Stoppenberg in alten Ansichten

Stoppenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Rieken
Gemeente
:   Stoppenberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5243-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Stoppenberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die Geschichte von Stoppen berg beginnt mit dem germanischen 'Heiligtum der Tanfana', das im Jahre 14 nach Chr. auf dem Stoppenberg gestanden haben soll und von den Römern vernichtet wor-

den ist. Die folgenden Gründe rechtfertigen den Standort des Heiligtums auf dem Stoppenberg: die künstliche Erhöhung der Spitze des natürlichen Stoppenberges, die Grabenanlage , die isolierte Lage, die von altersher überkommene Überlieferung, daß zur Heidenzeit dort ein Tempel gestanden habe und die Auswahl des Platzes zum Bau einer Kirche durch die gern an heidnische Tradition anknüpfenden christlichen Kolonisatoren.

Im Jahre 1073 läßt die Essener Äbtissin Schwanhild auf Anraten Heinrichs von Essen, Kaplan des Erzbischofs Anno, zu Köln 'auf dem Berge, den man im

Das Stoppen berger Stiftssiegel aus dem Jahre 1547.

Volksmund Stoppen berg nennt, ein Bethaus errichten'. Am 4. Februar 1074 weiht Erzbischof Anno die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche. Dort entwikkelt sich ein freiweltliches adeliges Jungfrauenstift. Die etwa zwanzig Stiftsdamen wählen aus ihrer Mitte eine Dechantin, der sie in allen Dingen zum Gehorsam verpflichtet sind.

Zum Stift gehören eine Brauerei, ein Kornhaus und eine Mühle mit einem fischreichen Mühlenteich. Die Stiftsdamen wohnen in eigenen Häusern in unmittelbarer Nähe der Stiftskirche auf dem Stoppen berg und leben von den Besitztümern des Stiftes, die in der Umgebung verstreut liegen und durch weitere Stiftungen sich ständig vermehren. Beim Eintritt einer Jungfrau in das Stift muß die Neuaufzunehmende 16 adelige Ahnen nachweisen. Das Stift ist kein Kloster. Die Stiftsdamen sind nicht zur Jungfräulichkeit verpflichtet, können zu jeder Zeit wieder austreten und heiraten. Die neu aufgenommene Stiftsdame nimmt ein halbes Jahr in weltlicher Kleidung am Gottesdienst teil. Nach einer Prüfung im Lesen und Schreiben wird

ihr erlaubt, den Chormantel zu tragen und sie erhält die Rechte wie die anderen Stiftsdamen. Sie verspricht mit Handschlag, nach den Statuten des Kapitels zu leben. Im Alter von 25 Jahren hat sie das Recht, ihren eigenen Haushalt zu führen und eine eigene Dienerschaft zu halten. Alle Damen tragen einen schwarzen Chormantel und ein Ordenskreuz mit dem heiligen Nikolaus als Schutzpatron.

Die Stiftskirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit quadratischem Chorhaus. Im 12. Jahrhundert werden die Absis mit dem Westbau angefügt und die Empore erweitert. Im Jahre 1241 läßt die Äbtissin Elisabeth von Essen die Stiftskirche renovieren.

Der Taufstein stammt aus dem 12. und die älteste Glocke aus dem 14. Jahrhundert. Zwischen den nach Ordensregeln lebenden und Schleier tragenden Essener Stiftsdamen und den freiweltlichen Stoppenberger Stiftsdamen kommt es 1460 zu einem Schleierstreit, der in die Geschichte eingegangen ist. Erst elf Jahre später wird durch ein Urteil von höchster kirchlicher Stelle die Freiheit der Stoppen berger Stifts-

damen von Gelübden und Nonnentracht anerkannt. Am 18. Februar 1633 wird die Stiftskirche von schwedischen Reitern geplündert. Mit der Einverleibung in den preußischen Staat am 3. Mai 1803 hört das Stift Stoppenberg auf zu bestehen. Die Stiftsdamen erhalten eine Pension vom Staat. Der Stiftsberg ist bis ins 18. Jahrhundert für die Immunität des Stiftes von einem Grenzgraben umgeben. Die kirchliche Irnmunitätsherrschaft bestellt einen Vogt, der neben der Pflicht der militärischen Sicherung in dem befreiten Gebiet die niedere Gerichtsbarkeit ausüben muß und den Verkehr mit den staatlichen Gerichten zu verrnitteln hat. Während des Zweiten Weltkrieges wird die Stiftskirche durch Bomben schwer beschädigt. Zu Beginn der sechziger Jahre entsteht auf dem Stoppenberg neben der Stiftskirche das Karmelitinnenkloster 'Maria in der Not', das am 11. April 1965 durch den Essener Bischof Dr. Hengsbach seiner Bestimrnung übergeben wird.

1. Diese Ansicht aus der Jahrhundertwende zeigt die Stiftskirche auf dem Kirchberg mit drei Stiftshäusern. Ein Weg führt den Berg herunter zum St.-Vincenz-Krankenhaus.

2. Die Stiftskirche diente bis zur Jahrhundertwende als Pfarrkirche für die Gemeinden Stoppenberg, Katernberg, Schonnebeek und Frillendorf.

3. Dieses alte Stiftshaus, das 'Geismarsche Haus' genannt, wurde nach der Aufhebung des Stiftes (1803) von der katholischen Pfarrgemeinde übernommen und diente später der Geistlichkeit als Wohnung. Das Haus wurde in den sechziger Jahren dieses Jahrhunderts abgebrochen, im alten Stil wieder aufgebaut und gehört heute dem Bistum.

4. Das vom Rumsche Haus, ab 1826 Armenhaus, später Wohnhaus, wurde am 23. Oktober 1944 durch Bomben zerstört.

5. Am 23. Oktober 1944 wurde die Stiftskirche bei einem Bombenangriff schwer beschädigt,

6. Auch der Innenraum der Stiftskirche mit den Altären und der Orgelbühne wurde ein Opfer der Bomben. Um 1947 begann man mit dem Wiederaufbau.

7. Auf Wunsch von Bischof Hengsbach wurde auf dem Stiftsberg ein Karmelitinnenkloster errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte durch den Bischof am 15. April 1961.

8. Dieses Foto aus dem Jahre 1965 zeigt die renovierte Stiftskirche und das angebaute Kloster, genannt 'Maria in der Not'.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek