 war er auch Kommandant van Berlin. In Berlin sind nach dem Grafen der Hacke'sche Markt und die Hacke'schen Höfe benannt.

34 Am Sandplatz, Ecke Holzmarkt, die 'Stassfurter Bücherei und Lesehalle E.v.', eine Gründung vom 3 O. April 1908.

Lesehalle - dafür war auch in Staßfurt ein lebhaftes Interesse geweckt worden. Diese Einrichtung verkörperte die Volksbibliothek, indem sie neben dem Ausleihen von tendenzlosen, für alle Bevölkerungskreise geeignete Bücher zu häuslicher Lektüre auch deren Benutzung für jedermann an jedem Tag, ohne unnötige Formalitäten an Ort und Stelle ermöglichten.

Der Bankier Walther Adam veranstaltete in den Räumen seine ersten heimatgeschichtlichen Ausstellungen. Ab 1910 überließ er hier seine

Sammelstücke und gründete zusammen mit dem Verein für Heimatkunde 1913 das 'Heimatmuseum der Stadt Staßfurt'. 192 7 zog das Museum in die Schule am Königsplatz.

Das Haus erfuhr zwischenzeitlieh einen Umbau, dadurch blieb von der charakteristischen Architektur, wie auch nebenan bei der Stadtsparkasse, nichts Erkennbares von den alten Barockbauten übrig.

3S AmSandplatz, um 1930. Hinter der Stadtsparkasse ist das damalige Rathaus mit dem Turm zu sehen. Ab 19 S 3 bis zumAbriss 1966 wegen Senkschäden diente das ansehnliche Gebäude noch dem Rat des Kreises als Domizil. Der Name Sandplatz bürgerte sich ab 1824, als vom Abbruch des alten Rathauses nur ein Sandplatz übrig blieb, ein. Vor Beginn der Tagesoberf1ächensenkungen im 19. [ahrhundert lag der Sandplatz noch etwas höher als der Luisenplatz. Im Laufe der [ahre hat sich das Verhältnis umgekehrt.

Das Aussehen des Sparkassengebäudes entstand 1929 durch Umbau eines alten Wohnhauses, das 1790 im Barockstil erbaut wurde.

Staßfurt . Am Sondplotz

36 In der Steinstraße, beginnend am Sandplatz, gab es ab hier vor 1939 bis zum Ende vor der Mühlgrabenbrücke 28 Handels- und zehn Handwerkergeschäfte. Außerdem waren in der Straße das erste Hotel am Platz 'Zum Goldenen Ring', zwei Gaststätten und drei Cafés anzutreffen. Das große Eckhaus (links) mit der Eisenwaren- und Hausgerätehandlung von M. E. Fischer wurde bis 1926 noch zum Sandplatz gezählt. Das imposante Gebäude im Senkungsgebiet der Stadt musste infolge Schiefstellung und Rissen im Mai-luni 1978 abgerissen werden.

Steinstrasse.

37 Das beeindruckendste Gebäude in der Innenstadt ist noch immer das Wohn- und Geschäftshaus in der Steinstraße Ecke Kottenstraße, früher die Schlossstraße.

Im ausgehenden 19. [ahrhundert lag der Architekturstil in der Betonung auf äußerliehen, dekorativen Formen.

So entstand dieses Haus mit den reliefartig gestalteten Fassaden 1899-1900 als 'Ersatzbau' an der gleichen Stelle für das kleine und alte Gasthaus und Hotel 'Zum Goldenen Adler'. In den darauffolgenden [ahren wechselten in den Geschäftslokalen die Inhaber mit den unterschiedlichsten Warenangeboten. Erinnert sei noch an die Geschäfte, die in der jüngeren Vergangenheit mit

ihren Namen das Haus geprägt haben. Da gab es hier z.B. C. Tack u. Cie., Filiale der Schuhfabrik aus Burg, Feinkost Tausendschön, StrumpfPaulsen, Meico- Tabakwaren, Dörfler- Kunstgewerbe,

Musikhaus, Haubold-Lebensmittel, Konsum-Filiale und HO-Delikat. Unvergessen auch das 1926 von Fritz Hilbig gegründete 'SchlossCafé' mit Konditorei, das in dem Haus am längsten existierte.

38 'Stadttheater Steinstraße' , eine Nachkriegsaufnahme. Der Blick fällt auf die 'StadtSchänke' (links) mit dem Werbeplakat vom SalzlandTheater für die Operette 'Frau Luna' von Paul Linke. Den um das Kraftfahrzeug versammelten Personen wurden vermutlich Getränke oder Speiseeis angeboten. An der gegenüberliegenden Straßenseite das Kunstgewerbegeschäft Dörfler & Co., die Musikalienhandlung und eine Konsum- Verkaufsstelle.

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