Stavenhagen in alten Ansichten

Stavenhagen in alten Ansichten

Auteur
:   Thomas Zahn
Gemeente
:   Stavenhagen
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5994-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stavenhagen in alten Ansichten'

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38 Der erste Gedenkstein für den Maler und Illustrator Ernst Lübbert (1879-1915) wurde 1934 am Ivenacker Tor errichtet. Im Hintergrund ist das Feuerwehrdepot zu erkennen. Fünf]ahre später versetzte man das Denkmal auf den Reuterplatz, wo es bis 1967 stand. Während der Umgestaltung dieses Platzes wurde es abgebaut und verfiel, die Bronzetafel mit dem Porträt des Künstlers verschwand. Im Zuge der 725Jahrfeier Stavenhagens 1989 fertigte Steinmetzmeister Paul nach alten Fotos wie diesem einen neuen Stein, der am ursprünglichen Standort IvenackerTor aufgestellt wurde. Die Bronzetafel konnte von einem am Grabmal Lübberts

in Schwerin erhaltenen Original abgegossen werden. Die Einweihung des neuen Gedenksteins war am 9. Oktober 1989.

39 Ernst Lübbert wurde am 26. Juli 1879 in Warin bei Stern berg geboren. Als sein Vater eine Anstellung als Protokollist und Amtsregistrator beim Amt Stavenhagen - also im Schloß - erhielt, ûbersiedelte die Familie 1886 hierher. Ernst besuchte drei [ahre die Knabenklassen der Bûrgerschule und wechselte zu Ostern 1889 zur privaten Knabenschule der Stadt. In Stavenhagen wurde die zeichnerische Begabung des Jungen entdeckt und vom Vater verständnisvoll gefördert. Das Foto zeigt Ernst Lübbert (rechts) mit dem zwei Iahre jüngeren Bruder Hermann. Nach einem kurzen Besuch des Neubrandenburger Gymnasiums ging Ernst - erst

siebzehnjährig - nach Berlin, wo er ein erfolgreiches Studium der Malerei an der Kunstakademie Charlottenburg absolvierte.

40 Oben: Bereits während seines Malerstudiums hatte Ernst bibbert mehrere Preise erhalten und war durch Stipendien gefördert worden, die ihm Studienreisen nach Tirol, Italien, Dalmatien, Montenegro, Schottland und Paris ermöglichten. Nach seinem Militärdienst in Wismar ließ sich Lübbert als freischaffender Künstler in Berlin nieder und arbeitete sich zu einem vielbeschäftigten und erfolgreichen Maler und Illustrator empor, dessen Bilder auf den großen Kunstansstellungen von Berlin und Hamburg vertreten waren. Neben der Portràt- und Genremalerei widmete er sich auch der Karikatur und wirkte in humoristischen Künstlervereinigungen mit. Ernst Lübbert fiel am 29. August 1915 sechsunddreißigjährig bei Grodno an einer Ostfront des Ersten Weltkrieges. Das Foto

zeigt ihn mit seinem 1909 entstandenen Gemälde 'Atelierbesuch' , das heute als Leihgabe des Schweriner Staatlichen Museums in der ständigen LübbertAusstellung des Stavenhagener Reutermuseums hängt.

Unten: Ernst Lübbert hat sich 1913 selbst kartkiert ...

LÜBBERT

4-1 Dr. Fritz Schultetus wurde am 18. Juli 1840 in Malchin als Sohn des Bürgermeisters der Nachbarstadt geboren. Nach seinem ]urastudium an der Rostocker Universität war er zunächst als Rechtsanwalt in Teterow tätig und wurde am 1. Juli 1879 Bürgermeister von Stavenhagen. In den 26 jahren seiner Amtszeit erlebte die Stadt einen weiteren Aufschwung - erbaut wurden unter anderem die Zuckerfabrik (1881/82), die Molkerei und das Krankenhaus (1883), das Spritzenhaus (1886), der Schlachthof (1890) und eine Warmbadeanstalt, die Energiezentrale (1901). Im [ahre 1895 wurde Dr. Schultetus

der Titel eines Hofrats verliehen. Als Zeichen der Wertschätzung, die ihm die Bûrger der Stadt entgegenbrachten, wurde noch zu Lebzeiten des Bûrgermeisters der größere Teil

der EisenbalmstraBe in Schultetusstraße umbenannt. Dr. Fritz Schultetus starb anl 6. September 1905.

