Staßfurt in alten Ansichten Band 2

Staßfurt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6710-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt in alten Ansichten Band 2'

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59 'Neue Badeanstalt Sauerbreystiftung' in der Augustastraße, seit 1952 die Stadtbadstraße. Die Warmbadeanstalt - auch Sauerbrey-Badeanstalt genannt - wurde

am 4. Juli 1913 in Betrieb genommen. Generaldirektor Diplom-Ingenieur Richard Sauerbrey (1858-1928), der Sohn des Gründers der Maschinenfabrik und Gießerei Gustav Sauerbrey (18261888), ließ das Haus anlässlich des SO-jährigen Beste-

hens der Fabrik errichten und schenkte es der Stadt. Richard Sauerbrey wurde 1914 Ehrenbürger und die damals im Entstehen begriffene Straße die heutige Sodastraße erhielt den Namen 'Sauerbreystraße'. (s.a. Bild 29).

Neue Badeaqstelt Sauerbreietlflung

60 Das Reform-Realprogymnasium, von der Hofseite gesehen, wurde am 7. [anuar 1914 seiner Bestimmung übergeben. Die Anerkennung als Vollanstalt mit dem vorgenannten Titel erfolgte am

S. Februar 1918 (s.a. Band I, Bild 70).

Staßfult Relo'm-Realprogymnaslum

61 Das Lehrerkollegium des Reform - Realprogymnasiums (Studienräte und Gymnasiallehrer) im Sommer 1923. Von links nach rechts: Eberhard Linße, Weyer, Dr. Willi Langbein, AdolfBecker, Böttger, RudolfHoppenstedt, Direktor Dr. Friedrich Wallstabe, Schulze, Rabe, Haase, Ludwig Schucht, Martin Weber, Benkert und Siebert. Über die Lehrtätigkeit hinaus wurden bekannt: Studienrat Eberhard Linße (1) durch die Forschungsschrift 'Der Staßfurter Schnitzaltar' und Gymnasiallehrer Adolf Becker (2) als Heimatforscher für Vorgeschichte, Geologie und Botanik.

62 Die Wachtelstraße im Durchblick von der Wasserstraße bis zur Straße 'An der Löderburger Bahn' im [ahr 1908. Seit 1952 heißt die Straße Langestraße. Die Bebauung begann etwa 1883 und erhielt nach Fertigstellung den Namen zur Ehrung des Bürgermeisters Hermann Wachtel. Dieser übte seine Amtszeit vom 20. [anuar 1866 bis zu seinem Tod am 12. März 1882 aus. Während seiner Amtszeit wurde das Dorf Alt -Staßfurt am 1 2. Dezember 1868 in die Stadt Staßfurt eingemeindet. Wachtel traf noch die Vorbereitungen für den Bau des Wohnviertels mit dem Königsplatz.

63 Die Bäckerei Gottfried Alsleben um 1900 in der Bischofstraße an der Einmündung der Augustastraße (seit 1952 Stadtbadstraße ). Bäckermeister Alsleben (x) war seit 1893 in der BäckerZwangsinnung engagiert, von 1905 bis 192 0 bekleidete er das Amt des 0 bermeisters. In dem Wohnviertel rund um den Königsplatz wurden 1939 einschließlich der Bäckereien und Fleischereien 25 Lebensmittelgeschäfte gezählt.

64 'Waisenhaus'. Die Stiftung Staßfurter Waisenhaus wurde im [anuar 1907 von einer Anzahl 'beruchter' Bürger errichtet und im April 1907 vom Kaiser als rechtskräftige Stiftung bestätigt. Der Bau der Anstalt in der Townsendstraße - heute die Schlachthofstraße - wurde noch in demselben [ahr von der Baufirma Grupe nach den Plänen des Architekten Schulze-Naumann begonnen. Die Einweihung des Hauses erfolgte im Juli 1908 von dem Generalsuperintendenten Jacobi in Gegenwart der staatlichen und kommunalen Behörden und vieler Staßfurter Bürger. Das Waisenhaus wurde sofort seiner Bestimmung übergeben. 1918 spendete die Firma C. Bennecke,

Hecker & Co. 120 Morgen Acker unter dem Namen der 'Bennecke- Hecker -StengelStiftung' zu gemeinnützigen Zwecken. Davon wurden dem Waisenhaus 20 Morgen Acker in eigener Bewirtschaftung übertragen.

