Stavenhagen in alten Ansichten

Stavenhagen in alten Ansichten

Auteur
:   Thomas Zahn
Gemeente
:   Stavenhagen
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5994-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stavenhagen in alten Ansichten'

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28 An der sich anschließenden Festtafel nahmen über 600 Personen Platz. ZumAbend gab es Festbälle und 'Vorträge plattdeutscher Dichtungen ... Während dieser Vorträge fanden in den Restaurationsgärten Konzerte statt, die überall bei dem herrlichen Wetter übervoll besucht waren' , schrieb ein Augenzeuge. Und über den nächsten Tag berichtete er: 'Der im Programm für morgens 1 OYz Uhr festgesetzte Frühschoppen im FestzeIt fand wohl infolge der Anstrengungen der vorausgegangenen Tage eine nur mäßige Beteiligung, mußte übrigens vorzeitig abgebrochen werden, da die Vorräte an Getränken hier erschöpft waren. Der Frühschoppen

wurde in Walters Gatten fortgesetzt...' Das Bild zeigt 'E. Wolters Konditorei und Café. Inh. Albert Iselt. Einzige Konditorei. schattiger Garten, Kegelbahn, Restauration, Klubzimmer. Historisches

Reuterzimmer mit vielen Erilmerungen an unseren großen Dichter Fritz Reuter'. (Fremdenführer, 192 7.) Das Haus an der Westseite des Marktes brannte Ende April 1945 nieder.

29 'Hotel Erbgroßherzog. Inh: Paul Kutzbach. Altbekanntes Haus am Platze, vollständig renoviert,' heißt es in einem Fremdenführer von 192 7 , und weiter: '15 Fremdenzimmer, gute Betten. Ausstellungsräume, Autogarage u. gr. Auspann. A.D.A.C.Hotel u. Verbandshaus reisender Kaufleute. Gepäckwag. u. Hausdiener zu jed. Zug an der Bahn.' Seit dem [ahr 1900 ist das Haus im Besitz der Familie Kutzbach. Das Storchennest war schon damals (das Foto stammt wohl aus den zwanziger [ahren) beachtlich und ist noch heute ein Wahrzeichen Stavenhagens. Die historische Apotheke und die sich daran anschließenden Gebäude der

westlichen Marktseite wurden in den letzten Kriegstagen 1945 niedergebrannt.

30 Zur Malchiner Straße hin zeigte das prächtige Hauptportal der alten Apotheke, deren Tür mit ihren Rokoko-Ornamenten an die Tür des ehemaligen Rathauses - heute Museum - erinnert. Im Türoberlicht erkennt man die geschwungenen Buchstaben 'G' und 'L' - das Monogramm von Gottfried Lindner, der das Haus 1 779 erwarb und dort eine Apotheke einrichtete. Einige Iahre später verkaufte er das Haus an den Apotheker Grischow sr., der aber schon 1798 starb. Der Apotheker und Ratsherr August Friedrich Herse ('Unkel Herse') pachtete darauf die Apotheke und führte sie, bis Grischows Sohn Carl Christoph seine Pharmazeu-

tenausbildung beendet hatte und das väterliche Erbe I 814 übernahm. Grischow wurde später Ehrendoktor der Universität Rostock, war Stadtsprecher und Fritz Reuters Freund und Vormund.

31 Ein Blick durch die Malchiner Straße zum Markt im [ahre 1906: Links die Einmündung zur Basepohler Straße, rechts das Hotel 'Malchiner Hof' mit zehn Frerndenzimmern - spater bekannt als der 'Mecklenburger Hof'.

SffiVENH71GEN

Malchinerstrasse

32 Die Malchiner Straße in der Gegenrichtung ab Ecke Basepohler Straße. Auf der rechten Seite, auf dem Hof des Hauses Nr. 38, befand sich die kleine Synagoge der jüdischen Gemeinde. Im Vorderhaus wohnte Sally Schlachter, der Gemeindeversteher, der Mitte der dreißiger Iahre nach England emigrieren konnte. Die Synagoge ist in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 in Brand gesteckt worden, konnte aber von der Nachbarschaft rechtzeitig gelöscht werden. 1939 wurde das Gebäude verkauft und zur Tischlerei umgebaut - heute steht es seit Iahren leer.