42 Die Eisenhahnstraße führte vom Friedrich-FranzBahnhof vorbei am Reuterplatz bis zum IvenackerTor. Der erstgenannte Abschnitt wurde um die [ahrhundcrtwende in Schultetusstraße umbenannt - nach dem verdienstvollen Bürgermeister der Stadt - der andere in Fritz-Reuter-Straße. Im Bild hier die heutige Fritz-ReuterStraße -links die Häuser Nr. 7 bis Nr. 13.

43 Für die Zuckerfabrik wurde im Juni 1881 der Grundstein gelegt - im September des folgenden Iahres war der Betriebsneubau der 'ZuckerfabrikAG Stavenhagen' bereit zur ersten Zuckerrübenkampagne. In jener Saison, die 133 Tage gedauert

hat, wurden495 000 Zentner Rüben zu Rohzucker verarbeitet. In den Iahrzehnten danach wurden Betrieb und Produktionsvolumen ständig erweitert. Nach der letzten Kampagne 196 3/64 wurde der Betrieb zu einem Kartoffelveredlungswerk umgerü-

stet, das ab 1972 mit voller Kapazität produzierte. Die alten Gebäude der Zuckerfabrik sind 1991/92 abgerissen worden, um Platz für den Neubau des 'Pfanni-Werkes' zu schaffen. Das Faksimile zeigt einen Briefkopf vom Anfang der dreißiger [ahre,

1! .

luckerfahrik

44 Die Schultetusstraße mit der Zuckerfabrik - das Gelände gegenüber vom Werk war noch nicht bebaut, Noch im Iahr der Betriebsgriindung (188 1) wurde ein Anschlußgleis zum Stavenhagener Bahnhof gelegt.

Stavenhagen

Zuckerfabilk.

45 Im Iahre 1931 kamen aus dem Rheinland und der Osnabrücker Gegend 54 katholische Familien in den Raum Stavenhagen, um auf den ehemaligen Gütern Klockow, Adamshof und Rockwitz zu siedeln. An der Chaussee zwischen Stavenhagen und dem Dorf Klockow entstanden neue Bauernwirtschaften mit kombiniertem Wohn- und Stallgebäude hier der Neubau von Rickes. Die Siedler brachten ihreTraditionen wie den rheinischen Karneval mit in die neue Heimat. Die katholische Gemeinschaft war gewachsen, der Ruf nach einer eigenen Gemeinde mit Gotteshaus wurde verstärkt.

46 Katholische Gottesdienste fanden in Stavenhagen regelmäßig seit 1911 statt - der erste wurde in der Gaststätte 'Deutsches Haus' in der Neuen Straße 27 am 30. April abgehalten. Danach traf sich die kleine Gemeinde in einer Maschinenhalle am Schlachthofweg, in Gasträumen und in den Häusern ihrer Mitglieder. Später stellte der Rat der Stadt die Turnhalle der neuen Schule am Gotteskamp (heute Goethestraße) für Gottesdienste zur Verfügung. Das Bild zeigt den provisorischen Altar in der Turnhalle der heutigen FritzReuter-Grundschule in der Goethestraße.

47 Am 17. November 1931 wurde der Neustrelitzer Kaplan Ludwig Flach nach Stavenhagen berufen, um

hier eine Pfarrei zu gründen. Kirchenrechtlich bestätigt wurde die katholische Gemeinde arn 22. Juli 1932 durch den zuständigen Bischof von Osnabrück. Noch im selben Monat begannen die Bauarbeiten für eine kleine Kirche. Das Projekt dazu stammt vomArchitekten und Diplomingenieur Sonnen vom Bonifatiusverein. Die Gemeindemitglieder beteiligten sich rege am Baugeschehen, wie das Foto vom Bauplatz zeigt. (In der Mitte:

Nikolaus Zender aus Klockow.) Die Holzstapel im Hintergrund des Bildes ge-

hörten allerdings zurWerkstatt des Pantoffelmachers Neumann.

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