6S 'Pflegekinder und Eltern des Staßfurter Waisenhauses.' Das Waisenhaus wurde mit der Eröffnung im]uli 1908 sofort den Hauseltern Eiserner mit 1 8 Waisenkindern aus Staßfurt und Umgebung übergeben.

Aus den Statuten sei hier der Paragraph 2 zitiert: 'Die Kinder sollen in dem einfachen und ordentlichen Haushalt eines christlichen Hausvaters nach Möglichkeit Ersatz finden für das Vaterhaus. Sie werden zur Kirche und Schule angehalten, zu Handarbeiten in Feld, Garten und Haus angeleitet, und überhaupt so erzogen, dass sie später je

nach ihren Fähigkeiten ein Handwerk lernen bzw. als Arbeiter oder Dienstboten sich ihr Brot erwerben können.'

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66 'Am Botanischen Garten', 1938. Der Blick geht über die Löderburger Straße zum Industrieviertel mit der Achenbach-Fabrik vom Kaliwerk und dem Sodawerk. Der Botanische Garten, auch als Schul- und Lehrgarten gedacht, wurde am 23. Juni 1934 eingeweiht und sollte in der Industriestadt zu einer grünen Oase werden.

Die Anlage entstand ab 1932 auf dem fast zehn Morgen großen Plateau eines Rückstandsberges, aufgeschüttet aus Kalirückständen und Asche. Terrassenförmig angelegte Wege boten nach allen Seiten Ausblicke auf die Stadt.

67 'RFT, VEB Fernsehgerätewerke Staßfurt', 1 9 7 O.

Ab 1957 wurden hier die ersten Fernsehgeräte entwickelt und gebaut. Hervorgegangen war das Werk aus

der Staßfurter Rundfunk GmbH, 192 3 noch als RadioAbteilung der Staßfurter Licht -Kraftwerke im Athenslebener Weg gegründet. 1938 erfolgte der Umzug in das neu gebaute Entwicklungsund Fertigungswerk für Rundfunk- und Nachrichtengeräte, hier auf dem Bild in der Löderburger Straße. Neben dem Eingang das Verwaltungs-, Konstruktionsund Laborgebäude, in dem von 1938 bis 1945 Technikgeschichte geschrieben wurde. Das Hochhaus für

Forschung und Entwicklung entstand 1966/67 als einziges Hochhaus auf dem Werksgelände und in der Stadt. Nach der Privatisierung und Zerschlagung der Werke hatte das Hochhaus ausge-

dient und wurde am 1 5. Mai 1996 gesprengt. Die Stadt wurde wieder um ein das Stadtbild prägendes Gebäude armer.

68 Blick vom Athenslebener Weg auf die Sodafabrik mit altem Werksteil und dem Neubau Werk II von 1951. Im September 1883 wurde das Sodawerk der Chemischen Fabrik Buckau AG eingeweiht und in Betrieb genommen. Staßfurt bot eine günstige Voraussetzung für die kalzinierte, kaustische und kristallisierte Sodaherstellung. Das einfache und billige Kochsalz (Natriumchlorid) wurde im Ort zu Tage gefördert und Kalkstein (Calziumcarbonat) in der Marbe bei Förderstedt abgebaut. Für die Kraftstoffgewinnung gab es reichlich Kohle aus der Tiefbaugrube bei Löderburg. Ab 1946 kam die Sodafabrik in 'volkseigene

Hàndc', wurde mehrmals umstruktuiert und erfuhr mehrere Namensänderungen, und seit 1991 ist sie wieder privatisiert, modernisiert und leistungsfähig ausgebaut.

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