Staßfurt in alten Ansichten Band 2

Staßfurt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ernst Laue
Gemeente
:   Staßfurt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6710-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Staßfurt in alten Ansichten Band 2'

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69 'Berlepsch-MaybachSchächte' zwischen Calbesche Straße und Löbnitzer Weg, 1929.

Die Teufe der Königlich-Preußischen Doppel-Schachtanlage begann 1887 und endete (vorerst) mit demAusbau der IV. Sohle zur Hauptförderstrecke in 406 MeterTiefe.

Nach der Einweihung am 8. September 1890 wurde die Förderung von Steinsalz angefahren. Diese Schachtanlage erreichte die längste Förderzeit verglichen mit den vorausgegangenen Staßfurter Salz- und Kalischächten. Am 31. Dezember 1968 wurde der Betrieb eingestellt und die planmäßige und langfris-

tige Flutung der Untertagebaue eingeleitet. (S.a. Staßfurt Wiege des Kalibergbaues, Bilder 1 7 - 2 1, erschienen im gleichen Verlag.)

70 Blick auf die Förderstedter Straße um 1960. Im Vordergrund (rechts) die Betriebsgebäude der Brauerei Gebr. Niemann AG, gegründet 1871. Daran anschließend die Staßfurter Blechwarenwerke, 1919 gegründet. Darüber hinweg sind die ausgedehnten Betriebsanlagen von VEB Machinen - und Apparatebau Staßfurt, ab 1961 mit neuem Namen VEB Chemieanlagenbau Staßfurt, kurz CAS genannt, zu sehen. Das Werk ging hervor aus

der 1863 gegründeten Maschinenfabrik und Gießerei Gustav Sauerbrey AG.

7 1 Ausfahrt eines festlich geschmückten Gespanns der Brauerei Gebr. Niemann am Morgen des 1. Mai 1961 zur 'Maidemonstration für Einheit und Frieden'.

Die Brüder August und Wilhelm Niemann gründeten nach dem Krieg 1871 die Brauerei in der Förderstedter Straße. Durch persönlichen Fleiß und begünstigt vom wirtschaftlichen Aufschwung schafften sie mit rund 100 Arbeitern und Angestellten eine achtunggebietende Brauerei. Niemann-Bier wurde weit über die Stadtgrenzen bekannt. 1920 umfasste der Fuhrpark 3S pferde und drei Lastkraftwagen, über einen eigenen Eisenbahnanschluss war auch der

Fernversand gesichert. Das Ende für die Brauerei mit dem bekömmlichen heimisehen Bier kam 1993.

72 Die Staßfurter Chemische Fabrik I, vormals Vorster & Grüneberg, An der Sülze, gesehen von der Rossbahn 1929.

Diese Fabrik zur Gewinnung von Chlorkalium und anderen Produkten aus der Kaliverarbeitung wurde von dem Chemiker Dr. Hermann Grüneberg (1827-1894) und dem Drogisten ]ulius Vorster, 1861 gegründet. Ein Großfeuer vernichtete 1897 fast die gesamte Anlage, die aber gleich danach wieder aufgebaut und in Betrieb genommen wurde. Das Ende der Chemiefabrik kam 1932 und der Abbruch dauerte bis 1935.

1862 brach in Staßfurt - Leopoldshall das 'Kalifleber" aus.

Innurzehn]ahren, bis 1872, gründeten 32 Unternehmer chemische Fabriken dieser Art, wie hier an diesem Beispiel Vorster & Grüneberg kurz dargestellt.

73 'Bodelandschaft am Schütz.'Von der Rossbahn über die Wehrbrücke kommend gelangte man in die 'Horst' . Ein von Bode und Mühlgraben begrenztes, von Naturfreunden geschätztes Gehölz mit auwaldähnlicher Flora. Angelegt wurde das rund 1 1 ha große Gehölz 1888 von der Agrarfirma C. Bennecke, Hecker & Co. unter der Leitung von Dr. Herbert Bennecke (1858-1921).

74 Der Name Staßfurt wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den aufkommenden Kalibergbau weitgehend bekannt. Besonders die weltweit vertriebenen Kalisalze aus Staßfurt als Düngemittel verhalfen zu dem hohen Bekanntheitsgrad.

Die erste 'Stassfurt', ein Dreimast - Vollschiff, gab es von 1887 bis 1889. (Nachzulesen in 'StaßfurtWiege des Kalibergbaues', Seite 22, erschienen im gleichen Verlag). Die hier auf dem Kapitänsbild abgebildete 'Stassfurt' war das zweite Schiff dieses Namens und hatte einen Rauminhalt von 3 231 BRT. Ein typisches Schiff aus der Übergangszeit vom Segel- zum Dampfschiff.

Es gehörte der DeutschAustralischen - Dam pfschifffahrtsgesellschaft, es fuhr von 1891 bis 1911 und ging in der Biskaya im Sturm verloren.

75 Das dritte Schiff mit dem Namen 'Stassfurt' war ein Frachtmotorschiff mit einem Rauminhalt von 7 395 BRT. Diese 'Staßfur!' fuhr ab 193 1 für die HAPAG-Reederei. Im Krieg 1939-1945 unterholländischer Flagge fahrend wurde es im [anuar 1942 von einem japanischen U-Boot versenkt.

76 Einen Erlebnisspass der besonderen Art gab es in den Sommermonaten von Mai 1928 bis]uli 1932 aufder Bode und dem Mühlgraben. Der Geschäftsmann Paul Linden berg eröffnete am 13. Mai 1928 Motorbootfahrten zwisehen Staßfurt -GaensefurthLöderburg. Die Anlegestelle

in Staßfurt war auf dem Mühlgraben an der Brücke beim Kohlenhof. Heute gibt es an dieser Stelle weder einen Mühlgraben noch eine Brücke, nur noch die Straße die von der Lehrter Straße zu den Einkaufsmärkten führt. Die Bootsfahrten wurden eingestellt, als Lindenberg

am 17.]uli 1932 beim Unterfahren einer Brücke tödlich verunglückte.

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