Malchi nerstra Be.

33 Die Basepohler Straße

I 932 -links im Eckhaus zum Reuterplatz wohnte Getreidehändler Hans Jacobsohn mit seiner Familie, seine Frau betrieb dort einen Handarbeitsladen; später zogen sie zum Amtsbrink. Ihrem Sohn Erich gelang die Emigration über die Schweiz und China in die USA; Hans und Käthe Iacobsohn wurden 1942 abtransportiert und kehrten wie viele andere jüdische Mitbürger nicht zurück. Bilddokumente über das Leben der jüdischen Gemeinde von Staven hagen sind bisher nicht bekannt.

34 Der Reuterplatz um 1910. Seinen Namen erhielt er am 27.0ktober 1874:Ein Vierteljahr nach dem Tode

des Dichters wurde der ehemalige Basepohler Platz in 'Fritz-Reuter-Platz' umbenannt. In spateren Schriften wird die gepflegte Parkanlage rnit ihren schattigen Linden und den duftenden Rosen hervorgehoben ... Die Straßenführung durchbrach noch nicht den Platz - die wenigen Fahrzeuge kamen aus der Fritz-Reuter-Straße, fuhren rechts am Platz entlang und bogen an der Post in die Feldstraße ein, die direkt in den Scheunenweg mûndete. Der Reuterplatz war ein

stilles Stück Stavenhagen, obwohl dort viele Kinder spielten.

Staeenhagen

/Im Reuterpl.iz.

35 'Bald zieht das hübsche Postgebäude den Blick auf sich und der von Linden bestandene, mit gepflegtem Rasen und edlen, den ganzen Sommer blühenden Rosen geschmückte Reuterplatz. An der Vorderseite des Platzes steht das Kriegerdenkmal von 1870 und 1871, arn Ende ein vom Mällnerturnverein gestifteter Gedenkstein für seine irn Weltkriege gefallenen Mitglieder.' So steht es in einem Touristenführer aus dem Iahre 1927. Mit dem Bau einer Umgehungsstraße 1966/67 - der gesamte Fernverkehr führte bis dahin quer über den Markt durch die Innenstadt - wurde der Reuterplatz völlig umgestaltet: Der Turner-Gedenkstein (1920

eingeweiht) wurde in den Schloßgarten umgesetzt, die Linden fielen der Säge zum Opfer, ...

36 ... und dasWohnhaus links neben dem 1884 eröffneten Postamt wurde abgerissen - hier verläuft jetzt die Bundesstraße 104.Vom Kriegerdenkmal- im Iahre 1888 errichtet - blieb nur die Säule, die heute Teil des Aufsichtsturms im Waldbad ist. Über den Verbleib der Siegesgöttin gibt es noch keine Klarheit - sie verschwand zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Abgebaut wurde 1967 auch das alte LûbbertDenkmal, das anläßlich des 60. Geburtstages des Kûnstlers 1939 vom IvenackerTor zum Reuterplatz umgesetzt worden war. Den Ehrenfriedhof für die 1945 gefallenen sowjetischen Soldaten, der nach Kriegsende auf dem

Reuterplatz eingerichtet wurde, verlegte man auf den städtischen Friedhof

Stavenhagen

Post m. Kriegerdenkmal.

37 Ende Juni 1909var Baubeginn für die neue Schule auf dem 'Gotteskamp'. (Der Flurname stammt von einem alten Friedhof, der sich von 1790 bis 1822 hier befand.) Nach Plänen des Architekten Busch wurde der Rohbau in kurzer Bauzeit hochgezogen - die hiesigen Maurermeister Karstens und Feudel und ihre Belegschaft nutzten die

günstige Witterung. Noch im selben [ahr - am 23. Oktober - konnte Zimmererpolier Carl Funck den traditionellen Richtspruch aufsagen. Die feierliche Einweihung des neuen Schulhauses erfolgte ein Iahr später, am 18. Oktober; der Unterricht wurde

am Tag darauf aufgenommen. Den Namen 'Fritz-Reuter-

Schule' erhielt das Haus am 7.November 1938,demGeburtstag des Dichters. Das Foto muß aus dem Jahr 1910 stammen - noch ist die Baustelle nicht völlig beräumt.

Stevenfiagen l. M.

Schulhaus

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